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Kai93
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Hallo liebe Community,
ich möchte hier meine Geschichte erzählen. Ich hab ziemlich große Probleme mit einer Person abzuschließen, die ich nur sehr kurz gekannt habe. Fangen wir von vorne an.
Kurz ein paar Worte zu mir. Zu dem beschrieben Zeitpunkt war ich 26, hab jeden Tag gek. , hatte einen kleinen Werkstudentenjob der mir keinen Spaß gemacht hatte, ein Masterstudium was ich halbherzig studierte, aber ich war trotzdem einigermaßen zufrieden. Meine aktuelle WG und mein Bekanntenkreis gefielen mir einfach sehr gut. Ich hatte davor weder eine Beziehung, noch hatte ich sonst irgendetwas mit einer Person (küssen o.Ä.). Das hatte mich lange belastet, aber mittlerweile hatte ich es akzeptiert.
Im Herbst 2019 hatte sich eine junge Dame auf unser freigewordenes Zimmer beworben. Schon bei dem WG Casting war ich hin und weg von ihr und ich konnte meine Mitbewohner davon überzeugen, dass Sie perfekt in unsere WG passen würde. Eigentlich hatte ich mir keine großen Hoffnungen gemacht das irgendetwas laufen würde, da sie einen Freund hatte und ich ja auch sonst keinen Erfolg bei Frauen hatte. Zumindest nicht bei Frauen an denen ich interessiert war.
Im ersten Monat kamen wir uns aber schon Näher. Wir verstanden uns gut, gingen häufig spazieren oder entspannten zusammen auf der Couch. Sie erzählte mir, dass sie eigentlich gar nicht ihren Freund lieben würde. Von ihrer Angst alleine zu sein und das sie noch nie länger als 2 Monate single war. Insgesamt hatte Sie eine sehr unsichere Persönlichkeit, war allem und jedem kritisch gegenüber, auch sich selbst. Daraus resultierten unter anderem große Eifersuchtsprobleme.
Im zweiten Monat fingen wir dann etwas miteinander an. Sie beendete die Beziehung mit ihrem Freund, nach 2 Wochen erzählten wir es auch unseren Mitbewohnern. Wir hatten regelmäßig Streit. Nicht das wir uns angeschrien hatten, sondern eher das ich etwas sagte, was sie verletzte und sie dann einfach verschwand und mich mit einem schlechten Gefühl da ließ. Dazu war sie immer sehr eifersüchtig auf meine anderen Mitbewohnerin und Freundinnen die ich so traf. Die gleichen Gefühle hatte aber auch ich, wenn sie neue Freunde traf. Ich drängte in der Zeit sehr schnell auf eine Beziehung, aber nur unter der Bedingung, dass sie mich auch wirklich liebte. Wie ihr Ex-Freund wollte ich nämlich nicht enden. Sie kritisierte mich immer und immer wieder; ich rauchte zuviel, sei egoistisch, manipulativ und mache kaum etwas im Haushalt (alles Sachen die auch stimmen). Gleichzeitig vergötterte sie mich im nächsten Moment, ich sei cool usw. In der Zeit war ich mir jedoch unsicher, ob ich überhaupt in die Frau verliebt war.
In der 3. Wochen beendete Sie es das erste mal, empfand es jedoch schon einige Minuten später als Fehler, so dass wir weiter machten, als wäre nicht geschehen. In der 4. Woche wann dann endgültig Schluss. Sie hätte zwar Gefühle für mich, wäre aber nicht verliebt und merkte das sie eigentlich lieber alleine sein möchte. Außerdem passen wir nicht zusammen.
Ich war am Boden zerstört. Schmiss mein Gras weg, hörte auf zu rauchen, seit dem auch kein Alk. mehr. 3 Tage weinen, dann zu meinen Eltern. Die nahmen mich dann auch über Weihnachten mit in den Urlaub. Als ich wieder in Deutschland war, nur bei Freunden auf der Couch gepennnt. Mal hier mal da. Kurz darauf Job gekündigt. Studium abgebrochen. Ich will was komplett anderes machen. Zwischendrin immer mal wieder in der WG gewesen. Irgendwelche EX-Zurück Strategien gelesen, deswegen Freundschaft mit ihr zugestimmt. Weiter durch Deutschland gereist, immer wieder bei Freunden. Irgendwann gemerkt, dass ich mein Zimmer kündigen muss. Aber die Hoffnung, dass wir es nochmal probieren blieb bestehen. Sie würde ja nur ein paar Monate alleine sein wollen. Wir schrieben viel, redeten viel, kuschelten manchmal. Als ich ihr erzählte das ich ausziehen würde, hatte Sie richtig doll geweint. Ich war mir sicher, dass ich noch eine Chance hatte. Dafür zeigte sie einfach zuviel Signale.
