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Schwere Trennung - Wie weiter?

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ThatCounts
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Hallo,
ich lese hier bereits oft mit, diesmal möchte ich selbst etwas schreiben, auch weil es mir aktuell sehr schlecht geht. ich nutze das hier vielleicht etwas wie ein Tagebuch, freue mich aber natürlich über jede Stimme dazu Lachendes Gesicht
Ich (33) war mit meinem (Ex-)Partner (22) drei Jahre zusammen. Die ersten zwei davon waren eine Fernbeziehung, dann ist er zu mir gezogen.
Wir teilen viele Interessen, verstehen uns eigt sehr gut. Und, ich glaube, das kann ich wirklich für beide sagen, wir lieben uns sehr.
Die Fernbeziehung lief extrem gut. Wir hatten tägliche Rituale, haben täglich telefoniert, Dinge zusammen erlebt, wir haben uns mindestens einmal im Monat getroffen. Ich habe ihn in der Zeit durch vieles begleitet, sei es beruflich oder persönlich.
Hier zusammengezogen lief vieles nicht mehr so gut. Wir haben unterschiedliche Sichten von Ordnung, er ist Autist und braucht eine gewisse Ordnung.
Dazu kommt, dass er aus meiner Sicht vieles, von dem was ich nebenbei mache, er gar nicht mitbekommt. Ich bin viel im Homeoffice, er Schichtbetrieb in einem körperlich sehr anstrengendem Job.
Es kam dann im Februar zur ersten Trennung seinerseits. Es war mehr eine Art Notbremse seinerseits. Ich würde zu wenig Verantwortung übernehmen.
Und auch wenn ich mich nicht getrennt habe, habe ich für meine Verhältnisse zu wenig Liebe von ihm zu spüren bekommen. Ich habe ihm oft den Kopf, Arm,. gestreichelt, ihm gesagt, wie sehr ich ihn liebe. nichts davon kam je von ihm aus. Er war mehr der Konsument. Er hat dann zwar zb auch gesagt, dass er mich liebt, aber es kam nie von ihm aus.
In der Trennungsphase war ich weiterhin sehr "warm" ihm gegenüber. Ich habe mir Mühe gegeben, gekämpft. Ich habe ihm gezeigt, wie wichtig er mir ist, habe mehr Verantwortung gezeigt, mehr Ordnung gehalten. Irgendwann fragte er mich nach ~2 Wochen, ob ich meiner Mutter schon von der Trennung erzählt hätte. Er sagte daraufhin, ich solle damit nochmal warten. Am nächsten Tag hatten wir ein langes Gespräch, an dessen Ende wir wieder zusammen kamen.

Ich habe während dieser Trennung und danach viel an mir gearbeitet, mehr Ordnung in mein Leben gebracht. Das führte gleichzeitig dazu, dass ich immer weniger Energie hatte. Ich bin Führungskraft in einem hochverantwortungsvollem Job mit extrem großen Stresslevel, ähnlich eines Fluglotsen. Gleichzeitig habe ich mich um ihn gekümmert. Und nun noch um die Verantwortung im Haushalt. Da war dann irgendwann weniger Energie für alles und vor allem für uns da. Er hat genau so viel Stress, arbeitet sich beim neuen Arbeitgeber noch ein. Auch dort war wenig Zeit für uns.

