@Perzet
Auch ein sehr guter Beitrag, danke dir!
Ich weiss nicht ob ich dich richtig verstehe mit deiner Idee, wie du das meinst.
Also was ich in letzter Zeit wirklich akribisch hinterfrage bzw immer wieder reingehe in Abständen, ist eben genau das, die Frage ob er mich wirklich gefühlt hat jemals und woran ich das genau festmachen kann. Ob es Situationen gab, wo ich es sicher spürte, oder wo ich das Gegenteil vermute.
Schwierig so im Nachhinein, aber vieles kann ich rekonstruieren, und ich muss im Nachhinein wirklich zugeben, dass ich es nicht mit Sicherheit sagen kann.
Er hat sehr auf mich geachtet, ja, und mir jeden Wunsch von den Augen ablesen oder erfüllen wollen (dabei bin ich recht wunsch- bzw 'anspruchslos', stelle ich im allgemeinen immer mal wieder fest, zumindest was den Durchschnitt betrifft, ich habe nicht viele äussere Wünsche die mir jemand erfüllen müsste oder könnte, dies tue ich selber, wenn, oder bin genügsam, das trifft es wohl besser als 'anspruchslos').
Er war aufmerksam, aber ich erinnere mich auch oft an Situationen wo er fragte wie es mir geht, und ich diese Frage jedoch noch nie so richtig verstanden habe, egal von wem sie kommt.
Entweder man fühlt es, oder eben nicht.
Andererseits "las" er oft Gedanken von mir, und merkte auch wiederum wie es mir ging ohne dass ich was sagen musste, das steht ja dann im Widerspruch dazu, bzw diese Situationen versuche ich dann weiter zu entschlüsseln.
Ja, es ist sehr interessant vieles rückblickend nochmal zu beleuchten, wenn man sich erinnert, dann wird das Licht ein anderes in dem man es betrachen kann, auch wenn es manchmal weh tut dass man sich selbst so getäuscht hat.
Was mich oft zu der Frage bringt, wie konnte ich das nicht so spüren, in meiner sensiblen Art?
Zitat von Perzet: Ich habe im Moment auch die Aufgabe meine Brüder, zu denen ich immer aufgeschaut hatte, neu zu bewerten und als das zu sehen, was sie sind. Das tut irre weh, wenn Masken fallen und einem klar wird, daß man nichts glauben darf, nicht vertrauen darf sondern mit allem rechnen muß, was man sich nicht vorstellen kann.
Das ist bestimmt auch schwer, da es innerfamiliär auch nochmal ein anderes Gewicht hat, irgendwie.
Ich mache das leider mit meiner Familie auch gerade, alles nochmals hinterfragen und es tut schon auch sehr weh. Und da fallen auch Masken, obwohl das immer so hart klingt.
Aber indem sie einem zB. absprechen, so zu handeln wie es einem das Innere sagt, ist es schon nicht mehr in Ordnung, irgendwo. Und auch die Hochsensibilität als Krankheit darzustellen, mal noch so ein Beispiel.
Tut mir leid zu lesen für dich, ja das schmerzt sehr, sowas.
Zitat von Perzet: Deine Oma sollte auch runter vom Podest. Sie ist keine arme, ausgelieferte Person.
Ihr mehr zu erklären kann eher nach hinten losgehen als daß sie dich besser versteht oder gar unterstützt. Pass bei ihr auf!
Stimmt auch, und auch dein Hinweis ist wirklich interessant, da aufzupassen.
Deshalb hatte ich es auch vermieden, ihr Details zu erzählen, aber das ist nun auch zu spät.
Sie bequatscht auch alle in der Familie immer mit ihrem Zeug, die meisten sind immun, aber es kann zur Belastung werden da es wirklich nervt.
Und die Feiertage stehen ja erst noch vor der Tür, ich hoffe das bleibt alles im Rahmen und wird nicht zum Thema gemacht, egal was.
Naja, man lernt ja
immer nur hinterher daraus.