@pascal92
Ok, ich verstehe. Panikattacken sind natürlich übel und ich verstehe, Dinge zu verändern sind für einen Menschen der an Depression leidet äusserst schwierig, da oftmals die Kraft fehlt. Menschen, die das nicht kennen, können sich das kaum vorstellen, nur weil man keinen Gips trägt.
Du scheinst mir dennoch ziemlich funktional zu sein, gehst Du zur Arbeit? Das wäre ja schon mega und etwas worauf Du stolz sein kannst. Bei mir waren es auch immer ganz ganz kleine Schrittchen. Angefangen hatte ich damit, dass wenn ich morgens aufsteh, immer gleich mein Bett mache. Das klingt für gesunde Leute lustig, aber mir hat es geholfen, weil es Struktur bringt. So baue ich nach Möglichkeit immer wieder kleine Dinge (auch heute noch) in den Alltag ein, um ihn besser zu strukturieren. Lesen und schreiben beispielsweise (bei Gott ich hasse es

) hilft auch sehr.
Bei Panikattacken bzw um diesen vorzubeugen kann ich dir allenfalls mal die Wim Hof Methode ans Herz legen. Musste auch ein wenig ausprobieren und kam mir bei manchem etwas blöd vor, aber diese Methode wirkt wahre Wunder.
Da Du offenbar eine ziemliche zähe Depression hast, die sich wohl nur mässig gut behandeln lässt, rate ich Dir auch mal etwas Lektüre, falls Du keine Kraft zum Lesen hast, gibts auch Podcasts, von Frau Dr. Andrea Jungaberle. Eine absolute Koryphäe bei somatischen Themen. Ich weiss nicht, was in DE die Krankversicherung abdeckt, allerdings gibt es heute Therapiemethoden (auch mit Substanzen), die um einiges vielversprechender sind als die herkömmlichen Psychopharmaka. Ich beispielsweise habe meine Medis vor rund 4 Monaten abgesetzt, da sie mehr Nebenwirkungen zeigten als eigentliche Wirkung.