So lief es dann die nächsten Wochen und Monate. Vor ca. 7-8 Wochen hatten wir einen Streit, es war ein Samstag. Am Wochenende davor kam sein Vater zu Besuch. Ich habe mich extrem viel um ihn gekümmert. Ich habe ihn vom Bahnhof abgeholt, zum Hotel gebracht, ihn zur Arbeit meines Ex begleitet, damit er das mal gesehen hat und sich vorstellen kann, wie und wo er arbeitet, haben ihn dabei vom Feierabend abgeholt, ich habe am nächsten tag eine Route für eine Stadttour geplant und mit ihnen gemacht, mich ums Essen gekümmert, usw. Das hab ich alles wirklich gerne gemacht.
Am nächsten Wochenende, der mit dem Streit, wollte ich mit meinem Ex dann dafür zum Flohmarkt. Ich habe einen schönen rausgesucht, extra für ihn ein passendes Cafe zum Frühstücken und ihm davon erzählt. Die Nacht davor war er bis spät nachts mit Kolleginnen unterwegs. Als ich ihm dann am Freitag vom Flohmarkt und meinen Plänen erzählte, sagte er nur, er wäre zu kaputt, das wird nichts. Da wars für mich vorbei. Wir haben uns dann ca 10-15min darüber gestritten, ob und wieso nicht wir zum Flohmarkt können. Irgendwann sagte ich dann, ich würde dann alleine fahren, er brauche nicht mit und bin ins Schlafzimmer. Nach ca 5 Min. kam er zu mir und sagte, er könne das so nicht, wir müssen uns trennen. Ich sagte aus Reflex "ja, ich weiß".

Wir haben danach viel geweint und geredet. Dass er das Gefühl hat, wir seien kein Team mehr.
Ich kann ehrlich gesagt gar nicht mehr sagen, worüber wir alles gesprochen haben, nur dass der einzige Grund war, den er genannt hat.
Danach haben wir hier getrennt gelebt.

Es ist seitdem aber keine vollständige Trennungsatmosphäre hier. Wir sagen uns oft weiterhin (von mir ausgehend. ), dass wir uns lieben. Wir umarmen uns regelmäßig. Waren seitdem gemeinsam im Kino, was essen, gucken hin und wieder Filme. Er wollte demnächst mit mir zu einer großen Messe. Wir haben neue Restaurants rausgesucht, wo wir gemeinsam essen gehen wollen, manchmal massiere ich seine Füße beim gemeinsamen Fernsehen.
Aber es gibt nichts "romantisches" mehr. Kein Küssen, kein Sex, wir schlafen in getrennten Zimmern. Dazu kommen immer wieder kleine Streits und Konflikte.
So wechselt die Situation hier zwischen "wir schließen gegenseitig unsere Türen voreinander und reden am Tag max. 5 Worte miteinander" zu "wir schauen gemeinsam Fern und ich massiere deine Füße". Dieses Kalt-Warm hat mich irgendwann zu fertig gemacht. Ich habe ihm in einer ruhigen Minute gesagt, wir müssten ein festes Auszugsdatum ausmachen. Er sucht seit Tag 1 der Trennung nach neuen Wohnungen, geht auf Besichtigungen,. bekommt aber aktuell nur Absagen. Er zahlt hier an mich als Mietzusatz dafür nur einen Bruchteil.
Er fing darauf gleich eine Diskussion an. Was mir einfallen würde, es wäre ja unser beider Verantwortung gewesen,.
Ich habe ihm erklärt, dass mich die Situation hier aktuell sehr fertig macht. Ich kaum Schlaf bekomme. Ich will nicht mit ihm wie eine WG zusammen wohnen. Mir gefällt dieser warme Teil. Gleichzeitig kann ich nicht noch Monate so weiterleben wenn es so distanziert ist. Und entweder wir machen kein Datum aus, dann hat er eine ruhige Wohnungssuche aber ich gehe daran zugrunde, oder wir setzen ein festes Datum, er hat den Stress bei der Suche aber ich habe einen Punkt, an dem ich nicht mehr leide weil es so ist wie es hier ist. Und da er sich von mir getrennt hat und ich die Trennung nicht wollte, bin nicht ich derjenige der hier leiden sollte. Das ist die Konsequenz aus seinem Handeln.
Da kam dann wieder hoch, dass an der Trennung ja zwei verantwortlich seien, es sei ein schlechtes Gefühl so viel Druck zu bekommen,. Wir haben dennoch den 1.12. festgehalten.
Nun haben wir die Tage gesprochen, er fühlt sich von mir ausgenutzt. Es sei komisch auf der einen Seite ein Auszugsdatum zu haben und auf der anderen Seite noch so viel Wärme von mir zu bekommen.
Worauf hin ich erklärt habe, dass es für mich drei Wege gibt: Entweder wir hassen uns ab sofort, reden nicht mehr, ich bin kalt zu ihm, das halte ich dann aber keine paar Wochen aus. Oder wir lösen unser Problem, finden eine Lösung für diese Trennung und reparieren das zwischen uns. Oder es bleibt bei der Trennung, wir sind weiterhin "warm" zueinander aber es gibt eben zu meinem Selbstschutz ein Auszugsdatum.
Das scheint er wohl verstanden zu haben.

