Erenyx
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Ich hab bereits ein Thread geschrieben, ob Vergebung hilft, mit jemanden abzuschließen.
Nochmal kurz zu mir: Bin 23, männlich, Student und hatte jetzt meine erste Freundin, die mich jedoch von Anfang an betrogen hat. Unsere "glückliche" Beziehung ging zwar nur 2 Monate, doch war sie für mich eben das Licht in meinem Leben. Nachdem alles rausgekommen ist, bin ich ihr, nachdem ich ihr das verziehen hatte, dann noch ein halbes Jahr hinterhergelaufen, weil sie es mir einfach Wert war. Das waren dann mehr oder weniger eine On-Off Beziehung und ab Mai hat sie dann gesagt, es geht nicht mehr. In der Zeit dann hat sie mir immer wieder Hoffnung gemacht und diese dann jedes mal wieder zerstört. Jetzt als sie ausgezogen ist aus meiner Stadt, hat sie es sein lassen, mir Hoffnung zu machen und war froh, wenn wir dann endlich abschließen konnten. Sie hat mich also die 6 Monate dafür ausgenutzt, einfach jemanden zu haben, der im Notfall da ist, falls irgendwas sein sollte.
Jetzt haben wir seit genau 2 Wochen nach einem letzten heftigen Streit gar keinen Kontakt mehr. Anfänglich hat sich jeder Tag wie ein Jahr angefühlt, obwohl ich sie überall blockiert habe, genauso wie sie mich überall, hab ich bei jedem Vibrieren aufs Handy geschaut und gehofft, dass sie das irgendwie ist.
Mittlerweile ist es nur noch so, dass ich morgens beim aufstehen hoffnungsvoll alles durchschaue, obwohl ich weiß, dass da sowieso nichts kommt.
Jetzt thematisch zum Threadtitel passend: Anfänglich war es die reine Hölle: Gefühlt alle 2 Stunden angefangen zu heulen; vor reiner Eifersucht auf mögliche nächste Typen fast explodiert; das Verlangen, über andere Accounts auf ihr Instagram zu schauen aber die Willenskraft es nicht zu tun, hat mich förmlich zerrissen; bei jeder kleinsten Sache direkt an sie gedacht. Mittlerweile gibt es Tage, wo ich gar nicht mehr heulen muss, wo ich, nachdem ich darüber nachdenke, wie toll sie war, mir gleich in den Kopf rufe, wie viel Mist sie gemacht hat. Natürlich ist dieses dumpfe Gefühl der Einsamkeit und des Verlangens, einen Seelenpartner zur Seite zu haben, noch mein ständiger Begleiter, aber nicht mehr so penetrant, wie anfänglich. Jetzt zur ursprünglichen Frage: Es gibt Momente, wo sie mir plötzlich mit allen guten Seiten wieder in den Kopf kommt, ich daran denken muss, dass sie jetzt für immer weg ist und ich komplett wie in ein kleines Loch versinke, tottraurig bin und mich vor heulen nicht mehr retten kann, weil mich diese Gewissheit einfach komplett überrennt. Das hält dann für eine Stunde an, bis ich mich dann wieder gefasst habe und dann verschwindet diese tief-depressive Stimmung und wird zu der "normal"-tiefen Stimmung wieder. Sind das dann Rückschritte, wo ich dann wieder von vorne anfange? Oder kann man das als "Stolpler" sehen, die manchmal passieren, wenn man den Weg nach vorne zur Besserung geht?
Und eine zusätzliche Frage hätte ich dann noch. Ganz vereinzelt, so durchschnittlich jeden Tag 1 mal, gibt es ganz kurze Momente, wo ich plötzlich, komplett ohne irgendwelche Auslöser, glücklich bin. Wirklich als würde mich eine tiefe Euphorie einholen. Diese Momente passen überhaupt nicht zur Laune. Diese Momente dauern so 10-20 Sekunden an, dann verschwinden sie wieder so schnell, wie sie auch gekommen sind. Und diese Momente lassen mich dann mehr verwirrt zurück, als alles andere. Haben diese Momente irgendwas mit der Psychologie zu tun oder sind es einfach nur kleine Hormonausraster, da Liebeskummer etc. ja schon mal in den Hormonhaushalt eingreift?
Vielen Dank für's Lesen und ich würde mich über eure Gedanken dazu freuen.


