Hi lone 77.
Wenn 77 für Dein Geburtsjahr steht, dann sind wir gleichaltrig. Zu Deiner Frage: nein, du stehst nicht am Anfang. Von Dieser Neue an seiner Seite war es für Dich vor allem nötig/wichtig zu wissen, um schlussendlich realisieren zu können, dass es Aus und Vorbei ist. Auf jeden Fall für ihn. Ich weiss wie Du Dich gerade fühlst... Bei mir ist es der 7. Monat seit der Trennung. Ich fühle mich derzeit gut. Aber die ersten 3 Monate.... die waren am schlimmsten. Ich konnte kaum existieren, nur geheult, kaum geschlafen, ständig gegrübelt und es schmertzte im Herzen wahnsinnig stark. Der Trennungsschmerz hat erst nach 14 Wochen nachgelassen. Aber dazu hat sicherlich die Tatsache beigetragen, dass ich 10 Wochen nach der Trennung direkt von ihm erfahren hatte, dass er bereits 2 Wochen nach unserer Trennung eine Neue kennenglernt hatte. Mit ihr ist er nach wie vor überglücklich zusammen ("ich mag diese Frau sooo sehr", hat er zu mir mal über sie gesagt, als wir uns 10 Wochen nach der Trennung gesehen hatten). Kannst es Dir vorstellen wie sich dieser Satz für mich angehört/angefühlt hat...
Wir hatten noch ein paar Male Kontakt (ich hatte die KS jeweils 3 Monate lang durchgezogen und danach hatte mich selber bei ihm gemeldet, weil ich ihn stark vermisst hatte). Durch solchen Kontakt hatte ich mich in meinen Gedanken bestätigt, dass er noch lange vor unserer Trennung mit uns durch war. Nur ich war ein Spätzünder. Dass er gerade eine glückliche Beziehung führt hat mich auch zum gewissen Grad geholfen ihn loszulassen. Denn was kannst du da noch machen...Ich war sehr davon betroffen. Und wie fast jede Frau habe ich stark an mir gezweifelt ( vor allem nachdem ich seine Neue gesehen hatte: sie übertrifft mich in allen Hinsichten). Es war sehr schmerzhaft diese Erkenntnis zu akzeptieren. Aber hier hilft nur die Zeit. Viel Zeit. Irgendwann wird es einem alles egal, nachdem man über die Sache tausend Mal nachgedacht hat und sie mehrmals durchgekaut hat. Lass Dir Zeit. Zumindest 6 Monate. Nimm es Dir als Ziel: 6 Monate einfach von einem Tag in den anderen hinein zu leben, ohne besondere Wünsche oder Ansprüche dabei zu haben. Zeit wird für Dich arbeiten. In 6 Monaten wirst Du die Trennung mit anderen Augen sehen. Es wird nicht mehr so arg schmerzen, du wirst dich damit abfinden und sie gehorsam annehmen.
Bei mir ist es eine grosse Enttäuschung, die zurückgeblieben ist, die werde ich irgendwie nicht wirklich los. Evtl. brauche ich noch mehr Zeit. Aber ihn will ich nicht mehr zurück. Ist auch für mich vorbei.
In den ersten 3 Monaten, wo es mir schlecht ging, habe ich viel über Trennungen /Umgang mit Trennungen gelesen (e.g. Ratgeber "Umarme dich selbst") und viel darüber mit Freunden geredet. Das hat mir geholfen. Und die KS. Jedes Mal, wo ich sie gebrochen hatte, ging es mir für ein paar Wochen genauso wie am Anfang: sehr schlecht. Aber dann beruhigt man sich wieder. Neue Informationen über den Ex helfen einem ihn loszulassen, denn diese Info spricht für sich: du gehörst zu seinem Leben nicht mehr...
Auch jetzt, wenn ich mich dabei erwische, dass ich neugierig werde und mich nach seinem Leben im Facebook und Co. erkundige, bin ich wieder etwas down. Aber nicht weil ich ihn zurück will oder ihn liebe, nein, das ist meine Eitelkeit und mein Ego, die sich wegen der zugefügten Verletzung melden. Da denkt man nur: ich wurde von dem Mann, den ich mit Haar und Haut liebte, ausgetauscht... Er hat sich eine bessere gefunden, ich bin nicht viel wert... Aber wie gesagt: das sind normale Gedanken, wenn man verlassen wird.
Auch dieser Zustand vergeht.
Am besten ist es, wenn man sich nicht mehr über den Ex informiert, sondern nur auf sich schaut. Wenn diese Neugier nicht da wäre....
Wünsche Dir viel Geduld.
Sei geduldig mit jedem Tag deines Lebens (c).