Da es ihm generell gar nicht gut geht (er leidet gerade unter Stress auf der Arbeit, Stress mit der Familie, Stress mit der Wohnungssuche und dem Stress/Situation zwischen uns) ist er aktuell für eine Woche in der Heimat.
Ich weiß nicht, was ich noch tun soll. Ich habe das Gefühl, er hat einfach überall Stress (Arbeit, Familie, uns,. ) und hat sich dann für den einfachsten Weg entscheiden. Man merkt, dass er mich noch liebt. Da bin ich mir absolut sicher. Er will auch weiterhin Kontakt haben mit mir, was ich allerdings schon abgelehnt habe. Ich kann nicht der gute Kumpel sein, wenn er irgendwann wen neues hat. Ich liebe diesen Menschen unfassbar. Und ich will nicht, dass es so ist wie es jetzt ist. Ich will nicht in Trennung zu ihm leben. Ich vermisse die Zeit mit ihm als Partner. Und ich hab keine Ahnung was ich tun soll.

x 2 #1


VictoriaSiempre
Zitat von ThatCounts:
Ich (33) war mit meinem (Ex-)Partner (22) drei Jahre zusammen. Die ersten zwei davon waren eine Fernbeziehung, dann ist er zu mir gezogen.

Hallo ThatCounts, Dein Kummer tut mir sehr leid Aufmunternde Emojis

Es ist schon ein wenig der Klassiker: Etwas, was in und mit der Distanz super funktioniert, muss es nicht auch im Alltag tun.

Zitat von ThatCounts:
Wir haben unterschiedliche Sichten von Ordnung, er ist Autist und braucht eine gewisse Ordnung.

Ja, wenn er Autist ist, dann braucht er das. Und es ist keine Verhandlungsmasse.

Zitat von ThatCounts:
Das hab ich alles wirklich gerne gemacht.

Hmmm… aber ne Gegenleistung hast Du schon erwartet Unwissender Smiley

Zitat von ThatCounts:
Am nächsten Wochenende, der mit dem Streit, wollte ich mit meinem Ex dann dafür zum Flohmarkt.

… denn „dafür“ wolltest Du mit ihm zum Flohmarkt, was Du ihm einen Tag vorher mitgeteilt hast. Viele Autisten mögen solche kurzfristigen Aktionen nicht, sondern benötigen Planungssicherheit und Vorlaufzeiten. Kommt natürlich auf die Ausprägung an.

Hat Dein Freund denn von Dir verlangt, dass Du Dich so um Deinen Vater kümmerst oder hast Du das alles im vorauseilenden Gehorsam schon mal gemacht, weil Du dachtest, dass er das von Dir erwartet? War er eingebunden in die Abläufe dieses Besuchswochenende oder hat er alles Dir überlassen?

Zitat von ThatCounts:
Als ich ihm dann am Freitag vom Flohmarkt und meinen Plänen erzählte, sagte er nur, er wäre zu kaputt, das wird nichts. Da wars für mich vorbei.

Ja nun. Wenn es für Dich vorbei war, weil er nicht mit zum Flohmarkt wollte (hab schon verstanden, dass der Flohmarktbummel für Dich eher ein Zeichen für seine Zuwendung war/sein sollte), dann war es doch damit vorbei?
An dem Druck, der durch solche Erwartungshaltungen entsteht, bist Du nicht ganz unschuldig.

Zitat von ThatCounts:
Ich liebe diesen Menschen unfassbar. Und ich will nicht, dass es so ist wie es jetzt ist.

