Ohnmacht Und Schmerz! Frauen gefragt!

AndyM

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ich bin 39 Jahre alt, habe zwei Kinder 9/5 Jahre und bin nun 13 Jahre verheiratet.
Vor ca. einem Jahr habe ich eine andere Frau kennengelernt. es kam Gott sei dank nach einigen Wochen raus und ich habe meiner Frau alles darüber erzählt. Um eines klar zu stellen, ich habe mich ein paar mal mit der anderen Frau getroffen und hatte keine S. Beziehung.
Als ich diese Frau traff, habe ich mich zunächst dagegen gewehrt...habe aber festgestellt, dass diese Frau mir Selbstbewusstsein gab.. Ich habe ihre Komplimente aufgesaugt wie ein Schwamm. Sie hatte ähnliche Probleme in ihrere Ehe und konnte mich verstehen.. Leider habe ich diese Frau heimlich getroffen.. Das war ein großer Fehler. Ich bin damals für ein paar Tage zu Hause ausgezogen um über die Sache nachzudenken. Der anderen Frau habe ich mitgeteilt, dass mir meine Familie wichti ist und ich versuchen werde meine Probleme mit meiner Frau zu lösen. Das ging am Anfang ganz gut.. doch ich merkte, dass ich Probleme mit der Bewältigung hatte.. Ich wollte für mich wissen, warum das alles passiert ist, warum ich meine Frau so verletzt habe. Meine Frau verstand das nicht und deutete mein Verhalten mit Desinteresse an unsere Ehe. Ich habe ihr immer wieder versucht zu erklären, dass ich zunächst ganz viel an mir arbeiten muss um mich dann mit ihr auf unsere Eheprobleme zu konzentrieren. Dies hat sie immer mißgedeutet. Sie hat immer eine "Wiedergutmachung" verlangt. Doch ich war in mir so blockiert und wusste nicht wie. Ich war hilflos und überfordert. Dachte jedoch, dass ich das schon allein in den Griff bekomme. Unsere Diskussionen endeten fast immer mit Streit. Sie hat mir eigentlich fast täglich gezeigt, dass ich der "Schuldige" bin..und mich das spüren lassen. So kamen wir uns dann eigentlich nicht näher. Im gegenteil.. wir haben und immer weiter entfernt. Die Atmosphäre zu Hause war immer sehr sehr angespannt..teilweise haben wir gar nicht miteinander gesprochen. So konnte ich, und auch sie, keine klaren gedanken fassen um sich den eigentlichen Problemen zu stellen. ich wat total überfordert und wusste nicht weiter. Letztlich dachte ich für mich, dass ich meine Frau nicht mehr richtig liebe. Um etwas Ruhe reinzubringen, bin ich dann Anfang April 09 ausgezogen. ich war regelmäßig zu Hause, schon wegen der Kinder, doch immer wieder entedetn Diskussionen im Streit...meine Frau sagte mir immer, "DU bist schuld, Du musst was gut machen". ich habe ihr immer zu verstehen gegeben, dass ich gerade nicht wirklich weiß was ich will..da war ich einfach ehrlich. Ich hätte einfach sagen können, ja ich komme zurück..doch hätten wir wahrscheinlich dort weitergemacht, wo wir aufgehört haben. Eine Ehetherapie habe ich damals abgelehnt, weil ich Probleme mit mir selber hatte..die wollte ich erst einmal lösen..und dachte immer noch ich kann das allein. Doch da lag ich verdammt falsch. Meine Frau hat dann eines Tages verlangt, dass ich mich an diesem Tag entscheiden solle, sonst müsse ich ausziehen. Das hat mich total umgehauen. ich habe ihr gesagt, dass ich es nicht weiß, aber meine Familie eigentlich nicht verlieren will. Doch ich sagte ihr auch, dass, wenn ich jetzt im Moment eine Entscheidung treffen muss, ich wohl besser gehe, weil ich immer noch nicht wusste was mit mir los ist. Ich habe dann lediglich ein paar Kleidungsstücke mitgenommen.. ich war nun weg, aber jeden Tag zu Hause.. Immer wieder gab es Streit und Diskussionen, wie lange ich denn zum Überlegen brauche. Ich habe immer erklärt, dass man all das Geschehene nicht einfach in ein paar Wochen verarbeiten kann.
