Ronja85
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Hier ist zu sagen, dass ich von Anfang an Schwierigkeiten hatte mich meinem ExFreund zu öffnen. Ich teilte ihm auch mit, dass ich dafür sehr lange brauche, aber ich wusste nie warum. Ich konnte nie über meine Gefühle und Probleme sprechen. Ich denke deshalb hat er sich mehr und mehr zurückgezogen. Das habe ich gemerkt, aber auch nichts gesagt. Je länger die Beziehung ging, desto mehr klammerte ich mich an ihn - jedoch ohne mich emotional zu öffnen. Er nahm immer mehr abstand und das zeigte er auch mit Gleichgültigkeit mir gegenüber. Das Erschreckende für mich im Nachhinein. Ich klammerte mich wieder an jemanden der Anfing mich schlecht zu behandeln und saß es aus wie bei meiner Ehe - obwohl ich mir ja so viel vorgenommen hatte.
Es kam also wie es kommen musste, aber als es soweit war wurde mir wieder der Boden unter den Füßen weggerissen. Ich habe damit nicht gerechnet. obwohl ich selber nicht glücklich war. Diese Einsicht ist sehr erschreckend und schmerzhaft für mich. Ich habe den Kontakt abgebrochen, er bat mir noch ein klärendes Gespräch an, aber meinte er hätte keine Gefühle mehr für mich. Jedoch hatte er mir immer wieder Situationen vorgespielt die mir Hoffnung gaben, zum Beispiel dass ich noch kurz vorher beim Familiengeburtstag der Mutter war, er schon mein Geburtstagsgeschenk hatte und und und .
Mir geht es jetzt nach 2 Wochen immer noch sehr schlecht obwohl die Beziehung so kurz war und ich eigentlich auch nicht wirklich glücklich. Doch diesmal habe ich mich entschlossen, dass ich das nächste Mal nicht schon WIEDER in das Gleiche Muster fallen will. Ich habe so viele WARUM in meinem Kopf. Ich habe mich entschieden eine Therapie zu machen und hatte schon 3 Gespräche. Ich erhielt die Diagnose abhängiger Persönlichkeitsstil mit einer mittelschweren Depression. Zunächst ein Schock und zugleich eine unglaubliche Erkenntnis für mich. Nachdem ich mich jetzt sehr viel mit dem Thema und der Diagnose auseinandergesetzt habe, fange ich an vieles zu verstehen. Es macht mir natürlich auch unglaublich Angst, da ich weiß dass ich anfällig bin mich nieder zu machen und für anderer bedingungslos aufzugeben. Aber ich habe jetzt die Hoffnung und den Mut es zu ändern. Denn das WILL ich! Und meine Therapeutin meinte auch dass dies lernbar ist.
Schon die ersten Gespräche taten mir unglaublich gut. Es hängt halt alles mit meinem Selbstwertgefühl und bewusstsein zusammen. Ich muss lernen, dass es sich jemand verdienen muss mein Vertrauen und meine Liebe zu erhalten. Und dass ich auch Menschen Grenzen aufzeigen darf und muss! Denn sonst wird dies ausgenutzt,. für mich irgendwie alles neue Erkenntnisse wenn ich jetzt im Nachhinein mein Verhalten überdenke.
Leider denke ich trotzdem so viel an meinen Ex. Ich würde ihm jetzt gerne sagen, dass ich die Gründe für mein Verhalten kenne und am liebsten hätte er würde mich zurück nehmen. Ich weiß, dass das Schwachsinn ist, denn seine Gefühle sind ja trotzdem nicht mehr da. und mein Vertrauen zu ihm hat er trotzdem missbraucht. aber aktuell versuche ich deshalb weiter an der KS festzuhalten und mich um mich zu kümmern und auseinanderzusetzen. Deshalb schreibe ich jetzt euch
Vielleicht finde ich hier ja auch Leute mit ähnlichen Erfahrungen
