rev71
Mitglied
- Beiträge:
- 7
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 2
- Mitglied seit:
Ich bin froh dieses Forum gefunden zu haben, weil ich das Bedürfnis habe mir meine Geschichte von der Seele zu schreiben.
Ich bin 45 Jahre alt und bin seit 21 Jahren verheiratet. Seit 3 Monaten leben wir nun in Trennung. Meine Frau meine für mich völlig überraschend, dass Sie sich nicht vorstellen könne, mit mir alt zu werden.
Sie hat dann sogleich begonnen eine Wohnung zu suchen und war nach wenigen Wochen bereits weg.
Ich lernte Sie vor 23 Jahren kennen. Sie war damals alleinerziehend mit einem 2 jährigen Sohn und einer 9 Monate alten Tochter. Der leibliche Vater hatte Sie sitzen gelassen und ist ins Ausland augebüxt während der Schwangerschaft des zweiten Kindes.
Nach unsrer Heirat adoptierte ich dann die Kinder und wir hatten zusammen nochmals zwei.
Von den 4 Kindern (mittlerweile 25 und 20 Jahre die Jungs und 24 und 16 Jahre die Mädels) leben noch drei bei mir in Haus. Die Kinder meiden nun zum Großteil den Kontakt zur Mutter aus Verletzung (die kleinste will momentan gar überhaupt nichts wissen von ihr) Dies ist für mich zusätzlich belastend, da die ganze Trauer und seelischen Nöte der Kinder mich alleine konfrontieren. Ich wünschte mir, dass die Beziehung Mutter-Kinder sich normalisieren würden, kann aber nichts erzwingen
Nach Auszug der Frau ging es mir nach der ersten Schockphase eigentlich relativ gut. Mittlerweile hat mich die ganze Thematik aber stark eingeholt. Ich fühle mich irgendwie nicht mehr in der Lage das Leben zu meistern. Den anspruchsvollen Beruf (im Aussendienst) die Kinder mit Ihrer Trauer zu Hause, den Haushalt, Hund Katzen u.s.w.
Die Wochenende sind ganz schlimm, ich liege dann rum ein kann mich praktisch nicht bewegen, die seelische Pein wurde mittlerweile zu einer physischen.
Beruhigen und Einschlafen kann ich praktisch nur noch mit Medikamenten (Temesta)
Das Haus, in welchem "früher" Leben und gute Stimmung herrschte gleicht mitunter einem Ort der Trauer.
Alle Tipps von wegen; "du musst raus, geh unter die Leute" sind zwar gut gemeint aber aktuell für mich überhaupt nicht umsetzbar.
Unsere Freunde hatten wir gemeinsam und diese sind allesamt in ganz anderen Lebenssituationen mit eigener Familie und kleinen Kindern (wir hatten ja sehr früh Kinder) von daher mag ich mich nicht einfach dort einladen und bemitleidet werden.
Meine akutelle Horrovorstellung ist, wenn dann die Kinder ausziehen, dann kann ich aus heutiger Sicht gar nichts mehr dem Leben abgewinnen. Bin ziemlich am Tiefpunk
