du machst einen grundsätzlichen Denkfehler in dem Du versuchst die Frau zu enträtseln, denn damit erkennst du ihr Rätsel an...sie wollen aber nicht enträtselt werden, sondern geraubt...
Einmal, vor Jahrhunderten, kniete der Ritter und besang seine Frauen, immerzu ein scheinbar Bittender; seine Eifersucht, sein Geiz, sie schufen die hohen Begriffe einer weiblichen Ehre, die ihm diente, die auch die Frau schließlich annahm, annehmen mußte, da die Welt doch eine Mänerwelt war!
Einmal sagte die Frau: "Was kniest du vor mir, was bringst du mir Blumen und Schmuck, nur um dich selber auszustatten, deinen Besitz, deinen Genuß; daß ich ein Mensch bin, was kümmert es dich?
... Die Frau, die ihren eigenen Beruf hat, sie will nicht an den Mann verkauft sein, gleich zu gleich, Mensch zu Mensch, die Frau als Kamerad: was kam schon dabei heraus? Befreiung der Frau, es war ein Männergedanke. Am Ende zeigte es sich als die größte Vergewaltigung der Frau, die einzige, die sie wirklich verletzte, weil man sie mit Zielen krönte, die nicht ihre waren, nicht ihre sind: man tat ihr Gewalt an, sie von der Gewalt zu befreien, die ihre natürliche Sehnsucht ist - und die Ehen gingen in Massen zugrunde ... Was hat sie davon, daß man sie anhört und ernst nimmt? Schließlich ist es sehr traurig, nur als Mensch dazusitzen. Ich gebe mich zu billig! kommt es ihr plötzlich. Angst vor der eroberten Freiheit, Angst, sie werde als Frau nicht mehr erkannt, seit sie zum Menschen ausgerufen wurde, Angst, weil der Mann nicht mehr befiehlt, sondern fragt, nicht mehr zwingt, sondern berät und ihr Rätsel anerkennt, so, daß sie fortan über ihrem eigenen Rätsel verzweifelt, den Mann nicht mehr männlich findet .. angst, dem Manne überlegen zu sein - das ist Turandot, die Priznessin aus dem chinesischen Märchen, die die Männer enthauptet: aus Enttäuschung und Trauer, daß sie es vermag! aus Zorn, daß sie es überhaupt annehmen und sich allen Ernstes mit ihren weiblichen Rätseln auseinandersetzen; keiner, der kommt, der die sinnende Stirne mit dem drohenden Schwerte vertauscht und alles einfach neiderhaut, raubt, was er will! Denn nicht enträtselt wollen sie sein, sondern geraubt.Was soll die Frau mit ihrem befreiten Verstande?
Sie wartet am Ende doch immer auf den, der mehr hat, der sie bezwingt auch im Verstande - so, immer wieder, kommt ihr das Erbeben, das Entsetzen vor ihrem Wachsein, ihrem Alleinsein, ihrem Unbehütetsein! das verzweifelte Heimweh nach dem Herrn, dem lachenden Unterdrücker, der vor ihr kniet, dem wirklichen Mann - Sehnsucht nach der verlorenen Peitsche, Heimweh nach der Gewalt, die ihre tiefste Erfüllung ist und ihr heimlicher Sieg! .
Du kannst also ruhig lieb sein...aber geb ihr auch mal nen klapps ;D und halte sie unten ;) . nicht immer...der mix machts...und gebe ihr nicht das letzte puzzle stückchen. wenn du sie liebst, versuche souverän zu bleiben. ::)
