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Nach 16 Jahren plötzlich Trennung

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Nordlicht88
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Vor einem Monat hatte ich noch alles, was ich mir immer vorgestellt habe: Haus, Kind, Freunde und eine glückliche Ehe. dachte ich zumindest. Wir haben sogar über ein zweites Kind nachgedacht.

Anfang des Jahres hatten meine Frau und ich schon einmal ein Gespräch darüber, ob sie noch glücklich ist und wie eine Trennung mit unserem fünfjährigen Sohn aussehen könnte. Kurz danach kam sie aber wieder zu mir, sagte, sie wisse selbst nicht, was mit ihr los sei, und entschuldigte sich. Danach habe ich mir noch mehr Mühe gegeben und eigentlich hatte ich das Gefühl, dass wir wieder ziemlich gute Partner waren.
Unser großes Problem ist momentan Zeit. Sie macht eine Weiterbildung, ich arbeite Vollzeit, am Haus gibt es noch viel zu tun und unser Sohn braucht sehr viel Aufmerksamkeit. Großeltern als Unterstützung haben wir praktisch nicht. Früher sind wir viel gereist, haben fast alles zusammen gemacht und über alles gesprochen. Heute haben wir kaum noch Zeit miteinander.

Vor einigen Wochen kam dann plötzlich: „Ich bin nicht mehr glücklich mit dir und möchte mich trennen.“
Danach begann ein ziemliches Hin und Her. Einmal kam sie weinend zu mir, umarmte mich und sagte: du hast jemand Besseren verdient. Ich bin daraufhin ein paar Tage zu einem Freund gefahren, um nachzudenken.
Als ich zurückkam, sagte sie mir, dass ich gut aussehe, wir waren zusammen Eis essen und sie meinte plötzlich, sie wisse gar nicht mehr, was sie will. Als sie mich gesehen habe, seien wieder alte Gefühle gekommen und sie wolle unsere Ehe eigentlich nicht einfach wegwerfen.
Kurz darauf erfuhr ich nebenbei, dass sie schon einen Termin bei einer Anwältin vereinbart hatte. Dann plötzlich eine Wohnungsbesichtigung. Innerhalb von zwei Tagen war gefühlt schon alles organisiert, ohne dass wir vorher wirklich darüber gesprochen hatten. Durch einen versehentlich geschickten Screenshot sah ich außerdem einen Text mit „Ich suche eine Wohnung für mich und meinen Sohn“. Das hat mich ziemlich getroffen, weil wir nie besprochen hatten, dass unser Sohn einfach mit ihr auszieht. Sie sagte anschließend, sie habe gedacht, ich würde sie aus dem Haus schicken. was ich niemals tun würde.

Generell erkenne ich sie momentan teilweise nicht wieder. Mal ist sie sehr niedergeschlagen und gereizt, hat kaum Geduld mit unserem Sohn, ein paar Stunden später ist sie wieder total nett zu mir und wir lachen miteinander. Ich habe vorgeschlagen, dass sie sich Hilfe holt oder dass wir gemeinsam zu einer Beratung gehen, aber dazu kann sie sich bisher nicht wirklich durchringen.
Gleichzeitig verbringt sie inzwischen sehr viel Zeit mit Freunden beim Zocken und hat auch schon mehrmals bei einem männlichen Freund übernachtet. Sie sagt, zwischen ihnen sei nichts und er sei einfach jemand, bei dem sie abschalten und reden könne. Ich war in unserer Beziehung eigentlich nie eifersüchtig und habe ihr immer vertraut. Jetzt merke ich aber, dass dieses Vertrauen ziemlich gelitten hat. Ich weiß nicht, ob wirklich etwas passiert ist, aber allein die Situation fühlt sich für mich schon falsch an.