Ich ging in eine andere Stadt, lebte auf einem Hof. Wir schrieben noch immer. Selten, aber wir schrieben. Banales, aber wir schrieben. In der Regel meldete sie sich bei mir. Alle 7 Tage musste ich ein paar Tage vom Hof weg, denn dann kam die Trauer. Ein kurzer Tapetenwechsel und alles war wieder gut. Wieder zurück auf den Hof. Nach 7 Tagen das gleiche Spiel von vorne. Nach 2 Monaten bekam ich mit, dass Sie einen neuen hat. Obwohl sie eigentlich alleine sein wollte. Ich schrieb ihr ein letztes mal. Kontaktabbruch. Fand einen Job in einer neuen Stadt. Zog um. Freute mich auf ein neues Kapitel. Und dann? Corona.
Der Kontaktabbruch ist jetzt rund einen Monat her. Am Anfang fühlte er sich befreiend an. Ich dachte jetzt wäre ich schnell darüber hinweg. Bei einer Meditation merkte ich aber, dass ich damit immer noch nicht abschließen kann. Mittlerweile denke ich wieder pausenlos an Sie. Obwohl ich weiß, dass das zwischen uns nicht passt. Das ich ihr nicht gut tue und sie mir nicht. Ich probiere mich abzulenken. Neue Kontakte, eigentlich das beste Mittel, sind aufgrund der aktuellen Lage schwierig. Muss ich mich also mit mir selbst beschäftigen. Ich habe probiert jeden Gedanken mit einem "Weg" direkt zu unterbrechen. Das ging 2 Tage gut. Heute der Breakdown, in unendliche Tränen ausgebrochen. Ich kann nicht mehr.
Das positive aus der Geschichte sehen? Kann ich, bringt aber nichts: Ich *beep* nicht mehr, rauche nicht mehr, kein Alk. mache jeden Tag Sport, ernähre mich Gesund, lese viel, habe endlich Ziele im Leben (neues Studium im WS und bis dahin Geld sammeln), gemerkt welche Freundschaften mir wichtig sind, Beziehung mit meinen Eltern verbessert. Alles dank dieser Krise. Aber auch um ihr zu gefallen.
Mit Freunden gesprochen? Ich habe mit jedem über alles geredet. Hat gut getan, mittlerweile nerve ich aber diese bestimmt. Es ist ja immer wieder das gleiche.
Erinnerungen? Alle gelöscht. Jedes Bild, jeder Brief. Außer die Hoffnung, dass das doch was wird. Die flammt immer wieder auf. Der Gedanke an sie.
Ich weiß das ich tiefere Probleme habe. Das sowas nicht normal ist. Oder doch? Ab wann sollte ich mir einen Psychiater suchen? Ab wann hört das auf. Ich habe doch gerade mal 2 Monate mit ihr zusammen gewohnt. 1 Monat was mit ihr gehabt. Ihr Einzug ist jetzt 7 Monate her.
ich möchte hier meine Geschichte erzählen. Ich hab ziemlich große Probleme mit einer Person abzuschließen, die ich nur sehr kurz gekannt habe. Fangen wir von vorne an.
Kurz ein paar Worte zu mir. Zu dem beschrieben Zeitpunkt war ich 26, hab jeden Tag gek. , hatte einen kleinen Werkstudentenjob der mir keinen Spaß gemacht hatte, ein Masterstudium was ich halbherzig studierte, aber ich war trotzdem einigermaßen zufrieden. Meine aktuelle WG und mein Bekanntenkreis gefielen mir einfach sehr gut. Ich hatte davor weder eine Beziehung, noch hatte ich sonst irgendetwas mit einer Person (küssen o.Ä.). Das hatte mich lange belastet, aber mittlerweile hatte ich es akzeptiert.
Im Herbst 2019 hatte sich eine junge Dame auf unser freigewordenes Zimmer beworben. Schon bei dem WG Casting war ich hin und weg von ihr und ich konnte meine Mitbewohner davon überzeugen, dass Sie perfekt in unsere WG passen würde. Eigentlich hatte ich mir keine großen Hoffnungen gemacht das irgendetwas laufen würde, da sie einen Freund hatte und ich ja auch sonst keinen Erfolg bei Frauen hatte. Zumindest nicht bei Frauen an denen ich interessiert war.
Im ersten Monat kamen wir uns aber schon Näher. Wir verstanden uns gut, gingen häufig spazieren oder entspannten zusammen auf der Couch. Sie erzählte mir, dass sie eigentlich gar nicht ihren Freund lieben würde. Von ihrer Angst alleine zu sein und das sie noch nie länger als 2 Monate single war. Insgesamt hatte Sie eine sehr unsichere Persönlichkeit, war allem und jedem kritisch gegenüber, auch sich selbst. Daraus resultierten unter anderem große Eifersuchtsprobleme.
Im zweiten Monat fingen wir dann etwas miteinander an. Sie beendete die Beziehung mit ihrem Freund, nach 2 Wochen erzählten wir es auch unseren Mitbewohnern. Wir hatten regelmäßig Streit. Nicht das wir uns angeschrien hatten, sondern eher das ich etwas sagte, was sie verletzte und sie dann einfach verschwand und mich mit einem schlechten Gefühl da ließ. Dazu war sie immer sehr eifersüchtig auf meine anderen Mitbewohnerin und Freundinnen die ich so traf. Die gleichen Gefühle hatte aber auch ich, wenn sie neue Freunde traf. Ich drängte in der Zeit sehr schnell auf eine Beziehung, aber nur unter der Bedingung, dass sie mich auch wirklich liebte. Wie ihr Ex-Freund wollte ich nämlich nicht enden. Sie kritisierte mich immer und immer wieder; ich rauchte zuviel, sei egoistisch, manipulativ und mache kaum etwas im Haushalt (alles Sachen die auch stimmen). Gleichzeitig vergötterte sie mich im nächsten Moment, ich sei cool usw. In der Zeit war ich mir jedoch unsicher, ob ich überhaupt in die Frau verliebt war.
