Zitat von It`sme:Hallo ich bin das,
Zitat: Der "Show Down", nach knapp 2 Jahren und viel zu vielen Monaten an Selbstzweifel sowie der eigenen Vermutung selbst "Verrückt" zu werden, fand erst am letzten Sonntag statt. Diesen konnte ich erst zulassen, nachdem ich dieses Fiasko verarbeitet habe. Vom Bewusst werden bis zum Ende hat es einige Zeit gebraucht, allerdings konnte ich mich, nachdem mein Verdacht entstand, während der Zeit des los lassen' s, mit der NPS intensiv beschäftigen.
Was ich absolut nicht schnalle ist folgendes: Du bist erst seit letztem Sonntag getrennt richtig? Wann hast Du dann das fiasko verarbeitet? Während "der zeit des Loslassens" in der Beziehung? Ich versuche nur, es zu verstehen, bitte fühle Dich nicht angegriffen.
Ich hatte ebenfalls eine Beziehung zu einem diagnostizierten NPSler vom feinsten und bin zu ähnlichen Erkenntnissen wie Du gelangt. Diese Beziehung hatmich wie keine andere gezwungen, mich selbst anzuschauen. Ich würde sagen, es war die Hölle und doch bin ich mir selbst sehr nah gekommen...dieses massive Allein gelassen werden führte dazu dass ich mich mit mir selbst konfrontierte. Früher konnte ich nicht ohne Mann in meinem Kopf. Das hat sich grundlegend geändert: nun bin ich sehr gerne solo.
Ich bin schon seit etwa einem Jahr von ihm gelöst und zwar richtig gelöst. Er beshäftigt mich kaum noch, interessanter finde ich mich

Zudem habe ich mein ganzes Beziehungsdenken, mein Liebesbild radikal geändert, ich unterlag soooooo vielen Irrtümern u.a. ER soll mich erlösen, ich brauche ihn, ich kann ihn mit meiner Liebe heilen etc. Welch Irrtum! Jetzt gibt es ein Ich und auf der anderen Seite ein Du und zwischendurch gibt es ein Wir. Dieses Ich löste sich zuvor manchmal regelrecht auf wenn das Du sich weigerte zum Wir zu verschmelzen. Ich habe viel gelernt.
Liebe Grüße an euch.
Ja, Liebe It`sme,
Du verstehst es richtig. Schon vor vielen Monaten begann sich die Spirale des Abschieds langsam dem Ende zu zudrehen. Ganz ehrlich bekam das Ende schon mit der Grundsteinlegung eine Geschichte. Damals hatte ich dann plötzlich zu viel Sand in den Augen...
Und als ich dann "schnallte"

was hier wirklich abging, setzte ich mich damit auseinander. Dazu sei gesagt, dass mit meinem Partner eine effektive Diskussion nicht möglich war und ist. Alles was gesagt wurde, ob in Liebe oder Wut, wurde und wird gegen jeden anderen verwendet, oder als Anklage betrachtet, oder Schuldzuweisung. Demzufolge erfolgt die totale Verteidigungshymne. Die ich dann irgendwann nicht mehr hören konnte. Es ist jetzt ca 1/2 Jahr her, da fing ich an mich mit der Störung des "Gastes" zu befassen. (Dieser Gedanke kam mir erst am Montag.

