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Schwere psychische Probleme nach Trennung

Roselin95

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Hallo liebes Forum,

ich weiß einfach nicht wo ich mich sonst hinwenden soll.

Mir geht es zunehmen immer schlechter. Aus irgendeinem Grund schaffe ich zwar meine Arbeit und auch halbwegs meinen Alltag. Aber emotional zieht es mich immer weiter runter.
Seit ein paar Tagen schaffe ich es jetzt sogar kaum noch mich anzuziehen, geschweige denn irgendwas im Haushalt zu machen.

Meine Gedanken und Gefühle ertrage ich nur noch indem ich sie verdränge, sonst übermannen sie mich komplett und ich breche zusammen.
Alles in mir wehrt sich gegen die Situation so wie sie ist, alles fühl sich falsch an, surreal, wie ein Traum aus dem ich wieder aufwachen muss und dann wäre alles wieder in Ordnung.
Ich kann nicht akzeptieren, sobald ich versuche mich mit der Realität der Trennung zu beschäftigen wehrt sich alles in mir dagegen.

Es geht garnicht um das hier und jetzt sondern um die Endgültigkeit, um die Zukunft und mein restliches Leben, ich KANN einfach nicht damit umgehen dass das alles ohne ihn stattfinden wird, ich KANN NICHT!

Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, ich fühl mich mit jedem Tag verrückter, instabiler, hilf- und hoffnungsloser.
Ich weiß nicht mehr was ich glauben soll, ich verstehe das alles einfach nicht, ich kann alles was passiert ist in meinem Kopf nicht zusammen setzten.

Ich komme nicht vor und nicht zurück, ich will das alles nicht, das darf nicht das Ende sein und für immer, aber ich kann nichts tun um irgendwas zu ändern oder zu verhindern dass unsere Chance für immer verloren ist.

05.04.2021 12:44 • x 2 #1


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Hey Roselin, willkommen hier. Vielleicht schreibst Du erstmal Eure Geschichte auf, so können die Mitglieder hier besser helfen. Ja, akuter Liebeskummer ist sehr heftig, aber Du kannst natürlich etwas dagegen tun.
Verdrängen ist dabei übrigens die falsche Wahl, da Dich die Probleme dann bei nächster Gegelegenheit wieder einholen.
Achte zunächst mal auf Deine eigene Gesundheit. Regelmäßiges Essen und Trinken ist sehr wichtig und wird sehr oft in der Akutphase vergessen. Helfen können auch Entspannungsübungen und z.B. auch Mediation.
Laut Profil bist Du 25. Du musst Dir also mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit gar keine Gedanken machen, dass Du nun "für immer allein" sein wirst. Ja, das ist ein Gedanke den man immer hat, es hat aber nichts mit der Realität zu tun.
Also, nutz die Möglichkeiten zum Reden mit Familie und Freunden und ansonsten nutz das Forum hier zur Verarbeitung. Schreibe Deine Gefühle und Gedanken in Deinen Beitrag (und bitte nur in einen Strang, sonst wird es unübersichtlich). So können die Mitglieder Dich hier am besten unterstützen.

05.04.2021 12:50 • x 1 #2



Schwere psychische Probleme nach Trennung

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Kaschka


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Hey Roselin95, gut dass Du Dich hier angemeldet hast.Deine psychische Verfassung die Du beschreibst ist für viele hier sehr gut nachvollziehbar.Es tut mir leid für Dich, dass es Dir gerade so geht.Wie lang ist Deine Trennung de her?Und wie lange ward ihr zusammen?

05.04.2021 12:56 • x 1 #3


Roselin95


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Zitat von Gorch_Fock:
Hey Roselin, willkommen hier. Vielleicht schreibst Du erstmal Eure Geschichte auf, so können die Mitglieder hier besser helfen. Ja, akuter Liebeskummer ist sehr heftig, aber Du kannst natürlich etwas dagegen tun. Verdrängen ist dabei übrigens die falsche Wahl, da Dich die Probleme dann bei nä...