Doch wir haben uns gegenseitig nicht verstehen wollen. Im April wurde bei mir ein Herzinfarkt festgestellt..ich musste in Krankenhaus, auch wegen anderer Symptome. Man hat noch einen Hirntumor festgestellt, der bis jetzt nicht lebensbedrohlich ist. Die zeit zuvor haben meine Frau und ich uns ganz gut verstanden. Sie hat mit mir ganz normal gesprochen, hat mir keine Vorwürfe mehr gemacht. Ich hatte ein so gutes Gefühl. Ich habe mir psychotherapeutische Hilfe gesucht. An einem tag habe ich meiner Frau dann Rosen geschenkt. Sie hat sie freundlich angenommen, und gefragt, warum ich ihr Blumen schenke? Meine Antwort:" Weil DU sie verdienst hast, weil ich so unendlich viel Leid gebarcht habe und weil ich sie liebe." Ich habe ihr davon erzählt, dass ich viele Probleme in mir lösen konnte mit Hilfe. Und dass ich nun gantz genau weiß, wo ich hingehöre, wo ich die Kraft finde um glücklich zu sein, nämlich bei meiner Frau und meinen Kindern. Ihre antwort, aber war, dass es nun zu spät sei. Jetzt war sie nicht bereit eine Beziehung mit mir weiterzuführen. Ich habe ihr gesagt, dass ich alles tun werde, um unsere Ehe zu retten. Therapie und was sonst noch für Möglichkeiten.
Ihr Ablehnung hat mich total aus der Bahn geworfen. Habe ich doch nun endlich das getan und erreicht, was sie erwartete hat, meine Fehler eingesehen und begriffen was es heisst zu lieben. Drei Schicksalschläge auf einmal.. ich war am Boden zerstört. Ich bin Polizeibeamter und war so verzweifelt, dass ich wirklich darüber nachgedacht habe, mit meiner Waffe mein Leben zu beenden. Obwohl ich weiß, dass dies keine Ausweg ist und ich anderen nur noch mehr Kummer bereiten würde. Aber der innerliche Schmerz hörte nicht auf. Meine Frau sagte, ich sein dafür verantwortlich, dass sie jetzt ein Wrack sei..in alle den Jahren hätte ich sie zu dem gemacht und sein nicht gut für sie. Sie hat alle 13 Jahre als schlecht angesehen und sieht nur die negativen Dinge was mich angeht. Reden ist mit ihr nicht möglich, was uns betrifft. Ich solle es endlich so akzeptieren. Ich habe immer versucht meine Veränderungen zu erklären, doch sie lehnt jede Diskussion ab. Lediglich um einen Versuch für unsere Ehe habe ich erbeten, doch davon will sie nichts wissen. an dem tag, wo ich mich erschiessen wollte habe ich dann abends einen befreundeten Pfarrer aufgesucht und lange mit ihm gesprochen. Auch er hat mir die verschiedenen Sichtweisen von meiner Frau und mir verständlich gemacht. Es war so offensichtlich, dass wir ein Komunikationsproblem hatten. ich habe mit dem Verstand gesprochen und sie mit dem Herzen. So konnten wir den anderen nie verstehen und haben uns gegenseitig beschuldigt was falsch zu machen. Ich habe dann geglaubt, dass ich wirklich ein ganz schlechter Mensch sein muss. Ich habe meine ganze Familie zerstört und meine Frau so unendlich verletzt. Jetzt konnte ich nachfühlen, wie sie sich gefühlt haben muss. Ich hatte keinen Lebensmut mehr. Ich habe plötzlich so vieles ganz anders gesehen, was ich allein gar nicht konnte. ich fühlte mich jetzt so schuldig und hatte ein verdammt schlechtes Gewissen.
Ein Ehetherapeut zugleich Pastoralreferent hat lange Gespräche mit mir über mich und meine Frau geführt. Auch wenn es sich blöd anhört, habe ich jetzt erst begriffen, was Liebe bedeutet und wie sie sich anfühlt. Das gab mir wieder Kraft. Lieben heißt nicht Schmetterlinge im Bauch, nein es ist so viel mehr.. Lieben heißt, Vertrauen zu geniessen, Vertrauen zu schenken, Verlass auf den anderen, Verständnis für und vom anderen, Geborgenheit fühlen und geben. Liebe ist wie ein Hafen, in den man immer wieder einläuft. Und Liebe heißt, für den anderen da zu sein, immer, vor allem in schlechten Zeiten.
