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Neuanfang nach Borderline Beziehung Erfahrungen?

Papademus

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Hallo,

Ich wende mich mit meinen Post hauptsächlich an Mitglieder, die eine Beziehung mit einer Borderlinerin / einem Borderliner hinter sich haben und danach wieder neue Liebe gefunden haben. Natürlich freue ich mich aber auch über die Meinung von Mitgliedern, die noch keine solche Erfahrungen machten.

Nochmal kurz zu meiner Vorgeschichte: Um Beginn dieses Jahres endete meine (kurze) Beziehung mit einer Frau, die mir erst später mitteilte, dass sie eine Borderline Störung habe. Diese Trennung war ziemlich das schmerzhafteste, dass ich in meinem Leben erfahren musste, diese unglaubliche Intensität an Gefühlen die ich ihr gegenüber hatte, dieses Ausmaß in dem ich mich auch von ihr geliebt fühlte - alles bis dahin Unbekannt für mich. Und dann der plötzliche Cut von ihrer Seite aus von einem Tag auf den anderen, aus dem scheinbaren, beidseitigen perfekten Glück heraus.

Mittlerweile ist das für mich Schnee von gestern und ich trauere ihr nicht mehr nach, möchte sie nicht mehr zurück. Dennoch verfolgen mich gewisse Aspekte noch in die Gegenwart:

Ich hoffe ich schaffe es, die ganze Folgegeschichte so zu strukturieren, dass sie für euch nachvollziehbar sind.

Nachdem der Trennungsschmerz erträglich war, lernte ich unter anderem Frau B (Eselbrücke: Borderline), kennen, die mich wiederum gleich von Anfang an sehr faszinierte, mir aber gleich am Anfang sagte, dass sie vor kurzem stationär auf der Psychiatrie zur Krisenintervention war, ihr frisch eine BPS diagnostiziert wurde. U.a. startete sie mit einer DBT-Gruppe und möchte ihre Probleme angehen und sich so weit wie möglich behandeln lassen. Trotzdem war dies dort schon ein Ausschlusskriterium für mich, etwas mit ihr anzufangen. Den Kontakt mit ihr erhielt ich trotzdem aufrecht: Wir konnten uns stets blendend unterhalten, die Gespräche mit ihr und sie faszinieren mich nach wie vor. Hin und wieder bringt sie sehr s. Andeutungen oder versucht sich s. Anzunähern. Sie ist in einer Beziehung (und laut ihren eigenen Aussagen möchte ihr Partner nicht, dass sie mit anderen Männern schläft, sie würde sich das wünschen), was mir sowieso schon sagt, wie sie so drauf ist und das sie für mich keine geeigente Partnerin wäre, da s. Treue für mich wichtig ist, weshalb ich diese Annäherungen nicht zugelassen habe - ihr u.a. auch gespiegelt habe, dass dies ihren Partner sehr verletzen würde und das auch Dinge sind, die sie im Laufe ihrer Behandlung vermutlich lernen sollte, um ihre Ziele zu erreichen. (unter anderem leidet sie sehr darunter, dass ihre Beziehungen so labil sind - ich erklärte ihr diesbezüglich sehr deutlich, dass sie hier auch sehr viel Gestaltungsspielraum hat, wie ihre Beziehungen so verlaufen und fremdgehen etc. von ihrer Seite, diese nicht fördern). Sie reagierte dankbar darauf, schien an so etwas tatsächlich nicht gedacht zu haben, bzw. hätte von ihrer Impulsivität überwältigen lassen.

