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Professor will mich fördern - komme damit nicht klar

Meerlöwin
Zitat von Fliesentisch:
Ins Lektorat gehst du, um Flüchtigkeitsfehler, die in der schieren Textmasse der meisten wissenschaftlichen Publikationen schlicht passieren, auszuradieren. Vermittlung eines grundsätzlichen Verständnisses der deutschen Sprache und ihrer Grammatik, Syntax und Rhetorik ist dagegen nicht Aufgabe eines Lektors. Jedenfalls im Normalfall nicht.


Doch, Fliese, exakt das ist der Normalfall eines Lektorats und noch einiges mehr.
Schon im reinen Korrektorat ist mein Job, nach (neuer deutscher) Rechtschreibung zu schauen, nach Zeichensetzung, Syntax, Grammatik, Einheitlichkeit, Redundanzen, Schachtelsätzen, Absätzen usw.
Und im Lektorat habe ich zusätzlich die Aufgabe, nach der Sprache zu schauen. Nach dem Sprachfluss, der Schönheit der Sprache, Verständlichkeit, nach rhetorischem Käse und inhaltlichen Widersprüchen, nach Logik und Folgerichtigkeit usw.

Ich habe schon so viel für Professoren im wissenschaftlichen Bereich lektoriert und nicht jeder hatte ne 1+ in Deutsch, aber so was wie mir und mich auseinanderhalten können sie schon.

11.12.2022 18:49 • x 2 #31


Fliesentisch
Zitat von Meerlöwin:
Doch, Fliese, exakt das ist der Normalfall eines Lektorats und noch einiges mehr. Schon im reinen Korrektorat ist mein Job, nach (neuer ...


Dann habt ihr ein eindeutig besseres Lektorat als wir am Institut.

11.12.2022 18:54 • x 2 #32


A


Professor will mich fördern - komme damit nicht klar

x 3


Meerlöwin
Zitat von Fliesentisch:
Dann habt ihr ein eindeutig besseres Lektorat als wir am Institut.


Das wäre möglich.
Ich arbeite derzeit hauptsächlich für Buchverlage, das ist natürlich noch mal was anderes.
Die größten Challenges waren dagegen früher Doktorarbeiten von Chinesen in Maschinenbau.

11.12.2022 19:02 • x 2 #33


Fliesentisch
Zitat von Meerlöwin:
Das wäre möglich. Ich arbeite derzeit hauptsächlich für Buchverlage, das ist natürlich noch mal was anderes. Die größten Challenges ...


Könnte daran liegen, dass das aus Kostengründen an uns HiWis und Wiss. Mits. ausgelagert wurde. Ganz vielleicht.

Bei uns kommt es ganz auf den Schreibenden an - Ich lese Texte von Nicht-Mittersprachlern, die per sofort Druckqualität haben und einen unserer Zivilrechtler, der derart verschachtelt und schludrig schreibt, dass man quasi eine Standleitung zu ihm braucht, damit man nicht sinnentstellend umformuliert. Auf Englisch ist mir das Ganze deutlich lieber.

11.12.2022 19:12 • x 2 #34


Meerlöwin
Zitat von Fliesentisch:
Könnte daran liegen, dass das aus Kostengründen an uns HiWis und Wiss. Mits. ausgelagert wurde. Ganz vielleicht.


Nicht ganz ausgeschlossen.

11.12.2022 19:18 • x 1 #35


A
Zitat von Meerlöwin:
Und im Lektorat habe ich zusätzlich die Aufgabe, nach der Sprache zu schauen. Nach dem Sprachfluss, der Schönheit der Sprache, Verständlichkeit, nach rhetorischem Käse und inhaltlichen Widersprüchen, nach Logik und Folgerichtigkeit usw.


Richtig.
Auch wenn man analytisch denken kann, ist es oft schwierig Inhalte sprachlich korrekt zu formulieren.
Dafür gibt es Lektoren;-).

11.12.2022 19:19 • #36


Emma14
@te Du hast 10 Threads. In einem steht, du hättest eine neue Stelle angetreten (2021 ). Jetzt schreibst du was von Master und Promotion. Da bekomme ich Stirnerunzeln.

11.12.2022 19:37 • x 1 #37


Meerlöwin
Zitat von VictoriaSiempre:
Mit beiden Nicks auch in diesem Thema.


Das ist überhaupt das Beste.

11.12.2022 19:44 • x 1 #38


Emma14
Zitat von VictoriaSiempre:
Sie hat (mindestens) 21 Threads, da sie unter (mindestens) 2 Accounts hier unterwegs ist. Mit beiden Nicks auch in diesem Thema.

Ich runzel nicht mehr


Ok. Die Sache ist dann eindeutig. Zunächst merkt man es nicht und nimmt es ernst.
So ist es wohl auch gedacht.

11.12.2022 19:51 • x 2 #39


Kampfschnake
Zitat von Annre:
Auch wenn man analytisch denken kann, ist es oft schwierig Inhalte sprachlich korrekt zu formulieren.

Ich war der Überzeugung, dass ein Teil jeden Studiums darin besteht, dass man lernt, wie man schwierige Inhalte sprachlich korrekt formuliert.

Davon abgesehen, sind Lektoren nicht kostenfrei. Damit sind wieder die Studierenden, die unterhalb der Armutsgrenze leben, im Nachteil.

https://www.spiegel.de/start/statistisc...2814234250

11.12.2022 19:52 • x 2 #40


A
Es ist nicht eure Sache diese Userin anzugehen
Diese Häme ist völlig unangebracht, wie schon oft, soll hier abgewertet werden.
TE ruhig bleiben, ignorieren, das ist besser, als Adrenalin auszuschütten

11.12.2022 19:55 • #41


A
@Kampfschnake ? Jeder kann und darf seine Arbeiten korrekturlesen lassen.

11.12.2022 19:58 • #42


Fliesentisch
Zitat von Annre:
Es ist nicht eure Sache diese Userin anzugehen


Nach 21 Threads unter zwei Nicks? Doch, definitiv.

11.12.2022 20:01 • x 3 #43


Kampfschnake
@Annre

Ja, natürlich. Ich bin aber hinsichtlich der Angebote von Lektoren skeptisch, inwieweit es da nicht über das Korrekturlesen hinaus geht.

Ich möchte im übrigen die TE nicht abwerten.

11.12.2022 20:02 • x 1 #44


A


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