Nichts ist selbstverständlich, gar nichts, man muss dem Partner immer wieder zeigen und sagen, dass ausgerechnet er die Nummer 1 in deinem Leben ist. Liebe kennt keine Bedingungen, Liebe gibt man..ohne Erwartungen was zu bekommen. Wer liebt, bekommt Liebe automatisch zurück!
Dies zu verstehen, hat mich so glücklich gemacht.. Auch wenn es meine Ehe nicht rettet. Meine Frau glaubt mir nicht, dass ich das begriffen habe. Das macht mich traurig.. Doch lieben heißt auch LOSLASSEN! Und das ist nicht ganz so einfach. Ich wohne zur Zeit bei meiner Mama, da ich mir eine eigenen Wohnung oder ähnliches nicht leisten kann. Meine Frau und den Kindern soll es gut gehen..dafür leide ich lieber selber. Mein Gehalt reicht nicht für zwei Existenzen. Gestern habe ich meiner Frau nochmals gestanden, dass ich sie so vermisse und Liebe und dass man eine Liebe nicht gut machen kann, sondern nur Neu aufleben lassen. Wie eine Blume, die man nicht giesst. Sie ist eines Tages vertrocknet. Aber man kann zusammen eine neue Blume pflanzen und sie zusammen jeden Tag gießen und pflegen..! Und sich daran erfreuen. Aber davon will sie nichts wissen. Sie kann es sich nicht vorstellen. Ich habe so viel in mir, was ich besser tun würde..doch man lässt mich nicht. Das ist diese Ohnmacht von der ich rede. Ich habe ihr gesagt, dass ich nichts tun würde, was meiner Familie schadet, also auch nicht auf meinen Anteil des geldes bestehe, weil das bedeuten würde, dass sie ausziehen müste. Die Kinderr ihr soziales Umfeld verlieren würden. Und sogar in eine andere Stadt ziehen müssten. Dafür verzichte ich auf vieles und bleibe erst mal bei Mama. Ich habe gelernt, mit ganz wenig Geld auszukommen und mit wenig zufrieden zu sein. Aber das tue ich gern für meine Frau und die Kinder. Meine Frau möchte sich jetzt bei einem Anwalt beraten lassen. Und Arbeit findet sie so schnell auch nicht. Selbst dann würden wir beide nur das haben was zum Leben reicht. Aber ich bin immer für sie da wenn sie mich braucht.. ICH will keine Scheidung...denn ich denke es ist nie zu spät.. Aber alles braucht natürlich seine Zeit. Sie sieht das anders..Auf einmal!!!
Morgen habe ich ein Gespräch mit einer Familientherapeutin, damit ich erfahren kann, wie ich mit den Kindern umgehen soll, wie ich den Kindern die Situation erklären kann, denn die Kleinen leiden schon genug unter der Trennung! Und auch da brauche ich Hilfe und Rat. Natürlich will meine Frau nicht mit. Sie blockt ab und sieht immer noch alles neagtiv was mich angeht. Selbst wen ich ihr ehrliche Komplimente mache empfindet sie es als Schleimen. Ich freue mich wieder wenn ich sie sehe und bei ihr bin..das veruracht bei mir wieder Schmetterlinge..! Doch sie will nicht dass ich vorbeikomme und mit ihr plaudere, aber über ganz banales Zeug. Wenn es um die Kinder geht, darf ich kommen... mehr ist aber nicht drin. Sie ruft mich nicht einmal an um nur mal zu fragen wie es mir geht..
Ich bin ehrlich und habe große Angst, meine Frau zu verlieren... und bin so ohnmächtig.. und kann nicht dagegen tun...obwohl ich spüre, dass in ihr noch Liebe für mich ist..
Sie sagt, ich brauche mir keine Hoffnungen zu machen... vielleicht lerne ich ja mal eine Andere kennen... Was für eine Antwort..Alle Dinge die sie mir vorgeschlagen hat, wie an die Kinder denken, daran, dass es nie zu spät ist, dass man Liebe wieder auffrischen kann etc., davon will sie selber nun nichts hören..!

