Zitat von Kenntmich82: Du sagtest dir ging es ähnlich. wie hast du es geschafft da raus zu kommen und die "Kröten" sich nicht mehr schön zu reden? Wie bist Du mit Deiner Frau umgegangen und eurer Ehe umgegangen?
Bei uns gab es ein paar Unterschiede. Meine Frau hat proaktiv gebeichtet. Meine Frau hat dann gesagt, dass wir Mal schauen was passiert. Und ich wir ein Löwe gekämpft. Meine Frau hatte den Typen immer noch als moralische Unterstützung.
Das war so die Hauptkrux. Irgendwann ist bei mir eine Sicherung durchgebrannt und ich bin ausgezogen.
Das war der Moment wo sie entscheiden müsste Hop oder top. Zum ersten Mal waren wir ins wirkliche Gespräch gekommen, wo wir beide ausloteten, was wir wollen.
In dieser Zeit hatte ich die Tür aufgehalten aber auch unmissverständlich und klar gesagt, was für mich eine unüberwindbare Grenze ist.
Ich glaube unser weiteres Glück war, dass wir in einer christlichen Stiftung an einem Programm über drei Jahre teilgenommen haben.
Es war keine Paartherapie, sondern ein Beziehungstraining. Sehr hart und ging oft an die Substanz weil man gezwungen war, sich mit sich selbst zu beschäftigen.
Und neben allen Maßnahmen die wir installiert hatten ploppten die großen Themen zwischen uns ja edes Jahr auf. Jedes Mal neue Aspekte. Ich glaube hier haben wir beide fair und neutral kapiert, was wir dem anderen angetan haben.
Hier wurden die Prozesse gestartet und moderiert.
Ich habe verstanden dass meine Frau gesehen werden will und sie verstanden hat, dass es die richtige Entscheidung war, mich zu heiraten. Und dass wir uns neu sortiert besser denn je aufeinander einlassen.
Wie ging/ gehe ich mit meiner Frau um.
Nun ich mache schon einiges unabhängig von ihr, Kapsel mich aber nicht ab. Wir sind im Kontakt. Wir führen regelmäßig ein formelles Gespräch. Hier erfahren wir vom anderen wie es ihm wirklich geht.
Auch höre ich aktiv zu und gehe auf sie ein ohne, dass ich mich vernachlässige.
Ich war nie eifersüchtig aber zwischenzeitlich war sie für mich da,wie ein Möbelstück. Klar hatten wir noch Sex, aber hmm. Wir hatten keine Ehe.
Und im Nachgang war ich zunächst sehr von Verlustangst getrieben.
Habe versucht, Stück für Stück sie von dem zu trennen, was mich verletzt hat.
Wie gesagt irgendwann ist es eskaliert.
Und dann ist es auch in meinem Kopf gekippt. Ja ich will die Ehe mit dieser Frau, aber nicht um jeden Preis.
Eine wichtige Erkenntnis hatte ich auch so richtig tief verstanden: ich kann alleine nichts retten. Wenn schaffen wir es nur gemeinsam. Das wiederum hatte Konsequenzen für meine Frau der das nun auch klar wurde. Und so wich das genervt sein und endlich durchlief sie den tennungsprozess zu ihm und verstand dass sie nur einen haben kann.
Sie hat kapiert, dass sie ihre Bedürfnisse auch mit mir kommunizieren muss in meiner Sprache, damit ich auf sie eingehen kann..
Die Moral aus meiner Geschichte ist, dass man zu schnell sich sicher fühlt. Und dass die Wahrheit auch vollständig sein muss. Und dass das Glück der Ehe nur ein addon ist.