Vor ein paar Tagen sagte sie im Streit sogar, ich sei zu 80 % schuld, dass unsere Beziehung jetzt an diesem Punkt sei. Das hat mich ziemlich überrascht.
Ich sage nicht, dass ich keine Fehler gemacht habe. Natürlich habe ich welche gemacht und wenn ich etwas verbockt habe, habe ich mich auch entschuldigt. Aber wir streiten eigentlich selten. Ich kümmere mich viel um unseren Sohn, koche, putze, erledige Dinge im Haushalt und versuche, für meine Familie da zu sein. Deshalb verstehe ich diese 80 % einfach nicht.
Sie sagt selbst, dass sie mich noch liebt und attraktiv findet, aber eben nicht mehr so wie früher. Und genau da verstehe ich nicht, warum wir nicht versuchen, wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen. Ich habe zum Beispiel angeboten, einen Babysitter zu organisieren. Ihre Antwort war eher: „Ja, vielleicht, weiß ich nicht.“
Inzwischen zweifle ich dadurch an unserer ganzen Vergangenheit. Hat sie mich früher wirklich geliebt? Oder war ich einfach der zuverlässige Mann, die sichere und einfache Wahl? Habe ich vielleicht zu viel gegeben oder Dinge übersehen?
Wir haben uns erstmal Zeit gegeben, um herauszufinden, wie es weitergeht. Aber dieses ständige Hin und Her macht mich fertig. Mal bin ich sauer, mal traurig und an anderen Tagen geht es mir erstaunlich gut.
Wenn sie mich wirklich nicht mehr liebt, tut das weh, aber damit könnte ich irgendwann umgehen. Was mich viel mehr belastet, ist diese Ungewissheit: Einen Tag fühlt es sich an, als wären wir wieder ein Paar, und am nächsten Tag möchte sie möglichst weit weg.
Vielleicht war jemand schon einmal in einer ähnlichen Situation. Mich würde besonders interessieren, ob ihr irgendwann verstanden habt, was euer eigener Anteil an der Trennung war und wie ihr mit diesem ständigen Wechsel zwischen Hoffnung und Loslassen umgegangen seid.

x 1 #1


Heffalump
Willkommen wo keiner sein will

Du hast da ein Päckchen. Nicht nur das dein Attraktivität schwindet, sondern das sie schon Wohnungen besichtigt hat.

Ich würde den Invest vermutlich Ihr gegenüber zurück nehmen. Beim Sohn voll da.

Schau dich im Forum um, du bist nicht allein

x 2 #2


A


Nach 16 Jahren plötzlich Trennung

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alleswirdbesser
Zitat von Nordlicht88:
beim Zocken und hat auch schon mehrmals bei einem männlichen Freund übernachtet. Sie sagt, zwischen ihnen sei nichts und er sei einfach jemand, bei dem sie abschalten und reden könne.

Bei den anderen sind es die netten Arbeitskollegen.

Tut mir leid, der Grund für eure Trennung trägt den Namen des Zockers. Zumindest sagt mir das meine Erfahrung.

x 6 #3


Heffalump
@alex_84

Wird bestimmt dir zur Seite stehen, der hat ein ähnliches Schicksal und auch ganz frisch

x 3 #4


Heffalump
Händi doof


@alex_84

x 1 #5


Heffalump
@Forenleitung

Es gibt einen Konflikt mit einem Nick. Ich schreibe Alex_84

Und Forum verlinkt auf alex-84

x 1 #6


FoolishHeart
Hallo @Nordlicht88 in dem Forum, in das keiner freiwillig kommt.

Zitat von Nordlicht88:
Kurz darauf erfuhr ich nebenbei, dass sie schon einen Termin bei einer Anwältin vereinbart hatte. Dann plötzlich eine Wohnungsbesichtigung. Innerhalb von zwei Tagen war gefühlt schon alles organisiert, ohne dass wir vorher wirklich darüber gesprochen hatten. Durch einen versehentlich geschickten Screenshot sah ich außerdem einen Text mit „Ich suche eine Wohnung für mich und meinen Sohn“. Das hat mich ziemlich getroffen, weil wir nie besprochen hatten, dass unser Sohn einfach mit ihr auszieht. Sie sagte anschließend, sie habe gedacht, ich würde sie aus dem Haus schicken. was ich niemals tun würde.

Wie sich das für mich darstellt, hat sie sich schon länger Gedanken über eine Trennung gemacht. Jemand der solange verheiratet ist, ein Kind hat, kann sowas nicht aus dem Ärmel schüttel ohne sich darüber schon Gedanken gemacht und Informationen gesammelt zu haben...

Zitat von Nordlicht88:
Gleichzeitig verbringt sie inzwischen sehr viel Zeit mit Freunden beim Zocken und hat auch schon mehrmals bei einem männlichen Freund übernachtet. Sie sagt, zwischen ihnen sei nichts und er sei einfach jemand, bei dem sie abschalten und reden könne.