In der 3. Wochen beendete Sie es das erste mal, empfand es jedoch schon einige Minuten später als Fehler, so dass wir weiter machten, als wäre nicht geschehen. In der 4. Woche wann dann endgültig Schluss. Sie hätte zwar Gefühle für mich, wäre aber nicht verliebt und merkte das sie eigentlich lieber alleine sein möchte. Außerdem passen wir nicht zusammen.
Ich war am Boden zerstört. Schmiss mein Gras weg, hörte auf zu rauchen, seit dem auch kein Alk. mehr. 3 Tage weinen, dann zu meinen Eltern. Die nahmen mich dann auch über Weihnachten mit in den Urlaub. Als ich wieder in Deutschland war, nur bei Freunden auf der Couch gepennnt. Mal hier mal da. Kurz darauf Job gekündigt. Studium abgebrochen. Ich will was komplett anderes machen. Zwischendrin immer mal wieder in der WG gewesen. Irgendwelche EX-Zurück Strategien gelesen, deswegen Freundschaft mit ihr zugestimmt. Weiter durch Deutschland gereist, immer wieder bei Freunden. Irgendwann gemerkt, dass ich mein Zimmer kündigen muss. Aber die Hoffnung, dass wir es nochmal probieren blieb bestehen. Sie würde ja nur ein paar Monate alleine sein wollen. Wir schrieben viel, redeten viel, kuschelten manchmal. Als ich ihr erzählte das ich ausziehen würde, hatte Sie richtig doll geweint. Ich war mir sicher, dass ich noch eine Chance hatte. Dafür zeigte sie einfach zuviel Signale.
Ich ging in eine andere Stadt, lebte auf einem Hof. Wir schrieben noch immer. Selten, aber wir schrieben. Banales, aber wir schrieben. In der Regel meldete sie sich bei mir. Alle 7 Tage musste ich ein paar Tage vom Hof weg, denn dann kam die Trauer. Ein kurzer Tapetenwechsel und alles war wieder gut. Wieder zurück auf den Hof. Nach 7 Tagen das gleiche Spiel von vorne. Nach 2 Monaten bekam ich mit, dass Sie einen neuen hat. Obwohl sie eigentlich alleine sein wollte. Ich schrieb ihr ein letztes mal. Kontaktabbruch. Fand einen Job in einer neuen Stadt. Zog um. Freute mich auf ein neues Kapitel. Und dann? Corona.
Der Kontaktabbruch ist jetzt rund einen Monat her. Am Anfang fühlte er sich befreiend an. Ich dachte jetzt wäre ich schnell darüber hinweg. Bei einer Meditation merkte ich aber, dass ich damit immer noch nicht abschließen kann. Mittlerweile denke ich wieder pausenlos an Sie. Obwohl ich weiß, dass das zwischen uns nicht passt. Das ich ihr nicht gut tue und sie mir nicht. Ich probiere mich abzulenken. Neue Kontakte, eigentlich das beste Mittel, sind aufgrund der aktuellen Lage schwierig. Muss ich mich also mit mir selbst beschäftigen. Ich habe probiert jeden Gedanken mit einem "Weg" direkt zu unterbrechen. Das ging 2 Tage gut. Heute der Breakdown, in unendliche Tränen ausgebrochen. Ich kann nicht mehr.
Das positive aus der Geschichte sehen? Kann ich, bringt aber nichts: Ich *beep* nicht mehr, rauche nicht mehr, kein Alk. mache jeden Tag Sport, ernähre mich Gesund, lese viel, habe endlich Ziele im Leben (neues Studium im WS und bis dahin Geld sammeln), gemerkt welche Freundschaften mir wichtig sind, Beziehung mit meinen Eltern verbessert. Alles dank dieser Krise. Aber auch um ihr zu gefallen.
Mit Freunden gesprochen? Ich habe mit jedem über alles geredet. Hat gut getan, mittlerweile nerve ich aber diese bestimmt. Es ist ja immer wieder das gleiche.
Erinnerungen? Alle gelöscht. Jedes Bild, jeder Brief. Außer die Hoffnung, dass das doch was wird. Die flammt immer wieder auf. Der Gedanke an sie.
Ich weiß das ich tiefere Probleme habe. Das sowas nicht normal ist. Oder doch? Ab wann sollte ich mir einen Psychiater suchen? Ab wann hört das auf. Ich habe doch gerade mal 2 Monate mit ihr zusammen gewohnt. 1 Monat was mit ihr gehabt. Ihr Einzug ist jetzt 7 Monate her.