Dieser Mensch, den Du unfassbar liebst, ist, wie er ist. Mitsamt seinen „Macken“, die er - grade als Autist - nun mal hat und nicht so einfach ablegen kann. Ich finde es schwierig, wenn in Situationen, die im Grunde PillePalle sind (nen Flohmarkt gibt es woanders demnächst sicher wieder), gleich mit Trennung gedroht wird - jedenfalls dann, wenn man sich angeblich doch so sehr liebt. Gilt für Euch beide.

Es gäbe ja auch die Möglichkeit, dass Ihr Euch nur räumlich trennt, wenn das Zusammenleben (noch) nicht so richtig funktioniert. Den Zeitraum bis zum 01.12. finde ich allerdings angemessen, in 3 Monaten sollte sich etwas für ihn finden lassen - nur „eigentlich“ willst Du ja gar nicht, dass er geht. Dass er bleibt, willst Du allerdings auch nicht Grinsendes grünes Gesicht

Schade, wenn Ihr nicht mehr miteinander reden könnt und Ihr vielleicht beide auf jeweils Eure Sicht der Dinge beharrt. Dann kann auch Liebe - oder das, was man dafür hält - nichts mehr retten.

War eigentlich der Altersunterschied jemals ein Thema bei Euch? Zwischen 22 und 33 ist der Unterschied von 10 Jahren in Sachen Lebenserfahrung ja meist deutlich größer als mit 33 und 44 Unwissender Smiley

#2


A


Schwere Trennung - Wie weiter?

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T
Danke für deine Antworten Lachendes Gesicht

Zitat von VictoriaSiempre:
Hat Dein Freund denn von Dir verlangt, dass Du Dich so um Deinen Vater kümmerst oder hast Du das alles im vorauseilenden Gehorsam schon mal gemacht, weil Du dachtest, dass er das von Dir erwartet?

Nein, er hat einen Großteil davon schon erwartet. Der Vater kam z.B. gegen 15.30 an. Abgemacht war, dass ich ihn hier ca. 30min später an der U-Bahn abhole, Zeitaufwand für mich ~10min (Fußweg Zuhause->UBahn-Station->Hotel->Zuhause. Danach hat er mich gefragt, ich habe natürlich zugestimmt.
Am Tag davor sagte er dann plötzlich, ich müsse ihn um 15:30 am Bahnhof abholen. Das war ein Mehraufwand von über einer Stunde, ich musste Termine auf der Arbeit verschieben, etc...
Er hat den Großteil dann mir überlassen.

Ich erwarte dafür auch nichts. Aber ich finde schon, dass zu einer gemeinsamen Beziehung gehört, dass man füreinander da ist. Ich habe den Flohmarkt die Woche über angesprochen, er hat die Woche über zugesagt. Und ich hatte ihm auch kommuniziert, vorher in der Frage ob er mit mir hingeht und im Streit selbst auch, dass es mir wichtig ist, dass wir zusammen was unternehmen, als "Date", als Paar.

Das mit dem "vorbei" war schlecht beschrieben von mir. Ich meinte damit, da ist mir quasi "die Hutschnur geplatzt" Zwinkerndes Gesicht
Was mich da so fertig gemacht hat war, dass er die Nacht vorher ohne Probleme bis spät in die Nacht raus kann, aber dann keine Zeit für mich oder uns findet.

Das mit der Wohnung ist mir bewusst. Ich will ihn nicht von mir weg haben. Aber damit meine ich vor allem, dass ich ihn als meinen Partner möchte. Nicht als Mitbewohner den man liebt. Es ist jeden Tag eine Zerreissprobe für mich, weil ich nie genau weiß, woran ich gerade bin. Mal ist er unfassbar kalt, mal kommt er zu mir und will kuscheln. Mal darf ich ihn umarmen, mal nicht. Deswegen brauche ich, so sehr ich die Zeit auch genieße mit ihm (wenn es so warm ist), irgendwo ein Enddatum. Sonst sehe ich die Gefahr, dass er bis zum Nächsten Herbst hier noch wohnt. Eine WG, eine günstigerere Wohnung, Unterkommen bei Freunden,....ist nämlich keine Option für ihn.

