H
Heneleln
Gast
Nach drei Jahren Beziehung hat mich (23) mein Partner (27) vor einem Jahr überraschend verlassen. Nun ja, eigentlich stimmt das nicht so ganz, er hat mich vielmehr gezwungen, ihn zu verlassen.
Kurz zum Hintergrund: Wir waren besagte drei Jahre zusammen und standen uns sehr nahe. Zu beginn führten wir eine Fernbeziehung. Seine bisherigen Beziehungen (vier an der Zahl) hat er immer nach eineinhalb Jahren beendet. Für mich war er meine erste große Liebe - für uns beide also etwas besonderes. Tatsächlich hatten wir kurz vor der Trennung vermehrt Streitigkeiten und Auseinandersetzungen. Wir fanden uns stark in der ängstlich vs. vermeidende Beziehungskonstellation wieder. Ich ständig auf der Suche nach Versicherung und Halt, hab den von ihm, der in Konfliktsituationen dazu neigt, sich stark zurückzuziehen nicht bekommen können. Zusätzlich war dies durch eine depressive Episode seinerseits überlagert. Während ich mich jedoch schon Jahre mit meinen Beziehungsmustern auseinandergesetzt habe und seither sehr bewusst daran arbeite, hat er gerade erst damit begonnen.
Einen Tage vor unserer Trennung wollte er noch unseren nächsten Südamerika-Urlaub planen und hatte auch bereits für einige Monate später ein Wandertrip gebucht. Eines abends kam er dann zu mir, um mir zu gestehen, dass er mich betrogen hat. Das war insofern sehr schmerzhaft, als dass er wusste, dass ich in meiner Vergangenheit bereits mehrfach betrogen worden bin. Ich habe mich daraufhin getrennt, aber auch nur weil er mir keine andere Wahl gelassen hat. Er schien auch überhaupt kein Interesse daran zu haben, weiter an der Beziehung zu arbeiten.
Einige Tage später trafen wir uns nochmal um zu reden - da ich den Wunsch hatte, etwas mehr Klarheit über das Geschehene zu erlangen. Er konnte mir jedoch weder sagen, warum er sich ein Ende der Beziehung herbeisehnte, außer der Floskel, dass ihm die Beziehung einfach zu anstrengend gewesen sei noch hat er sich wirklich glaubhaft entschuldigt. Er schien so mit sich selbst beschäftigt, dass meine Verletzung keinen Raum fand und er fast wütend auf mich war, dass ich ihm jetzt wieder in die unangenehme Lage brachte, seine Gefühle kommunizieren zu müssen.
In der Zwischenzeit hatten wir keinen Kontakt, ich erfuhr nur von einer gemeinsamen Freundin, dass er gerade mit seinem Referendariat begonnen hatte, um anschließend Lehrer zu werden, das war immer sein Traum.
Einige Monate später erfuhr ich von einer Arbeitskollegin, dass er mit der Person mit der er mich betrogen hat nun zusammen ist, das war für mich sehr schmerzhaft. Niemals im Leben hätte ich damit gerechnet. Noch dazu habe ich so die Identität der Person erfahren, über die er mich belogen hat. Ich hatte nämlich von Anfang an angenommen, es müsste sich um diese Person handeln, eine gemeinsame Freundin, die noch dazu professionelles Modell ist.
So weit so gut - oder vielmehr schlimm. Seit dem ich von der Identität der Person und der Tatsache, dass sie professionelles Model (und wirklich wunderschön ist) erfahren habe ist mein Selbstbewusstsein noch tiefer in den Keller gerutscht. Ich hatte eigentlich immer ein gutes Selbstbewusstsein, gehöre zu den besten in meinem Jura-Studium, und würde mich als attraktiv beschreiben. Nun finde ich mir nur noch furchtbar hässlich und habe irgendwie das Gefühl, unglaublich klein gemacht worden zu sein.
Meine Angst den beiden zu begegnen ist so groß, dass ich selbst Monate nach der Trennung gewisse Orte meide. Was innerhalb der Kleinstadt in der ich lebe, nicht immer einfach ist.
