@Yoffi Du hast recht. Die Frau ist nicht das Problem. Und so sehr ich auch denken mag, dass sie seine Gefühle nicht so erwidert, wie er sich das vorstellt, ist es trotzdem belastend. Ich denke nicht, dass aus ihnen etwas werden kann, aber auch das ist nicht mein Problem im Endeffekt. Denn auch wenn nichts daraus wird, so hat er sich doch fremdverliebt und er wird verletzt sein. Es war eine Schwachstelle in unserer Beziehung und auch wenn alles wieder normal wird, es könnte ja doch jederzeit wieder passieren. Ich möchte ihn nicht verletzen, daher sehe ich auch davon ab, die gleichen Mittel anzuwenden, so a la ich such mir jetzt auch jemanden, mal sehen wie ihm das gefällt. Er hat es ja nicht absichtlich gemacht, oder aktiv nach jemandem gesucht, weil wir gerade in einer Krise sind. Es hat sich halt ergeben. Könnte schätze ich jedem passieren und ich denke bis zu einem gewissen Grad passiert es öfter als man sich vorstellen mag, dass man jemanden mal anziehend findet, obwohl oder selbst wenn man in seiner Beziehung eigentlich glücklich ist.
Ja, irgendwie Druck zu machen habe ich mir lange abgewöhnt. Wenn irgendwas ansteht, z.b. wollten wir eine Fliegengittertür zusammenbasteln. Ich sage dann, ja im Laufe der Woche würde ich gerne die Tür machen. Dann sagt er, das kann er doch machen! (Oder anfangen). Aber es wird dann auch nur so hingeschoben. Dann fange ich irgendwann einfach alleine damit an. Wenn er dann merkt, ich mache das alleine, (Das Fliegengitterfenster habe ich alleine abgemessen und zugeschnitten, obwohl ich da tatsächlich noch nicht wirklich fit war), dann kommt er aber sofort und macht mit. Man muss einfach alles im Voraus planen... wenn ich möchte, dass er etwas macht, dann muss ich am besten Tage vorher schon Bescheid sagen oder anfragen. Spontan geht gar nichts. Meine Mutter hat für mich Granitplatten für die Außentreppe besorgt und kleinschneiden lassen und die mussten die Woche abgeholt werden. Sie hat gefragt ob er dann vielleicht helfen kann beim Tragen. Ich habe ihn gefragt, ob es für ihn okay wäre, und er hat ja gesagt. Aber wäre es spontan gewesen, hätte ich gar nicht fragen brauchen. Das ist manchmal schwierig, weil man kann nicht immer alles vorausplanen.
@DieSeherin Das mag alles sein. Ich bin ehrlich gesagt auf 180 was die Ausländerbehörde angeht. Wir bekommen viele falsche Informationen, die dann beim nächsten Mal korrigiert werden. Auch wenn wir dorthin gehen und sagen, aber hier steht es so und so, dann kommt irgendwas von wegen, ja aber das gilt nur für x und y. Neulich bei der Verlängerung um drei Monate (da sie vorher einen Fehler gemacht haben), sagte sie uns, er darf doch arbeiten, halt nur 20 Stunden. Neben dem Deutschlernen. Beim Erstantrag vor einem Jahr hieß es klipp und klar: Arbeiten verboten. Stand sogar IM Aufenthaltstitel in dem grünen Erweiterungswisch drin. Jetzt ist es erlaubt. Da wir ja nun verheiratet sind, wollten wir den Aufenthaltstitel aufgrund von Familiennachzug beantragen. Ja, braucht er ein A1-Zertifikat. Die Dame in der Behörde meinte aber, wir müssen einfach nur die Bestätigung der Sprachschule (dass der A1-Kurs erfolgreich absolviert wurde) schicken. Haben wir gemacht. Ähm ja nein, es muss ein offizielles, anerkanntes Zertifikat sein (Goethe oder TELC). Ja super... Wartezeit drei Monate... und zusätzliche Kosten. Was er schon alles an Sprachkursgebühren ausgegeben hat, das ist abnormal. Dann werden Mails nicht beantwortet oder Anrufe nicht entgegengenommen. Bis dann alles immer auf den letzten Drücker passieren muss. (Er ist da auch nicht ganz unschuldig, aber meist liegt es wirklich nicht an ihm). Jetzt hat er seinen Prüfungstermin im November, für A1. Und er hat definitiv einen besseren Level als A1. Aber andere Termine liegen noch weiter in der Zukunft, also mussten wir jetzt den nehmen, obwohl ihm A1 für einen Job niemals was bringen wird, im Vergleich zu B1. Aber ja... Dann hat er wie gesagt keine Ausbildung, er hat dort halt auch ohne Ausbildung arbeiten können. Hier hätte er eine machen können, wir haben auch Bewerbungen geschrieben aber es gab nur Absagen. Bis wir dann vor zwei Monaten erfahren haben, mit dem Aufenthaltstitel zum Deutschlernen kann man zwar eine Ausbildung machen, aber das Höchstalter ist 35. Er sagt, es ist alles sehr belastend für ihn, dass immer neue Informationen kommen, die die alten Informationen irgendwie korrigieren oder nichtig machen. Er will einfach nur arbeiten und etwas mehr beisteuern können.
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