#3


ParyMoppins
Zitat von ThatCounts:
Ich habe während dieser Trennung und danach viel an mir gearbeitet, mehr Ordnung in mein Leben gebracht. Das führte gleichzeitig dazu, dass ich immer weniger Energie hatte. Ich bin Führungskraft in einem hochverantwortungsvollem Job mit extrem großen Stresslevel, ähnlich eines Fluglotsen. Gleichzeitig habe ich mich um ihn gekümmert. Und nun noch um die Verantwortung im Haushalt. Da war dann irgendwann weniger Energie für alles und vor allem für uns da. Er hat genau so viel Stress, arbeitet sich beim neuen Arbeitgeber noch ein. Auch dort war wenig Zeit für uns.

Habt ihr das denn untereinander kommuniziert? Ich lese darunter etwas die Ansicht: „Ich mache so viel für dich und du nicht.“ Das wäre mit guter Kommunikation, denk ich anders.

Zitat von ThatCounts:
Da es ihm generell gar nicht gut geht (er leidet gerade unter Stress auf der Arbeit, Stress mit der Familie, Stress mit der Wohnungssuche und dem Stress/Situation zwischen uns) ist er aktuell für eine Woche in der Heimat.

Wäre es denn nicht möglich, dass er dort vorerst bleibt? beziehungsweise auch dort hingeht. Wenn der 1.12. kommt?

#4


Violettsloth
Zitat von ThatCounts:
Ich (33) war mit meinem (Ex-)Partner (22) drei Jahre zusammen.

Das war das erste, was mir direkt aufgefallen ist. Als du ihn kennengelernt hast, war er gerade so erwachsen, du dagegen mit 30 bereits eine gestandene Frau. Er ist auch jetzt mit 22 noch sehr jung, hat einen ganz anderen Reifegrad, viel weniger Lebenserfahrung als du mit 33. Der Großteil der Männer ist ohnehin, was Reife betrifft, den Frauen etwas hinterher. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass es da zu Problemen kommen kann, selbst wenn der Altersunterschied bei euch vielleicht bisher kein Thema war. Er ist ein junger Kerl, der sich ausleben und die Hörner abstoßen möchte. Ich bin mir nicht sicher, ob er dir schon der Partner sein kann, den du dir wünschst. Er kann das, was du von ihm als Partner erwartest, wahrscheinlich noch gar nicht leisten, weil er in seiner Entwicklung noch nicht so weit ist, soweit sein kann. Er ist ja grad mal den Kinderschuhen entschlüpft.
Zitat von ThatCounts:
Ich bin Führungskraft in einem hochverantwortungsvollem Job mit extrem großen Stresslevel, ähnlich eines Fluglotsen. Gleichzeitig habe ich mich um ihn gekümmert. Und nun noch um die Verantwortung im Haushalt.

Du liest dich da leider ein wenig wie seine Mutter. Du machst und tust, damit er sich wohl fühlt, dich liebt und vergisst darüber deine Bedürfnisse. Und dann bekommst du nicht mal was zurück in Form von Nähe, die du dir wünschst. Vielleicht schaust du da nochmal genauer hin, warum du dich so aufopferst.

#5


D
@ThatCounts

Fühl dich gedrückt, ThatCounts.

Da ich selbst eine Fernbeziehung hinter mir habe, kann ich deinen Schmerz sehr gut nachvollziehen!

Als ich deinen Kummer gelesen habe, hat mich selbst ein Schmerz überfallen, ausgehend von der linken Brustseite, wie eine Gänsehaut, die durch den ganzen Körper ging.

Ihr habt das eigentlich sehr gut angefangen, mit eurer Fernbeziehung. Eine Fernbeziehung zu führen, ist ein echtes Kunststück!

Man braucht noch mehr gegenseitige Aufmerksamkeit, Unterstützung, liebevollen Umgang, Rituale usw. als in einer „normalen“ Beziehung.

