Sandi_C_K
Gast
meine Trennungsgeschichte fängt vor ca 4 Wochen, kurz vor unserem 7. Hochzeitstag an.
Wir hatten einen Streit, da mein Mann an Nikolaus vom Amt eine freiwillige Nikolausfeier besuchen wollte. Ich sagte ihm, dass ich das doof finde, da es das 1. Nikolaus unserer Zwillingsenkel sei.
Aus dieser Kleinigkeit wurde ein riesiger Streit und wir versöhnten uns an dem Abend auch nicht mehr.
Am nächsten Tag war er wie ausgewechselt. Er hielt mir plötzlich Dinge vor, wie: das er nie etwas ohne schlechtes Gewissen machen dürfe, das ich ihn einschränke, das er seine Freiheit will und er nicht wissen, ob er mich noch liebt.
Teilweise gebe ich ihm auch Recht, zB das ich lieber Zeit mit ihm verbracht habe, anstatt ihn ohne Diskussion zum Sport gehen lassen hatte. Ich weiß, es war ein Fehler. Diese Diskussionen gab es aber nur anfangs, als er mir zB mitteilte, dass er wieder Fußball spielen will. Ich fand aber, er hat sehr viel Zeit für sich und hatte nur etwas für mich gefordert.
Fußball ist da auch nicht der einzige Sport.
Am darauffolgenden Tag, tat ihm dann alles Leid und er entschuldigte sich unter Tränen bei mir für seine ungehalten Art und wie er mir das gesagt hat, für die teilweise harten Worte, nur für den Inhalt würde er stehen.
Wir sprachen über alles und ich dachte, es ist alles wieder gut.
5 Tage später aber wurde alles nur viel viel schlimmer, obwohl nichts mehr vorgefallen war. Zwischenzeitlich gab es zwar mal Tage, die waren nochmal schön, er nahm mich ständig in den Arm.
Mittlerweile sind wir bzw ist er so weit, dass er mir sagt, das er mich nicht mehr liebt, ich aber der wichtigste Mensch für ihn bin. Er sagt auch, dass wir uns ja immer gut verstanden haben.
Wir reden normal miteinander, ich muss viel weinen, weil ich alles nicht mehr verstehe.
Zu uns: ich bin 51, er 36 Jahre alt. Wir sind seit 15 Jahren in einer Beziehung, das war auch meine längste Beziehung, trotz Altersunterschied.
Er schrieb mir noch vor einer Woche von der Arbeit "love you" und schickte Herzchen, das taten wir immer, wenn wir aneinander dachten. Er ließ sich den Rücken eincremen und massieren, hat mit geschlossenen Augen genossen, wie er es immer tat. Wir schliefen sogar noch miteinander.
2 Tage danach,liebt er mich nicht mehr.
Er kam mir anfangs sehr depressiv vor und ich dachte, es sei evtl die mitlife crisis, da er auch seit Monaten mit deinem Job im Amt unzufrieden ist. Er fühlt sich unterfordert und suchte wohl deshalb den Ausgleich im Sport, was ich aber nicht erkannte. Ich wollte hinter ihm stehen und zu ihm halten, weil ich dachte, dass es evtl eine Phase ist. Mittlerweile bin ich mir da aber nicht mehr so sicher. Ich kenne ihn so nicht mehr und bin mir nun sicher, ihn für immer verloren zu haben. Eine andere Frau ist nicht im Spiel, zumindest sagt er das. Er ist aber auch nicht weg um eine andere zu treffen, wann sollte das dann passieren?
Ich weiß nicht mehr, was ich machen soll.
Kämpfen, gehen, hoffen?
Vor 4 Tagen sagte er mir noch, dass ich kämpfen soll, irgendwie hat er jeden Tag eine andere Meinung. und jetzt hat er auch noch 3 Wochen Urlaub. Ich bin selbstständig und arbeite von zu Hause aus. So sehen wir uns natürlich auch jeden Tag.
Wir haben ein gemeinsames Haus, aber um auszuziehen fehlen mir leider die Mittel und auch die Kraft.
Meine Gedanken gehen ständig on die Richtung, dass ich es nicht schaffe, würde am liebsten Tabletten schlucken, damit ich den Schmerz nie wieder ertragen muss bis hin zu, ich ziehe aus und versuche ihn zu vergessen. Meine Tendenz ist leider zum ersten Gedanken.
Was soll ich bloß tun?
Man sollte zum Selbstschutz zumindest immer auf den worst case vorbereitet sein!