🤔

Zitat von Nordlicht88:
Vor ein paar Tagen sagte sie im Streit sogar, ich sei zu 80 % schuld, dass unsere Beziehung jetzt an diesem Punkt sei.

Hat sie auch gesagt, was genau sie damit meint?

Zitat von Nordlicht88:
verstehe ich nicht, warum wir nicht versuchen, wieder mehr Zeit miteinander zu verbringen. Ich habe zum Beispiel angeboten, einen Babysitter zu organisieren. Ihre Antwort war eher: „Ja, vielleicht, weiß ich nicht.“

Für mich hieße das, dass sie nicht mehr Zeit mit mir verbringen will, sondern Zeit ohne mich...


Zitat von Nordlicht88:
Was mich viel mehr belastet, ist diese Ungewissheit

Das ist immer das Schlimmste, egal in welcher Situation. Dieses nicht wissen. Nicht wissen warum, nicht wissen, wie es weitergeht/ ob es weitergeht.

Im Moment hast du überhaupt keinen Plan und selbstverständlich suchst du die Schuld bei dir. Das mag richtig sein oder auch nicht. Aber um das auch nur irgendwie heraus zu bekommen, muss sie erst einmal sagen was nicht passt. Ohne das, hat es keinen Sinn, dafür das Gedankenkarrussel zu besteigen...

x 2 #7


Liv225
Hallo @Nordlicht88

Willkommen im Forum.

Weißt Du, die, die gehen und uns verlassen, sind im „Austeilen“ und Schuld zuweisen immer groß.
Was meinem Ex damals alles eingefallen ist…:/
Dabei konnten wir Konflikte immer gut lösen.
Das ändert sich. Vor allem wenn im Hintergrund schon ein anderer, neuer Mensch auf die wartet.
Hier hieß es auch erst, er trennt sich, bis er dann doch von der Next erzählt hat.
Ob das bei ihr nicht doch der Fall ist..?
Sie geht auf Wohnungssuche, dann wieder näher und Du kommst mit deinen Gedanken und Gefühlen nicht hinterher.
Das ist ein ganz schrecklicher Zustand.
Dein Herz braucht Gewissheit und keine „Spielchen“.

Ich hoffe, Du kommst aus diesem Zustand bald raus und es klärt sich.
Alles Liebe Dir.