Und genau das schien bei euch perfekt zu funktionieren. Man gewinnt die vielen kleinen Dinge aus dem Alltag des anderen irgendwann unglaublich lieb. Die Rituale und eure monatlichen Treffen werden zum Herzstück einer Fernbeziehung.

Aber auch der Schritt von einer Fernbeziehung in eine „normale“ Beziehung ist ein Kunststück. So etwas muss mit Bedacht umgesetzt werden. Plötzlich teilt man den kompletten Tagesablauf miteinander.

Und nicht jeder kann diesen Wechsel sofort auch psychisch verarbeiten.
So wie ich deinen Text gelesen habe, hattest du dich darauf sehr gut vorbereitet, psychisch und physisch. Dein (Ex-)Freund scheint damit allerdings nicht wirklich zurechtgekommen zu sein.

Wenn jemand seine mentale Einstellung nicht selbst verändert, wird es sehr schwierig, ihn dabei zu unterstützen.

So wie du den Sachverhalt schilderst, hast du alles in deiner Macht Stehende getan, um diese/eure Beziehung zu retten.

Aber man kann nicht alleine für zwei kämpfen.

Irgendwann warst du einfach müde. Nicht, weil du aufgehört hattest zu lieben, sondern weil du erkannt hast, dass Liebe allein hier nicht ausreicht.

Und ja, manchmal muss man Selbstschutz betreiben, für sich selbst, sein Umfeld, seine Arbeit, seine Familie usw. Und manchmal bedeutet das, einen solchen schmerzhaften Schritt zu gehen.

Aber irgendwie lese ich auch heraus, dass hier Hopfen und Malz noch nicht komplett verloren sind?
Oder interpretiere ich da etwas hinein?

#6


D
@ThatCounts

Entschuldige bitte🙏🙏, wenn ich dir/euch damit zu nahetrete, aber ich vermute, dass ihm aufgrund seines Alters vielleicht auch die Erfahrung fehlt, mit einer Frau deines Formats umzugehen.

Du stehst mitten im Leben, hast einen verantwortungsvollen Job, kannst sehr gut organisieren, bist nicht auf den Kopf gefallen und weißt offenbar ziemlich genau, was du willst.

Vielleicht ist genau das für jemanden, der selbst noch nicht so gefestigt ist,
manchmal eine Herausforderung.

#7


A
Zitat von ThatCounts:
Und ich hab keine Ahnung was ich tun soll.

Du hast das hier ja als Tagebuch deklariert, deshalb bin ich etwas unschlüssig, ob du wirklich dazu was hören willst?!

Wenn du noch nicht aufgeben möchtest, würde ich dir raten, ihm zuzuhören. Ihm das das "warm sein" zu viel aktuell. Das hat er gesagt.
Es macht einen Unterschied, freundlich mit einander umzugehen oder den anderen weiterhin mit "Ich liebe Dich" und viel Nähe auf die Pelle zu rücken. Liest sich alles erstickend für mich, wenn ich ehrlich bin. Gabs denn für den jungen Mann Raum in seinem Tempo?

Was hat er denn mit Verantwortung übernehmen gemeint, bei der ersten Trennung? Ich glaube nicht, dass damit gemeint war, alles allein zu erledigen und sich dabei komplett zu verausgaben und eine Gegenleistung zu erwarten (Stichwort: Flohmarktbesuch).

#8


A
Zitat von DerNorde:
dass ihm aufgrund seines Alters vielleicht auch die Erfahrung fehlt, mit einer Frau deines Formats umzugehen.

Es handelt sich um zwei Männer. 😉

#9


D
Zitat von Akelei76:
Es handelt sich um zwei Männer. 😉

UPS!🙈
Entschuldigt bitte, die Missverstande!😅@Alle
Ersetzt an den „entsprechenden“ Stellen bitte das Pronomen!
🙏🙏🙏🙏🙏🙏
ich hoffe, ich bin Niemanden zu nahe getreten!🙏🙏🙏

#10


A


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