Danke dir,
meine Geschichte steht schon in einem anderen Thema, das ich direkt nach der Trennung geschrieben hatte....inzwischen sind "schon" zwei Monate vergangen....

Ich hab garkeine Angst davor für immer allein zu sein, dass das vermutlich nicht passieren wird weiß ich ja.
Was ich nicht ertrage ist die Tatsache dass ich für immer werde ohne ihn sein müssen.....

Ich verdränge nicht gewollt oder bewusst. Es passiert einfach. Die Ärztin meinte es passiert weil meine Selle sich selber schützt, weil die Gedanken und Gefühle zu schmerzhaft sind als dass ich sie zulassen könnte...

05.04.2021 12:58 • #4


Roselin95


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Zitat von Kaschka:
Hey Roselin95, gut dass Du Dich hier angemeldet hast.Deine psychische Verfassung die Du beschreibst ist für viele hier sehr gut nachvollziehbar.Es tut mir leid für Dich, dass es Dir gerade so geht.Wie lang ist Deine Trennung de her?Und wie lange ward ihr zusammen?


Ich hab einfach keine Kraft die ganze Geschichte nochmal zu erzählen...es ist alles so viel und so verworren und in meinem Kopf herrscht so ein riesiges Chaos...
Tut mir so leid....

Ich rutsch einfach immer weiter hab, ich find keinen Halt mehr, ich bin völlig hoffnungslos und verzweifelt....

05.04.2021 13:04 • #5


Kaschka


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Verstehe wie Du Dich fühlst.Was Du beschreibst,das Surreale,die Haltlosigkeit und Hoffnungslosigkeit.Das Chaos und die Verwirrtheit.Keine Kraft mehr für Irgendwas. Versuch dich hinzulegen und zu atmen.Hast du Jemanden, der für Dich da ist?

05.04.2021 13:15 • x 1 #6


Roselin95


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Zitat von Kaschka:
Verstehe wie Du Dich fühlst.Was Du beschreibst,das Surreale,die Haltlosigkeit und Hoffnungslosigkeit.Das Chaos und die Verwirrtheit.Keine Kraft mehr für Irgendwas. Versuch dich hinzulegen und zu atmen.Hast du Jemanden, der für Dich da ist?


Ja hab ich, aber meine Freunde und Familie tun mir so leid...weil einfach keine Besserung passiert, eher das Gegenteil und ich bin so anstrengend und belastend....

Ich möcht einfach nur dass das alles aufhört, ich halt das nicht mehr aus...

05.04.2021 13:26 • #7


Moonshadow0

Moonshadow0


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Wie es mit dir weiter geht liegt jedoch allein an dir. Liebeskummer ist schlimm. Der vergeht aber wieder. Umso schneller je mehr du dafür tust aus dem Sumpf raus zu kommen. Du schaffst das!

05.04.2021 13:30 • x 1 #8


Gorch_Fock

Gorch_Fock


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Roselin, kann man verstehen, aber wirkliche Hilfe wirst Du hier nur dann bekommen, wenn die Mitglieder Deine Geschichte kennen. Gerade deshalb auch der Hinweis, nur einen Beitrag zu benutzen. Ansonsten solltest Du ggf. einen Link setzen, damit die Mitglieder informiert werden. Auch eine Kurzzusammenfassung zu schreiben wäre gut.

05.04.2021 13:36 • x 1 #9


amelie


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Hallo Roselin, als es mir so ging wie dir, nichts zu helfen schien, ging ich in eine Klinik. Ohne jede Hoffnung. ich kann dir dazu aber raten, denn es war einfach gut und half mir am Ende. Ich kam zwar nicht total happy nach Hause, es war zuerst sogar nicht einfach. In der Klinik lernte ich viele kennen, denen es auch so ging, die verzweifelt waren.
Allein die Tagesstruktur war im Nachhinein gut, das hätte ich alleine nicht geschafft.
Ich wünsche dir Zuversicht.

