Lisaa
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ich bin weiblich und 25 Jahre alt. Vor zwei Tagen trennten mein Partner (36) und ich uns einvernehmlich nach einer 2 1/2 jährigen Beziehung. Wir haben keine Kinder und wohnen getrennt voneinander. Der Trennungsabend lief sehr anständig ab, kein Streit, keine Vorwürfe, sehr viel Einigkeit.
Das Ende der Beziehung sahen wir beide schon länger kommen, Gründe dafür waren fehlende Kommunikation und vorallem fehlende Nähe. Er konnte sich emotional nie vollständig öffnen, ich verschloss mich irgendwann körperlich. Folglich bekam ich von ihm sehr viel Druck unser Sexualleben wieder aufblühen zu lassen, leider immer wieder ohne Erfolg. Ich konnte ihm keine körperliche Nähe schenken, weil er keine Gefühle zeigen konnte. Aus diesem Teufelskreis haben wir es leider nicht raus geschafft. Dazu kam, dass unsere Zukunftspläne stark abwichen. Ich bin sehr familiär, möchte eigene Kinder, für ihn dagegen kommen Kinder nicht in Frage. Unterbewusst wusste ich, dass diese Beziehung nicht für ewig bestehen bleibt.
Seit Wochen, wenn nicht Monaten dachte ich immer und immer wieder über eine Trennung nach, konnte mich aber nie lösen, aus Angst alleine zu sein, eine Fehlentscheidung zu treffen oder unglücklich zu werden.
Vor zwei Tagen war es dann aber soweit und obwohl ich mich darauf vorbereiten konnte zieht es mir jetzt den Boden unter den Füßen weg. Heulkräpfe gepaart mit Trauer, starker Leere und Hoffnungslosigkeit dominieren meinen Alltag. Ich fühle mich schuldig, ihn lange als selbstverständlich angesehen zu haben, jetzt wo er weg ist. Er war trotz allem mein Vertrauter, mein bester Freund und Beschützer. Wir hatten den selben Humor, sind beide eher ruhigere Charaktäre mit denselben Interessen und haben uns, ohne Eifersucht, unsere Freiräume gelassen.
Ich mache mir Vorwürfe an dem Sexleben nicht gearbeitet zu haben und ihm nicht mehr Aufmerksamkeit geschenkt zu haben. Gleichzeitig weiß ich, dass es wahrscheinlich auf lange Sicht nichts geändert hätte. Ich habe ständig diese unterschiedlichen Gedanken und Hoffnungen.
Ich fühle mich Elend, körperlich wie auch psychisch und hoffe auf Ratschläge und eure Meinungen.