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie mit der Situation umzugehen.
Kurz zum Hintergrund: Wir waren besagte drei Jahre zusammen und standen uns sehr nahe. Zu beginn führten wir eine Fernbeziehung. Seine bisherigen Beziehungen (vier an der Zahl) hat er immer nach eineinhalb Jahren beendet. Für mich war er meine erste große Liebe - für uns beide also etwas besonderes. Tatsächlich hatten wir kurz vor der Trennung vermehrt Streitigkeiten und Auseinandersetzungen. Wir fanden uns stark in der ängstlich vs. vermeidende Beziehungskonstellation wieder. Ich ständig auf der Suche nach Versicherung und Halt, hab den von ihm, der in Konfliktsituationen dazu neigt, sich stark zurückzuziehen nicht bekommen können. Zusätzlich war dies durch eine depressive Episode seinerseits überlagert. Während ich mich jedoch schon Jahre mit meinen Beziehungsmustern auseinandergesetzt habe und seither sehr bewusst daran arbeite, hat er gerade erst damit begonnen.
Einen Tage vor unserer Trennung wollte er noch unseren nächsten Südamerika-Urlaub planen und hatte auch bereits für einige Monate später ein Wandertrip gebucht. Eines abends kam er dann zu mir, um mir zu gestehen, dass er mich betrogen hat. Das war insofern sehr schmerzhaft, als dass er wusste, dass ich in meiner Vergangenheit bereits mehrfach betrogen worden bin. Ich habe mich daraufhin getrennt, aber auch nur weil er mir keine andere Wahl gelassen hat. Er schien auch überhaupt kein Interesse daran zu haben, weiter an der Beziehung zu arbeiten.
Einige Tage später trafen wir uns nochmal um zu reden - da ich den Wunsch hatte, etwas mehr Klarheit über das Geschehene zu erlangen. Er konnte mir jedoch weder sagen, warum er sich ein Ende der Beziehung herbeisehnte, außer der Floskel, dass ihm die Beziehung einfach zu anstrengend gewesen sei noch hat er sich wirklich glaubhaft entschuldigt. Er schien so mit sich selbst beschäftigt, dass meine Verletzung keinen Raum fand und er fast wütend auf mich war, dass ich ihm jetzt wieder in die unangenehme Lage brachte, seine Gefühle kommunizieren zu müssen.
In der Zwischenzeit hatten wir keinen Kontakt, ich erfuhr nur von einer gemeinsamen Freundin, dass er gerade mit seinem Referendariat begonnen hatte, um anschließend Lehrer zu werden, das war immer sein Traum.
Einige Monate später erfuhr ich von einer Arbeitskollegin, dass er mit der Person mit der er mich betrogen hat nun zusammen ist, das war für mich sehr schmerzhaft. Niemals im Leben hätte ich damit gerechnet. Noch dazu habe ich so die Identität der Person erfahren, über die er mich belogen hat. Ich hatte nämlich von Anfang an angenommen, es müsste sich um diese Person handeln, eine gemeinsame Freundin, die noch dazu professionelles Modell ist.
So weit so gut - oder vielmehr schlimm. Seit dem ich von der Identität der Person und der Tatsache, dass sie professionelles Model (und wirklich wunderschön ist) erfahren habe ist mein Selbstbewusstsein noch tiefer in den Keller gerutscht. Ich hatte eigentlich immer ein gutes Selbstbewusstsein, gehöre zu den besten in meinem Jura-Studium, und würde mich als attraktiv beschreiben. Nun finde ich mir nur noch furchtbar hässlich und habe irgendwie das Gefühl, unglaublich klein gemacht worden zu sein.
Meine Angst den beiden zu begegnen ist so groß, dass ich selbst Monate nach der Trennung gewisse Orte meide. Was innerhalb der Kleinstadt in der ich lebe, nicht immer einfach ist.
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie mit der Situation umzugehen.