Danke für eure guten Ratschläge und Beiträge!
Auch @Perzet und @Scheol - sehr feine Denkanstösse und Feststellungen.
Zitat von Perzet: Ich meine Du sagtest, Deine Familie sei gut miteinander umgegangen. Dann passt mein Übertrag nicht.
Ich kenne die Version, daß ich unter so einer Verdrehung aufgewachsen bin und mir ständig eingeprügelt worden ist, daß solch verdrehtes Verhalten das richtige sei. Es sei doch verständlich, daß.... ...
Ja, war sie bzw ist sie immer noch.
Immer sehr liebevoll, mein Papa und auch meine Mama. Meine Grosseltern sowieso, meiner "Lieblingsoma" war immer Harmonie am wichtigsten, sie selber hat alles runtergeschluckt und geduldet, und das habe ich die letzten beiden Jahre, wo ich sie pflegte (bis zum Tod bei ihr zuhause) auch aufgearbeitet.
Ich denke schon lange dass ich von ihr unbewusst einiges übernommen habe, weil ich auch als Kind sehr viel Zeit mit und bei ihr verbrachte. Den Erzählungen nach muss ihr Vater sehr "streng" bzw grenzwertig (N veranlagt?) gewesen sein, denn so wie sie sich verhielt war es auch nicht 'gesund' und liess auf allerhand schliessen.
(Sie war super liebevoll und immer verständnisvoll, und hat anderen alles immer verziehen, um jeden Preis. Auch wenns ihr selber oft damit nicht gut ging)
Vielleicht (ich denke das ist sogar wahrscheinlich) habe ich meinen Drang, manchen Menschen sehr viel zu verzeihen bz vieles zu dulden von ihr mir angeeignet, wobei das früher nie ein Thema war.
Denn interessanterweise betraf mich das erst jetzt nach ihrem Tod, wo ich dann auch erst meinen Problemfall kennengelernt habe. (Sie starb letztes Jahr)
Davor hatte ich solche Menschen auf meilenweiten Abstand von mir, und habe sie, wie @thegirlnextdoor schon schrieb, aus meinem Dunstkreis ferngehalten.
Danke, wirklich eine sehr interessante Anregung, denn das kam mir eben nochmal in den Sinn.
Auch der Zusammenhang, dass das bei mir erst nach ihrem Tod eintrat, die "Unfähigkeit" oder eher "Unwilligkeit" mich davor zu schützen was mir nicht gut tut.
Ich wohne zur Zeit auch noch in ihrer Wohnung.
Zitat von Perzet: Warum denkt sich Mensch an der Stelle, man sei selber über diesen Dingen stehend? Die Antwort könnte sehr erhellend sein. Dauert in der Regel etwas, bis die Antwort von innen heraus ins Bewusstsein dringt.
Auch eine richtig gute Frage.
Ich glaube, einen Grossteil davon finde ich gerade in der letzten Frage/Antwort, in Kombination damit dass ich es einfach verdrängt habe.
Oder auch der übliche Gedanke vielleicht, es wird schon werden.
Aber an eine Trennung im Voraus zu denken, erscheint mir etwas absurd. Das is ja als gehe man vor Fahrtbeginn schon davon aus dass man nie ankommt. Entspricht so gar nicht meiner üblichen Denk- und Lebensweise.
Aber wer weiss, vielleicht braucht die Frage auch noch etwas... ; )
Zitat von Scheol: In der Psychologie spricht man auch von Übertragung , das heißt , das man diese Wut des anderen übernimmt.
Ja das kenne ich am eigenen Leib, und habe das (ihr Leid, Wut, Schmerz, Trauer) in Anwesenheit mancher Menschen früher oft gespürt, was bestimmt auch mit ein Schutz war oder Grund, sie nicht in mein Leben zu lassen.
Heute auch noch, ich meide halt viele Umgebungen und Menschen, die sich nicht gut anfühlen, es ist zu meinem Kompass geworden. Viele treffe ich auch nicht mehr.
Ausser den einen.... und da rätsel ich, warum.
Zitat von Scheol: Das kann sein das sein Silence Treatment ins leere gelaufen ist. Sein schweige Bestrafung hat er oft genug gezeigt.
Ein normaler emphatischer Mann der bemüht ist , würde versuchen irgendwie entspannt und verzweifelt Kontakt aufzunehmen und die Sachen zu klären.
Hatte ich mir auch gedacht, das ist bestimmt wieder eine Form davon.
Da ich partout nicht mit ihm sprechen wollte, hätte er mir ja auch einen Brief schreiben können und alles offenlegen und versuchen, zu retten was zu retten ist. Und nicht mit SMS und Anrufen und so einem schei**
Zitat von Kittie: Den Zahn mit Beziehung hätte ich ihm da schon sofort gezogen und klar gemacht, dass DAS ja nun wirklich überhaupt gar keine Option mehr ist.
Habe ich gemacht, gleich nach der Trennung. Wortwörtlich "das letzte was ich mir vorstellen kann ist mit dir wieder zusammenzusein", am Ende meiner knallharten Nachricht an ihn, weil er nicht aufhörte immer wieder zu fragen und zu flehen ich soll uns eine Chance geben.
Ich war nicht beleidigend sondern auch da noch verständnisvoll, und ich schloss mit diesen deutlichen Worten.
Da war die Wut noch nicht ganz so gross, und ich konnte noch sachlich bis nett.
Zitat von Kittie: Wir "Narzissmusgeschädigten" haben aufgrund unserer Erfahrungen bis ins kleinste Detail erfahren und verstanden wie solche Menschen ticken und das ist auch ganz wichtig um sich von solchen Menschen lösen zu können. Solche Menschen sind einfach nicht mit normalen Maßstäben zu messen.
Naja Erfahrung hatte ich nicht mit solchem Verhalten, aber siehe oben, ichhabe aus dem Verhalten der Omi viel rauslesen können, ihr Vater muss ein regelrechtes Trauma für sie gewesen sein, gesprochen hat sie nie darüber.
Ich denke ich habe manches adaptiert, denn die Parallelen sind eigentlich recht deutlich.
Klingt vielleicht recht kryptisch aber für mich ergibt es ein Bild.
Superwertvoller Anstoss war das, weiter oben.
Zitat von thegirlnextdoor: Mit viel Kontakt ist man bei diesen Menschen, die so drauf sind, verloren! Sehe ich an meiner Mutter. Mit wenig Kontakt geht's ganz gut, haben wir viel Kontakt, geht es dermaßen grandios schief...
Ja das kann sein.
Wenn das ständig so ein Auf und Ab ist, und Drama, das strengt ja schon beim Gedanken daran wirklich an.
Irgendwie muss ich wirklich schauen, dass ich mich davon distanzieren kann, vor allem ohne dass ich langfristig davon Schaden nehme oder das Kind.
Habe jetzt tatsächlich einen Termin bei einem Psychologen anvisiert, auch um es mal "aktenkundig" zu haben.
Nicht, dass es im Nachhinein heisst, ich habe mir alles eingebildet.
Und getroffen bin ich schon, das kann ich nicht abstreiten.
Danke Mädels und Jungs, für eure tolle Mit"Arbeit" hier
🎊♥👏