Wie geschrieben, vor 5 Wochen hat sie noch gefleht, dass wir es versuchen...und jetzt blockt sie völlig ab... Sie nimmt alle Risiken in Kauf, die durch eine Trennung entstehen würden, allein schon finanziell..! Sie lehnt alle Gepräche über uns ab...will keinen Therapeuten sprechen..!!  Kann mir einer sagen, was mit meiner Frau los sein kann????? Will sie das wirklich alles nicht mehr?? Selbst zur Familientherapie, wo es nur um den Umgang mit den Kindern geht will sie nicht mit!
Ich verstehe das nun nicht mehr..
Selbst Freundinnen von ihr verstehen dise Reaktion nun gar nicht. Redet ihr da jemand was ein..?
Nun verhalte ich mich zurückhaltend und respektiere ihre Wünsche... und warte ab..

Kennt jemand von Euch so eine Situation? Kann mir jemand moralisch helfen? Bitte antwortet mir!!

PS: Eins noch: Wir sind alle Engel mit nur einem Flügel; um fliegen zu können müssen wir uns umarmen!

Euer Andreas (der immer noch Hoffnung hat)

02.06.2009 08:25 • #1


AndyM


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Bitte helft mir und antwortet... Das hilft!!

03.06.2009 08:03 • #2



Ohnmacht Und Schmerz! Frauen gefragt!

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Jette


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Hallo Andy,

ob dir meine Antwort hilft weiss ich nicht, aber mit Restpekt vor deinem schweren Schicksal, möchte ich dir trotzdem sagen das du die Trennung als solche akzeptieren solltest. Deine Frau hat es ganz deutlich gesagt, sie liebt dich nicht mehr und möchte die Ehe nicht weiterführen - die Gründe sind jetzt erstmal egal, sie sieht es aus ihrer Sicht  wie  es in den meisten Trennungssituationen üblich, völlig überzeichnet negativ.
Du solltest versuchen ihre Entscheidung zu  respektiern. Lass die Gründe bei ihr und schau auf dich.
Du willst sicher nicht das deine Frau nur aus Mitleid mit dir zusammen bleiben will, oder?

Gruß Jette

03.06.2009 08:48 • #3


elfi


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hallo andy

ich habe mit meinen ex- mann eine eheberatung gemacht.
wir haben da beide so richtig das fett wegbekommen, was uns beiden nicht gefallen hat.
mein ex hat immer zu gemacht, oder gleich fluchtartig die wohnung verlassen und als er bei ein kumpel wohnte sind wir da hin. wollten das beide nicht! so wie du es beschreibst. ist für die frau ganz schön blöd so stehen gelassen zu werden.

nach jeder beratungsstunde sagte sie, sie bleiben noch getrennt.
wir sollten uns treffen und nur positives unternehmen" kaffee trinken, eis essen, kino usw" und auf keinen fall irgentwelche probleme besprechen!
und wenn einen von beide es unangenehm wird, tschüß sagen und sich neu verabreden.
dies ist wohl der erste schritt um sich überhaupt etwas ohne zorn zu nähern.
das wichtigste ist vertrauen aufzubauen.

dann sollten wir zurück in die anfangszeit, als wir uns kennengelernt haben
was hat dich an deiner frau faszieniert! woran hattet ihr beide spaß? und das ist dann die möglichkeit um da anzuknüfen, um es wieder aufleben zu lassen, eventuell sogar neu verlieben.
und nicht erwarten das beide gleich mitmachen, da ist halt etwas geduld nötig.
diese eheberatung hat uns geholfen.

und egal was kommt, mach bloß kein mist!! denk an deine kinder die werden dich noch lange brauchen!!!

grüße elfi

 :)

03.06.2009 11:22 • #4




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