)
Ich habe dann, bis Sonntag, die Resignation, die Trauer und die Wut schon hinter mir gelassen. (Schlussendlich kam mir dieses ganze Drama irgendwie bekannt vor. Einst in Blau mit Rosa, Grün, Gelben Punkten. Damals ging es nicht um die NPSt. Brachte allerdings eine Single Frau hervor, die wußte was sie wollte.)
Den Gast- Gedanken finde ich für mich sehr gut. Denn, sie sind Gäste in unserem Leben. Liebe Gäste dürfen kommen und gehen, die weniger Lieben gehen besser für immer. Das ist wie eine Partnerschaft, die immer eine Probezeit ist. So manch einer besteht diese nicht.
Bei diesem ganzen Drama schließe ich mich als Beteiligte nicht aus. Ich brauchte diese Zeit der Entwicklung um endlich Klar MICH sehen zu können. Sonntag konnte ich endlich für mich entscheiden und, es ist endlich gut.
Wie in dem Script im Narzissten Net beschrieben, muss jeder seinen Anteil erkennen.
Für mich werden die positiven Seiten in Erinnerung bleiben und, das positive am Leben wird mich zurückerhalten. Da war ich schon einmal. Nachdem ich mir unbedingt die Narzissten- Therapie antun musste, werde ich schneller wieder in meinem früheren Leben sein als gedacht. Liebe Freunde , meine Familie und mein Wille sind unendliche Stützen.
Ja, unsere Geschichten ähneln sich.
Zu dem Zustand hier habe ich eine kleine Geschichte geschrieben, die ich ihm zu lesen gegeben habe. Wie so vieles was mit Emotionen zu tun hat, hat er diese auch bloß nicht verstanden.
Nicht wundern, ich schwanke zwischen absolutem Sarkasmus und Lachanfällen und, finde es auch Klasse, dass ich endlich wieder über mich Lachen kann. Es brauch noch einige Tage, dann habe ich meine Mitte wieder gefunden.
Hier hänge ich Dir die Geschichte an, die damals als ich sie schrieb ein anderes Ende hatte:
Der schwierigste Mensch für uns sind wir selbst, aber wir sind für uns auch der wichtigste Mensch. Kein Mensch wird kommen und unsere Sehnsucht erfüllen.
Wir sind die Produzenten unseres Beziehungs- und Sexuallebens. Wollen wir etwas verändern, dann sollten wir uns unserem inneren Wesen, das in unserer frühsten Kindheit geprägt worden ist, zuwenden. Wenden wir uns uns selbst zu, dann erfahren wir, was wir unbewusst in unserem Leben veranstalten und nur dann können wir es ändern und selbst bestimmen. Menschen, denen wir begegnen, zeigen uns nur wo wir emotional stehen.
Und nun…
Wo stehen wir?
Was geschieht also mit einem Partner Namens „xyz“.
(Ursache und Wirkung.)
Die Psychischen Verletzungen, erlebte Rücksichtslosigkeit und Missachtung der Bedürfnisse dieser „xyz“ sind Ursache.
Die Wirkung ist ein übrig gebliebener fahler Rest ihres Selbst.
Sie, vor Zwei Jahren ein blühendes, lebenslustiges Wesen, lernte einst einen sprühenden, lebenslustigen, Partner kennen…
Und dann…
"Ein paar Handschuhe"
Ich war weiblich, verwegen, ich war frei und hatte lange blonde Haare.
Mein Mann lernte mich kennen, ich lernte ihn kennen. Ich machte ihn mit vielen „weiblichen Mitteln“ an. Egal wo ich ihn traf, war er schon fast wieder auf „dem Sprung“ und nicht da. Allerdings verband uns der gemeinsamer Traum von Bonny & Clyde.
Es ist nun ca. 2 Jahre her, die 12 Monate davor war ich einfach nur vollkommen platonisch verknallt in ihn.
Damals war ich eingefleischte Single- Frau, trug schwarze Lederklamotten, tolle Schuhe und s.y Dess. und hatte blonde lange Haare.
Selbstverständlich hatte ich auch ein Outfit für besondere Anlässe.
Dann trug ich „das kleine Schwarze“, s.y Strümpfe und High- Heels.
Hausarbeit war ein Vergnügen, dem ich wann auch immer mit Bravur nachging.
Und ich mochte mich und mein Leben.
So also lernte er mich kennen.
" Du bist meine Traumfrau. Du bist so weiblich, so s.y und so frei."
Mit der Freiheit war es alsbald vorbei, da wir beschlossen zusammen zu ziehen.
Warum auch nicht, ich war weiblich, s.y, fast frei und ich hatte lange blonde Haare.
Allerdings nur bis zum Einzug.
Kurz danach hörte ich ihn sagen: "Du könntest wenigstens öfter Wäsche und den Haushalt machen, schließlich brauche ich saubere Kleidung zum anziehen und will mich privat und beruflich entfalten und in der Wohnung wohlfühlen."
Stunden, - nein Tage später und endlose Tränen weiter gab ich nach und wusch öfter die Wäsche und putzte nun für Zwei, denn schließlich liebte ich ihn, und was soll` s,
ich war weiblich, s.y, fast frei und meine Hände taten weh vom waschen und putzen.
Und ich war soooo lieb.
"Schatz ich liebe Dich so wie Du bist" hauchte er.
Das Leben war in Ordnung obwohl an meinen Händen schon schmerzhafte Risse und Hornhaut entstanden.
Es folgten Wochen friedlichen Zusammenseins bis mein Mann eines Tages mit einer neuen Geschäftsidee vor mir stand. Er holte verbal aus, und berichtete mir von seinem neuen Leben in Berlin (bei dem Wort läuft es mir schon eiskalt den Rücken runter) und seinen neuen Bekannten und neuen Zielen und sagte:" Akzeptier das einfach mal als gegeben."
Tage, Wochen, nein Monate und endlose Papiertaschentücher weiter gab ich nach, und putzte und wusch. Es folgten schier endlose Diskussionen, um Mitbeteiligung an den häuslichen Dingen des Alltags und Auseinandersetzungen, um einen offenen und Ehrlichen Umgang miteinander.
Aber ich war weiblich, s.y, fast frei und meine Hände taten weh vom waschen und putzen, mein Mund bildete schon Fusseln vom vielen Reden.
Dann folgte der größte Kampf. Der Kampf um Anerkennung und Bestätigung.
Allerdings dauerte er nicht sehr lange, denn mit herabgesetztem Selbstwertgefühl im Putzkittel lässt es sich nicht sehr gut kämpfen. Außerdem drückten gewisse Lügen die mir aufgetischt wurden, was mich auch mürbe machte.
Aber was soll` s, ich war weiblich, spießig, fast frei, s.y, meine Hände taten weh vom waschen und putzen, mein Mund bildete schon Fusseln vom vielen Reden und mein Selbstwert war am Boden.
Mit den Monaten folgten viele Kämpfe, die ich allesamt in einem Meer von Tränen verlor.
Ich spülte, bügelte, kaufte ein, lernte mich noch mehr zu verkriechen, trank lieblichen Rotwein und ging schon lange nicht mehr Sonntag` s spazieren.
Was soll` s dachte ich, ich bin Nichts, gefangen, fühlte mich mies und ich war weiblich, spießig, fast frei, wenig s.y, meine Hände taten weh vom waschen und putzen, mein Mund bildete schon Fusseln vom vielen Reden und mein Selbstwert war am Boden, war erheblich gealtert und weniger wert als ein Staubfussel.
Eines schönen Tages stand mein Mann mit gepackten Koffern vor mir und sagte:
"Ich verlasse Dich."
Völlig erstaunt fragte ich ihn nach dem Grund.
"Ich liebe Dich nicht mehr, denn Du hast Dich so verändert. Du bist nicht mehr die Frau, die ich mal kennen gelernt habe."
Vor kurzem traf ich ihn wieder.
Seine "Neue" ist eine langhaarige Blondine, bis vor kurzem war sie eine eingefleischte Single- Frau, trug schwarze Lederklamotten, tolle Schuhe und sicherlich s.y Dess., die mich mitleidig ansah.
Ich glaube, ich werde Ihr ein paar Handschuhe schicken.