x 3 #8


St_Jappi
@Nordlicht88
Ich glaube, das Zermürbendste an deiner Situation ist gar nicht nur die mögliche Trennung, sondern dieses ständige Wechselbad aus Hoffnung und Enttäuschung.
Wenn jemand eindeutig sagt: „Ich liebe dich nicht mehr, ich gehe“, dann tut das unglaublich weh – aber irgendwann kann man anfangen, sich mit dieser Realität auseinanderzusetzen. Bei dir ist es anders. Mal kommt sie weinend zu dir, umarmt dich, sagt, du hättest etwas Besseres verdient. Dann sieht sie dich und plötzlich sind wieder Gefühle da. Ihr geht Eis essen, ihr lacht miteinander und du denkst vielleicht: Es ist doch noch nicht alles verloren. Gleichzeitig organisiert sie eine Anwältin, schaut Wohnungen an und spricht offenbar schon davon, mit eurem Sohn auszuziehen.
Ich kann gut verstehen, dass dich das völlig verrückt macht. Ich habe selbst erlebt, wie schlimm es sein kann, wenn man nicht weiß, woran man ist. Diese Ungewissheit kann einen manchmal fast mehr kaputtmachen als eine klare, schmerzhafte Wahrheit. Denn solange immer wieder kleine Zeichen der Hoffnung kommen, schafft man es nicht richtig loszulassen – und gleichzeitig kann man auch nicht mehr wirklich vertrauen.
Was ich beim Lesen aber auch denke: Du bist gerade sehr stark damit beschäftigt herauszufinden, was du falsch gemacht hast und was du noch tun könntest, damit sie wieder glücklich wird. Mehr Zeit, Babysitter, mehr Aufmerksamkeit, noch mehr Mühe. Aber eine Beziehung kann man nicht alleine retten – egal, wie sehr man sich anstrengt.
Und diese „80 % Schuld“ würde ich nicht einfach so übernehmen. Natürlich hat wahrscheinlich jeder Mensch seinen Anteil daran, wie sich eine Beziehung entwickelt. Aber eine Zahl wie 80 % klingt für mich eher nach einer Schuldzuweisung als nach einer gemeinsamen ehrlichen Aufarbeitung. Vor allem dann, wenn sie selbst offenbar nicht einmal genau weiß, was sie eigentlich will.
Vielleicht ist im Moment auch gar nicht die wichtigste Frage, ob du zu viel oder zu wenig gegeben hast oder ob du früher etwas übersehen hast. Vielleicht solltest du dich irgendwann fragen: Was brauche ich eigentlich, um in dieser Situation nicht kaputtzugehen?
Denn dieses Hin und Her gibt ihr offenbar die Möglichkeit, weiterhin unentschlossen zu sein – aber du lebst währenddessen jeden Tag zwischen „Vielleicht wird alles wieder gut“ und „Vielleicht verliere ich morgen meine Familie“.
Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man in solchen Situationen schnell anfängt, bei sich selbst zu suchen: Was hätte ich anders machen müssen? War ich nicht aufmerksam genug? Habe ich zu wenig gegeben? Oder vielleicht sogar zu viel? Aber irgendwann habe ich verstanden, dass man sich damit auch endlos selbst beschäftigen und am Ende für Dinge verantwortlich fühlen kann, die gar nicht allein in der eigenen Hand lagen.
Ich würde deshalb versuchen, irgendwann eine Grenze zu setzen. Nicht im Sinne von: „Entscheide dich sofort für mich!“ Sondern eher: „Ich respektiere, dass du gerade nicht weißt, was du willst. Aber ich kann nicht auf unbestimmte Zeit in diesem Schwebezustand leben.“
Und was euren Sohn betrifft: Da würde ich mich an deiner Stelle auch nicht einfach vor vollendete Tatsachen stellen lassen. Er ist euer gemeinsames Kind und Entscheidungen darüber, wie es weitergeht, sollten nicht einseitig getroffen werden.
Ob es einen anderen Mann gibt, weiß niemand. Vielleicht ist da nichts Körperliches. Aber ich kann verstehen, dass dein Vertrauen leidet, wenn sie in einer Beziehungskrise regelmäßig bei einem anderen Mann übernachtet und gleichzeitig sagt, sie wisse nicht, ob sie sich von dir trennen will. Ich glaube, du musst dir auch nicht einreden, dass dich das alles nicht stören dürfte.
Was eure Vergangenheit betrifft: Ich glaube nicht, dass du jetzt automatisch alles infrage stellen musst. Menschen können sich ehrlich lieben und trotzdem irgendwann in eine Krise geraten oder sich verändern. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass die vergangenen Jahre gelogen waren.
Mein Eindruck beim Lesen ist: Du suchst verzweifelt nach einer Erklärung, die dir wieder Kontrolle gibt. Wenn du nur herausfindest, was dein Fehler war, kannst du ihn vielleicht reparieren. Aber manchmal liegt das Problem leider nicht darin, dass einer den entscheidenden Fehler gemacht hat. Manchmal ist ein Mensch selbst völlig durcheinander – und der Partner kann das nicht für ihn lösen.
Ich wünsche dir wirklich, dass du bei allem Kampf um eure Beziehung nicht irgendwann dich selbst verlierst. Denn so hart es ist: Du kannst ihr anbieten, gemeinsam an der Beziehung zu arbeiten. Du kannst dich verändern und deinen Anteil anschauen. Aber du kannst ihre Entscheidung nicht für sie treffen und ihre Gefühle nicht für sie reparieren.
Und vielleicht ist genau das im Moment das Wichtigste: Nicht nur darauf zu warten, was sie will – sondern auch langsam wieder herauszufinden, was du eigentlich willst und was du bereit bist, auf Dauer mitzumachen.

x 1 #9


St_Jappi
Ich erkenne mich in deinem Text an vielen Stellen wieder, denn so ähnlich habe ich es selbst erlebt. Dieses ständige Hin und Her und die Ungewissheit haben mich damals fast mehr belastet als die eigentliche Trennung. Sorry er ist ein bisschen lang geworden.

x 1 #10


N
Ach ja, und sorry, dass ich hier direkt ohne Hallo reingestolpert bin irgendwie beim kopieren verloren gegangen😵‍💫 habe erst jetzt gemerkt.

