Nochmal von vorne anfangen?

erkola

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Hallo,
ich habe schon einige Beiträge verfolgt und ich muss sagen, ich finde mich in vielen wieder!
Uns allen ist das gleiche passiert, deshalb sind wir irgendwie miteinander verbunden.

Ich bin seit 2005 verheiratet, unsere Tochter kam im Dezember 2004 zur Welt, in der 26 SSW, also viel zu früh. Ich bin nach der Geburt down gewesen, zumal ich danach wieder voll arbeiten gegangen bin, mein Mann hat den Erziehungsurlaub genommen. Durch meinen Spagat zwischen Arbeit, Baby und Haushalt ist das S. massiv auf der Strecke geblieben. Mein Mann hat nun in den Sommerferien zugegeben, dass er sich in meine beste Freundin verliebt hat und mich seit mehr als 5 Jahren nicht mehr liebt. Er sagt, alleine der mangelnde S. hatte damit zu tun - sonst waren wir nämlich eine Bilderbuchfamilie. Meine ehemalige beste Freundin ist selbst verheiratet und hat 3 Kinder, sie erwidert seine Liebe nicht. Trotzdem wollte er, dass ich ausziehe. Ich habe dieses getan, da ich dachte, er besinnt sich schon wieder. Wir haben neben unserer mittlerweile 9 Jährigen Tochter - die sich prima entwickelt hat - mehrere Todesfälle und andere Schicksalsschläge überstehen müssen, sowas schweißt doch auch zusammen? Ich bin in einer Ferienwohnung untergekommen und habe leider den Fehler gemacht, meine Tochter bei ihm zu lassen. Nun möchte sie auf keinen Fall mehr zu mir und er ist eiskalt wie ein Eisblock. Er schmeisst mir Dinge an den Kopf - die mich an unserer ganzen Ehezeit zweifeln lassen. So ist er z.B. nicht nur 1 Jahr in Erziehungsurlaub zu Hause geblieben - sondern ganze 7 Jahre. Ich habe ihn nicht zum Arbeiten gekriegt, ich war 7 Jahre der Alleinverdiener und habe sein Elternhaus finanziert und abbezahlt. Seit 2 Jahren arbeitet er endlich und ich dachte echt, nun ist alles gut. Aber Pustekuchen, er meldet sich nicht, lässt mich nicht zu meiner Tochter - und lässt mich auch nicht an ihr teilhaben. So habe ich nicht nur mein Haus, meinen Mann, meine beste Freundin sondern auch noch meine Tochter verloren.
Ich war auch schon beim Anwalt, aber das Kind alleine entscheidet, wo es leben möchte, ich bekomme bei keinem Gericht der Welt das Aufenthaltsbestimmungsrecht.
Na ja, ich weiss nicht was ich machen soll. Mit 42 Jahren nochmal komplett neu von vorne anfangen zu müssen überfordert mich massiv...

11.09.2014 14:42 • #1


anje

anje


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oje...erst mal durchatmen.....
zuerst mal drück dich mal ganz fest...du sagst das er die ersten 5 jahre zuhause war ok er hat eben die rolle der person übernommen die mehr zuhause bei dem kind ist und das ist für eure tochter natürlich erst mal ausschlaggebend....aber lass dir nicht die beziehung zu euerm kind mies machen sie ist 9 jahre und sie kann ruhig wissen warum du erst mal ausgezogen bist.
es war vieleicht ein fehler das gleich gegangen bist ...vieleicht war es aber auch gut für dich und dein seelenleben.... er will im moment nicht mehr...tchja dagegen ist man recht machtlos...wenn dir hormone spinnen setzt oft mal das hirn aus.
ich weiß nicht vieleicht hat er wirklich nichts mit deiner (besten freundin) möglich aber vieleicht war doch was ... es ist fast unverzeilich dieser vertrauensbruch....
zuerst solltest du zum anwalt auch das finanziele klären...lass dir nicht die butter vom brot nehmen ich weiß es ist sehr schwer wenn einem das ganze leben davon schwimmt ...man denkt man kennt den menschen der einem so nahe ist und auf einmal ist alle anders ...
wie geht es dir selber wolltest du ihn noch oder ist etwas bei dir im inneren kaputt gegangen.
ich habe noch lange getrauert...heute noch aber egal was ich fühle...diesen menschen wollte ich nicht mehr, jemand der mich so sehr entäuscht und verletzt hat den möchte ich nicht mehr in meinem leben haben.
ganz liebe grüße
anje

11.09.2014 15:10 • #2


erkola


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Nach dem Geständnis habe ich sofort um Eherettung gebeten, ich wusste, dass meine ehemalige beste Freundin nichts von ihm will und war bereit, das zu verzeihen. Er hat auch eingewilligt und wir hatten drei schöne Tage - wie am Anfang, auch mit S.. Aber dann sagte er auf einmal er kann das nicht - und er will doch nicht mehr. Das hat er insgesamt 3x mit mir abgezogen, dann sagte er, dass er mich vermisst - nächsten Tag hatte er sich das dann aber wieder überlegt und er will mich doch nicht. Jetzt, 6 Wochen später, sagt mein Verstand NEIN zu ihm. Was aber mein Herz sagt, wenn er wieder sagt, dass er mich zurückhaben möchte, weiss ich nicht. Nach der Lügerei kann ich eigentlich nicht mehr zu ihm zurück, fast die ganzen Ehejahre bauten auf einer Liebeslüge auf, das kann nicht gut gehen. Aber ob ich das schaffe - weiss ich nicht. Zudem ich auch meine Tochter vermisse und auf jeden Fall wieder in ihrer Nähe sein möchte. Ich habe auch den Fehler gemacht, und ihn abends angerufen und "vollgeheult", und WhatsApp habe ich auch viele geschrieben, ich denke aber, dass ich damit nur Mitleid erregt habe - und das wollte ich auf gar keinen Fall. Deshalb muss ich mich zügeln - aber ich möchte auch zu meiner Tochter, und das geht nur über ihn.

11.09.2014 15:20 • #3




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