05.04.2021 13:37 • x 2 #10


Erbse73


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He Roselin...
Du bist seit Monaten in einer Spirale, du musst da raus! Suche dir professionelle Hilfe!
Ich kann verstehen, wie es dir geht aber es gibt Grenzen von Hilfe.
Die sind hier gesetzt.
Keiner von uns hier, kann das aufarbeiten oder dir in deinen unendlichen Schmerz helfen.
Das kann nur ein Therapeut.
Ich vermute bei dir steckt vielmehr dahinter. Lass dir helfen

05.04.2021 13:39 • x 2 #11


Bones


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Deine psychischen Probleme sind aber doch nicht erst durch die Trennung entstanden? Wie wäre es mit einem Klinikaufenthalt. Laien werden dir bei den Problemen auch nicht weiterhelfen können

05.04.2021 13:42 • x 4 #12


Derek868


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Ich weiß nicht ob immer gleich eine Klinikaufenthalt oder Therapeut die Lösung ist...ich bin davon überzeugt, dass diese Karte viel zu früh gezogen wird und es einfach modern ist immer darauf zu verweisen...

Ich kann die Gefühlslage nachvollziehen...man muss die Gedankenspirale durchbrechen oder wieder Realismus bekommen. Ich habe Phasen da klappt das...ich hab auch Phasen wie eben, da ist das sehr weit weg...

Die Frage ist: wie versetzt man sich in die Lage diese Kraft zu haben sich aus der Spirale zu befreien?

05.04.2021 13:51 • x 3 #13


Erbse73


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Zitat von Derek868:
Ich weiß nicht ob immer gleich eine Klinikaufenthalt oder Therapeut die Lösung ist...ich bin davon überzeugt, dass diese Karte viel zu früh ...

Da hast du sicherlich recht, aber schau dir einfach ihre Beiträge an.
Manchmal schafft man den Absprung ohne Hilfe nicht.
Sie dreht sich. Sie beschäftigt sich seit Monaten mit dem Thema, lenkt sich nicht ab, rausgehen ist derzeit auch nicht und sie scheint auch extrem vorbelastet zu sein.
Das sind alles keine Vorwürfe... Ich war selber "gefangen" und bin nicht alleine herausgekommen.
Die Sachen die sie heute schreibt, sind alles Indizien für eine Depression. Bin aber kein Therapeut.
Vielleicht läuft es auch bei der Arbeit nicht, Freundeskreis etc.
Das Fass ist dann irgendwann mal voll.

05.04.2021 13:57 • x 3 #14


DerBote


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Ganz unabhängig davon ob ein klinischer Aufenthalt sinnvoll wäre, musst du dich letztlich irgendwann dazu entscheiden, das Band selber zu durchtrennen bzw. dich für dich selbst und deine Gesundheit zu entscheiden.
Er tut dir im Moment nicht gut. Er ist aktuell nicht deine Erlösung, sondern dein Problem.

Du glaubst nur ohne ihn nicht leben zu können. Es ist verständlich, dass du gerade so empfindest, es stimmt aber dennoch nicht.
Du bist nur auf Entzug, wie ein J., der meint ohne die Dro. nicht existieren zu können. Erst wenn du dich entschließt die Dro. nicht mehr zu wollen, weil du erkennst was sie mit dir anrichtet, kommt die Kehrtwende.

Du idealisierst ihn. Aber wenn er so ideal wäre, würde er sich zu dir bekennen, er würde dich wollen.
Warum willst du jemanden, der dich nicht will? Was ist mit deinem Recht auf Glück und Wertschätzung?
Du musst wieder in die Selbstachtung, dich selbst wertschätzen.
Ich weiß: Das sagt sich so leicht. Ich drehe genauso meinen Runden des Schmerzes, der Enttäuschung, der Bedürftigkeit.
Wichtig ist nur, dass du immer und immer wieder zu dir zurückfindest, bis du frei bist von ihm, und dich wieder mit dir selber füllen kannst.

05.04.2021 14:47 • x 4 #15



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