Ebenfalls lernte ich jetzt vor ein paar Wochen Fr. A kennen. Zuerst Chatkontakt, mittlerweile einige persönliche Treffen mit ihr, letztens auch schon miteinander geschlafen. Sie ist bildhübsch, s. für mich sehr anziehend und mir auch sehr sympathisch - haben sehr schöne Nachmittage und Abende miteinander . Ich bin froh, dass ich sie momentan habe. Sie hat sich laut eigener Aussage, wie ich, ebenfalls viel zu schnell in ihre letzte Beziehung gestürzt und diese endete ähnlich wie meine letzte. Wir beide haben als Ziel uns zuerst einfach sehr gut kennenzulernen, uns wirklich Zeit zu lassen dabei und einfach mal zu schauen wie es weiter geht - mit was ich sehr einverstanden bin. Trotzdem gibt es aber einiges was mir so durch den Kopf geht - zwar nicht wenn ich mit ihr zusammen bin - aber wenn ich alleine etwas nachdenke:
- Mit ihr ist alles im Verhältniss zu meiner Ex so "ruhig". Wenn ich mit Fr. A. kuschle etc. finde ich es zwar sehr schön, wenn ich meine Ex im Arm gehalten habe "beamte es mich fast von diesem Planeten" vor lauter Glück. vielleicht. schwer nachvollziehbar für jemanden, der dies nicht erlebte, besser kann ich es nicht beschreiben.
- Mit meiner Ex war von Anfang an so eine absolute "Vertrautheit" da, als ob ich sie schon ewig kennen würde, ich weiß wie sie ist, auch als wir uns noch nicht lange kannten. Die oft beschriebene "Seelenverwandschaft" die von "Betroffenen" von Borderlinerinnen so häufig enannt wird. Bezüglich Fr. A. bin ich nun eher misstrauisch, gebe wenig auf die lieben Worte die sie mir so schreibt und sagt, denke mir häufig, dass ich diesen Menschen ja erst ein paar Wochen kenne. Auf der einen Seite sehe ich dies als gesund an, rational ist es aufjedenfall. Auf der anderen Seite fühlt es sich so seltsam an, nun wieder doch distanzierter zu der Frau zu sein, mit der ich momentan doch auch sehr viel Intimität teile etc. Es ist so anders wie bei der Ex.
- Nun warum ich Fr. B beschrieben habe: Letztens kam ich in die Situation, dass mich Fr. B. für mich recht überraschend umarmte - es war "nur" eine Umarmung, trotzdem so anders - ich kann nicht sagen, wie sie das so gemacht hat, mich traf wieder so eine gewaltige Wucht an Emotionen, wie ich sie vorher nur von meiner Ex kannte - ihr Gesichtsausdruck als sie die Umarmung startete, wie sie ihren Kopf gegen meine Brust schmiegte und mich ihre Hände streichelten - nichts in Richtung freundschaftlich. Ein so schönes Gefühl. Ich stieß ebenfalls auf den Begriff der Übertragung und Gegenübertragung, die mit Menschen mit BPS doch außerordentlich stark ausfallen können, ich schätze es geht in diese Richtung. Und diese "Kicks" gehen mir mit Fr. A. doch irgendwie ab. Von Fr. B. werde ich auf das ganze nun zu meinem Selbstschutz etwas mehr Abstand waren.

Ich weiß also, dass ich nach wie vor emotional für die Frauen mit BPS sehr anfällig bin. Mein Verstand schützt mich und ich weiß, dass es wenig Sinn macht, diesem Gefühl nachzugehen - früher oder später würde ich dafür einen heftigen Preis zahlen. Ich denke Fr. A. ist eine psychisch gesunde Frau, vielleicht läuft es genau darum auch so viel unspektakulärer wie bei der Ex oder löst weniger in mir aus wie es Fr. B. kann. Wie gesagt, schön ist es trotzdem lediglich dieser absolute "Kick" geht mir ab.

Könnt ihr verstehen was ich diesbezüglich meine? Habt ihr selber diesbezüglich Erfahrungen? Danke für euere Antworten.

21.07.2018 12:54 • x 2 #1


DorisH


Verrenne dich da nicht zu sehr. Dieses Seelenverwandtschafts-Gefühle kenne ich auch aus zwei Freundschaften, die schon sehr lange Bestand haben.

Bei dir wird das gerade zu einem Warnzeichen umgedeutet. Das sollte es nicht sein.

Deine Erwartungen prägen auch Deine Beziehungen. Wenn dieses Vertrautheitsgefühl jetzt schlechte Erwartungen in die hervorruft, kann das Probleme geben mit Menschen, die wirklich gut zu dir passen würden!

21.07.2018 13:02 • x 1 #2



Neuanfang nach Borderline Beziehung Erfahrungen?

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Arnika

Arnika


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Mein Schatz hat kürzlich fast dasselbe zu mir gesagt, wie du die Umarmung mit deiner Ex beschreibst. Und ich habe kein Borderline. Scheint also nicht zwingende Voraussetzung
Vielleicht ist Frau C, D, oder E die richtige Wahl.

21.07.2018 13:10 • x 1 #3


solonely


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Vielleicht hat Dich die Beziehung zur Borderlinerin selber schon stark geprägt.
Nach einer Beziehung mit einer Borderlinerin ist das wichtigste absolute Kontaktsperre

21.07.2018 13:18 • #4


Tringi89


Mit Frau A läuft alles normal und harmonisch. Harmonie= ruhe. Das mögen die meisten eigentlich. Ich mag es zumindest wenn ich keine ständigen Gefühlsachterbahnen fahren muss.

Wenn du aber einen Kick suchst und auf schnelle Vertrautheit die letztendlich gar nichts zu bedeuten hat aus bist, dann trenn dich von Frau A denn sie hat was besseres verdient.

21.07.2018 13:19 • x 1 #5




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