x 1 #11


N
@St_Jappi Hallo und danke für deine ausführliche Antwort.
Besonders der Gedanke, dass ich vielleicht so sehr nach meinem Fehler suche, weil ich glaube, ihn dann reparieren zu können, hat mich getroffen. Ich arbeite technisch und bin wahrscheinlich genau so gestrickt: Problem finden, Ursache beseitigen, fertig. 😅
Langsam merke ich aber selbst, dass das hier so nicht funktioniert. Ich merke auch, dass sich bei mir etwas verändert. Am Anfang wollte ich hauptsächlich wissen, wie ich unsere Ehe retten kann. Mittlerweile frage ich mich immer öfter, ob ich unter diesen Umständen überhaupt noch zurück in die alte Beziehung könnte. Vor allem mein Vertrauen hat gelitten.
Genau dieser Schwebezustand ist momentan wahrscheinlich wirklich das Schlimmste für mich.

x 2 #12


N
Danke euch erstmal für die Antworten. Es hilft mir tatsächlich, das mal von außen zu lesen.
Zu den 80 %: Nein, sie hat mir bisher nicht wirklich konkret erklären können, was genau diese 80 % sein sollen. Es kommen eher Aussagen wie „du hilfst mir nicht“ oder „wir können nie etwas besprechen“. Das kann ich teilweise verstehen, weil wir wirklich kaum Zeit füreinander hatten. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich mich komplett aus Familie oder Haushalt zurückgezogen hätte, eher im Gegenteil. Genau deshalb würde ich gern verstehen, was ich vielleicht übersehen habe.
Dass sie sich schon länger mit Trennung beschäftigt hat, denke ich inzwischen auch. Anwältin und Wohnung kamen für mich nur extrem plötzlich, weil sie mir vorher gleichzeitig noch gesagt hat, dass sie selbst nicht weiß, was sie will.
Bei dem männlichen Freund weiß ich wirklich nicht, was ich glauben soll. Sie sagt, da sei nichts, und ich habe keinen Beweis für etwas anderes. Trotzdem fühlt es sich für mich natürlich nicht gut an, wenn sie dort so viel Zeit verbringt und auch übernachtet. Mein Vertrauen hat dadurch auf jeden Fall gelitten.
Mit dem Babysitter meinte ich auch nicht, dass ein gemeinsamer Abend plötzlich unsere Ehe rettet. Mir ging es eher darum, überhaupt wieder einmal Zeit als Paar zu haben und zu schauen, ob zwischen uns noch etwas da ist. Ihre Unsicherheit dabei macht mich natürlich nachdenklich.
Ich glaube, mein größtes Problem ist tatsächlich diese Ungewissheit. Wenn sie klar sagen würde „Ich will nicht mehr“, würde es weh tun, aber ich könnte anfangen, damit umzugehen. Dieses ständige Hin und Her ist für mich momentan das Schwerste.

#13


unbel-Leberwurst
Zitat von Nordlicht88:
Zu den 80 %: Nein, sie hat mir bisher nicht wirklich konkret erklären können, was genau diese 80 % sein sollen

Sie muss jdiese Trennung irgendwie rechtfertigen, auch vor sich selber. Da werden dann vielleicht schon mal verzweifelt irgendwelche Argumente an den Haaren herbeigezogen oder an und für sich gute Dinge kleingeredet.

#14


Stella31
Zitat von Nordlicht88:
Bei dem männlichen Freund weiß ich wirklich nicht, was ich glauben soll. Sie sagt, da sei nichts, und ich habe keinen Beweis für etwas anderes. Trotzdem fühlt es sich für mich natürlich nicht gut an, wenn sie dort so viel Zeit verbringt und auch übernachtet

Das ist für mich der vermutlich naheliegendste Punkt, weshalb du dir zwar noch 1000x Gedanken darüber machen kannst, was du alles falsch gemacht hast, aber trotzdem zu keinem guten Ergebnis kommst.

In der Regel sind die angeblich nur guten männlichen Freunde doch ein bisschen mehr als platonisch.
Und das wird eben so lange nicht zugegeben, bis alles schön eingetütet ist und der Absprung leicht fällt.

Ich denke, da kannst du dir noch so viel Mühe geben, aber sollte sie eine Affäre haben, ist sie meilenweit von dir entfernt!

#15


A


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