poesine
Mitglied
- Beiträge:
- 176
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 259
- Mitglied seit:
ich weiß momentan mit meiner Beziehung nicht mehr weiter und erhoffe mir von Euch einige Tipps bzw. Hilfe beim Verstehen und wie ich mit ihm umgehen kann bzw. soll.
Mein Partner und ich kennen uns seit viereinhalb Jahren. Wir waren damals für 7 Monate bereits ein Paar. Er war jahrelang Single, arbeitslos und ich mit meiner jüngsten in eine eigene Wohnung gezogen aufgrund der Trennung vom Kindsvater/Ehemann.
Er brachte mich zum Lachen und ich fing an mein neu zu ordnendes Leben zu genießen. Wir waren jeden Tag zusammen.
Nach 7 Monaten trennte er sich von mir. Den Grund nannte er mir nicht. Es gab nur so Aussagen wie: "Er kann das nicht. Es tut ihm leid usw. " Das übliche ohne wirklich Stellung zur Trennung zu beziehen.
Ein halbes Jahr habe ich gebraucht um die für mich unerklärliche Trennung zu verarbeiten. In dieser Zeit hatten wir keinen Kontakt. Danach schrieb ich ihm ob wir in die Sauna gehen. Von da an haben wir uns alle paar Wochen getroffen um verschiedene Unternehmungen gemeinsam zu machen.
Endlich erfuhr ich den damaligen Trennungsgrund: Er leidet an Depressionen und wollte mir damit nicht zur Last fallen.
Ich bin bis heute enttäuscht, dass er mit mir (seiner Partnerin) darüber nicht reden konnte.
Heute sind wir seit knapp anderthalb Jahren wieder zusammen. An den Wochenenden ist er bei mir.
War immer für ihn da. Anfang des Jahres war er aufgrund seiner Erkrankung in der Tagesklinik, wurde mit Medikamenten und Threrapien behandelt. Ich selbst befinde mich in einer Umschulung, mein Arbeitslosengeld läuft in wenigen Wochen aus und meine mündliche Prüfung hab ich in 2 Wochen. Nebenbei bin ich alleinerziehend, zum Glück ist meine 17 jährige pflegeleicht.
Hab also genug eigene Sorgen.
Das er nicht viel von sich und seinen Sorgen und Wünschen erzählt, kenn ich ja schon. Aber per Zufall zu erfahren, dass er knapp 1800 Euro Schulden (!) bei seiner Krankenversicherung hat, haut mich schon um. Sind entstanden, weil er es in seiner akut depressiven Phase es nicht geschafft hat sich arbeitslos zu melden.
Wir machen Zukunftspläne. Wollen in absehbarer Zeit zusammenziehen. Wenn ich einen Job bekomme und meine Tochter ihr Studium beginnt.
Von daher erwarte ich, dass man seinen Partner über sowas informiert. Genauso wie über seine Krankheit.
Irgendwie bin ich bei solchen Dingen immer außen vor. Ich habe meine ganze Kraft verbraucht um ihn während seiner Behandlung zu unterstützen.
Nun bin ich total kraftlos für meine Dinge. Mein Akku ist leer. Zum Glück hab ich noch einige Tage Urlaub, bevor ich wieder in die Schule muß und meine mündliche Prüfung mache.
War/Ist jemand von Euch auch mit einem depressiven Partner zusammmen? Wie gehe ich am besten mit ihm um?
Danke fürs Durchlesen und Antworten
