hallelujah11
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ich (32,m) bin in einer Situation wie sie sich sicher kaum einer ausmalen würde.
Hierzu mal einen Abriss:
- sieben Jahre lang hatte ich eine wundervolle und nach jetzigem Stand wohl (und ich habe viele Menschen kennengelernt) liebevollste, hilfsbereiteste und herzensgute Freundin an meiner Seite.
- zu mir kurz: ich bezeichne mich als attraktiven, sportlichen, großen Mann, der aber durch seine Erziehung und Erfahrung extrem Prinzipientreu ist und dem Ehrlichkeit und treue über alles gehen.
- sie ist nicht nur hübsch, sondern auch sehr attraktiv (sehr intelligent, weise und bedacht + hübsch)
- wir haben in den letzten Jahren viel zusammen durchgestanden, unsere gemeinsamen UNI Abschlüsse, diverse Fernbeziehungen von 300-10000km, diverse Urlaube, Ortswechsel etc.
- wir haben aber auch in den letzten 7 Jahren trotzdem 3 1/2 Jahre zusammengelebt was sehr gut funktioniert hat
- Wir haben uns im Grunde nur drei Mal in sieben Jahren gestritten (wenn man es so nennen kann)
- wir hatten Sex, der gut war, aber gefühlt nach den ersten stark abgenommen hat (von schon nicht sehr häufig zu im Prinzip gar nicht) -> viel drüber gesprochen, dass mir das wichtig ist etc. es hat sich aber nichts geändert
- ansonsten gab es charakterlich sicher Probleme, da wir beide gemütlich sind (trotzdem mache ich sehr viel Sport, mag es aber auch gerne mal ruhiger), wir beide nicht gerne Party machen. Wir hatten uns beide sehr auf uns selbst fixiert, kaum andere Ankerpunkte außerhalb von Beziehung, Familie und Arbeit. Kaum ein anderes Soziales Umfeld. Bei ihr kam hinzu, dass Sie kein Hobby besaß
Was war also passiert: seit Monaten war ich unglücklich und unzufrieden mit mir selbst aber auch der Beziehung an sich, wir haben uns nie gerieben, keinen Sex mehr gehabt (ich habe selbst das Interesse daran verloren obwohl ich sie mega attraktiv fand, nach vielen Versuchen ohne Vorstoß, habe ich es einfach iwann aufgegeben und iwann war es selbstverständlich), wir haben aneinander vorbeigelebt statt uns zu pushen, haben wir uns eher runtergezogen und keine eigenen Projekte und Visionen gehabt. Trotzdem wussten wir beide, wir würden uns eigentlich niemals vom anderen Trennen und wir könnten für immer so weiter machen iwann würde es ggf. wieder besser werden, grade wenn sie vielleicht endgültig im Berufsleben angekommen ist.
Doch ich war vor 2-3 Monaten an einem Tiefpunkt angekommen, an dem ich nicht mehr konnte, obwohl ich sie liebte/liebe habe ich den Schlussstrich gezogen mit allen Konsequenzen (eine Auszeit bzw. räumliche Trennung wollte sie zuvor nicht, erst nach dem ich dann den Schlussstrich endgültig gezogen hatte). Gleichzeitig ist ähnliches bei einer guten Freundin und Arbeitskollegin(nein keine neue Partnerin) passiert - kennen uns seit zwei Jahren - ausgerechnet der Frau, die all die Eigenschaften mitbringt die mir pers. zuletzt gefehlt haben.
Für mich nun das Problem: Für mich war immer klar, ich werde wenn ich diese EINE mir so extrem wichtige Beziehung und Person verlasse, mich nicht direkt auf eine Neue einlassen und werde mir Zeit nehmen mich zu sammeln und zu finden.
Jetzt hat es aber irgendwie, ich schätze vor allem auf sexueller Ebene extrem zwischen meiner Kollegin und mir gefunkt für mich sehr kurz nach der Trennung. Und ich mag Sie sehr, finde sie heiß, aber ich kann es vom Kopf her nicht wirklich, zumindest nicht, wenn wir nicht zusammen sind. Ich habe meine große Liebe noch nicht beerdigt (weiß auch nicht ob ich das überhaupt kann).
Der Sex ist verhältnismäßig gut, aber auch hier merke ich, dass ich vom Kopf nicht 100%ig bei der Sache bin. An Ihrer Seite fühle ich mich seit langem mal wieder ausgeglichen. Ich fühle (glaube ich) keine Schmetterlinge, aber es fühlt sich verdammt gut und richtig an mit ihr Zeit zu verbringen. Ich möchte aber auch dies was mir gut tut nicht hinten anstellen.
Nichts desto trotz habe ich Chaos im Kopf, meine Ex tut mir extrem leid, eventuell fehlt sie mir sogar menschlich/körperlich.
Auf der anderen Seite möchte ich gerne Ruhe haben und Abstand von allem.
Auf der dritten Seite ist da die Freundin, mit der ich nicht nur Spaß habe sondern die mir aktuell alles gibt, mich zufrieden und glücklich macht und die vom Typ her die perfekte Ergänzung zu meiner vorherigen Beziehung gewesen wäre (rein vom Charakter her). Und ich denke, ich kann aktuell nicht mehr als Spaß und Zweisamkeit bieten, habe aber das Gefühl, dass sie sich schon schwer in mich verguckt hat.
Meine Familie kann nicht nachvollziehen warum ich die Beziehung beendet habe.
Ich wünschte es wäre nicht zu dieser Situation gekommen, aber ich glaube manchmal kann man die Zeitpunkte für bestimmte Dinge nicht wählen.
Ich bin fast dazu geneigt, einfach alles on Hold zu setzen um wirklich mal 3-4 Monate über alles nachdenken zu können. Nur werde ich die Freundin auch fast täglich auf der Arbeit sehen, was es nicht leicht machen dürfte (don't fu. the comp.).
Hat jemand ähnliche Erfahrungen und rationale Tipps?
Ich weiß ich hätte es in der Hand gehabt, aber ich habe einmal in den letzten 15 Jahren den Kopf EINEN Abend ausgeschaltet und wurde so in diese Situation manövriert - bereuen tue ich es eigentlich nicht - aber es macht alles unfassbar kompliziert.
Was tun ohne noch mehr Menschen zu verletzten, einfach egoistich sein?
Danke vorab,
Ben