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Schwere psychische Probleme nach Trennung

Aurora17


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mein-freund-hat-mich-heute-verlassen-t62981.html

Liebe Sonnenblumen, hier kannst du nachlesen.

06.04.2021 15:13 • x 1 #31


Roselin95


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Zitat von Aurora17:
Ich würde dir wirklich raten Single zu bleiben. Deine Probleme alleine anzugehen und nicht für jemand anderen, sondern für dich selbst! Deine toxischen und von Abhängigkeit gekennzeichneten Beziehungen haben es dir nur noch schwerer gemacht und wie du selbst schreibst, siehst du die Beziehungsprobleme ...


Ich weiß ehrlich gesagt nicht was ich darauf antworten soll....
Mit einigen Sachen hast du recht, mit einigen nicht (ich weiß z.B. nicht wie du darauf kommst dass er mir geschrieben hat dass es ihm jetzt besser geht?
Oder dass er nur mit mir nicht mehr gelacht hat und sich nur in meiner Gegenwart anders verhalten hat?
Oder dass ich mir alles nur schön rede. Und welchen Nervenzusammenbruch meinst du?
Usw.)

Mehr fällt mir dazu nicht ein, denn wenn ich jetzt wieder einigen Dingen widerspreche weil ich F. eben persönlich kenne, das Forum kennt ihn nicht, und ich auch mit Leute reden kann die ihn ebenfalls kennen, dann wird mir wieder unterstellt ich bin unbelehrbar und idealisiere alles nur....
Ich hatte in einem anderen Thread erwähnt dass er und ich uns vor 3 Wochen nochmal getroffen und geredet haben, aber bewusst nichts darüber hier geschrieben hab, dahingehend gibts also auch Dinge und Aussagen die das Forum nicht kennt.

Aber eigentlich ging es mir in dem Thema jetzt auch gar nicht um F. oder was er denkt/macht/usw. sondern eigentlich ging es mir um mich und den Zustand in dem ich mich jeden Tag wieder finde....

Was ich gerade nicht verstehen kann und was mir auch echt zusetzt, ist dass du mir mit deinem Beitrag wieder komplett das Gefühl vermittelst das ICH Schuld/der Grund dafür bin dass er gegangen ist....
Und dass ich nicht verstehe warum man jemanden der so ein Thema eröffnet dann nochmal volle Breitseite mit allem konfrontieren muss, was derjenige offensichtlich ja nicht aushalten/ertragen/verarbeiten kann....

Nicht falsch verstehen, ich mein das absolut nicht böse, es ist ja mein Problem wenn dein Beitrag sowas in mir auslöst, das war ja ganz sicher nicht deine Absicht!
Aber mir gehts nachdem ich deinen Beitrag gelesen hab jetzt wieder richtig schlecht....

06.04.2021 15:13 • #32



Schwere psychische Probleme nach Trennung

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Roselin95


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Zitat von Aurora17:
Liebe Sonnenblumen, hier kannst du nachlesen.


@Sonnenblumen Ja das ist das Thema dass ich direkt nach der Trennung erstellt hab. Ich möcht aber auch nochmal sagen dass, seitdem ich aufgehört habe dort zu schreiben, eben auch nochmal ein Paar Dinge passiert sind die ich hier nicht geteilt hab.

Und dass es mir eigentlich nicht darum geht F. weiter zu analysieren, sondern darum was die Trennung nach wie vor mit mir macht....

06.04.2021 15:15 • x 1 #33


Roselin95


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Zitat von Karili:
Ich fände es auch wichtig erneut mit der Ärztin zu sprechen und die Möglichkeit eines Klinikaufenthaltes zu besprechen. Eine Trennung kann ja tatsächlich bereits vorhandene Dispositionen verstärken oder auch als singuläres Ereignis ein extremer Einschnitt sein. Z.B. in Form eines Broken Heart ...


Hallo Karili,

ich hatte ein paar Beiträge weiter oben schon beschreiben was mich (aktuell noch) davon abhält wieder einen Klinikaufenthalt in Betracht zu ziehen

Problem ist auch dass ich bei den Ärzten und der Therapeutin viel gefasster und stabiler rüber komme als ich mich selbst fühle....ich bin eben sehr funktional und kann meine wirklich tiefgehenden Emotionen nicht gut zeigen in "nur" einer Stunde Gespräch pro Woche
Also da kann garkeiner der Fachmenschen richtig wahrnehmen wie instabil ich vermutlich wirklich bin....

Zitat:
Das kann entweder ein Hinweis darauf sein, dass dein Umfeld sozial sehr wettbewresorientiert und von Disziplin geprägt ist. Und von dir verlangt, dass du fich sehr schnell fängst, oder dir selbst ist ein starker Leistungsgedanke inne. Das überprüfe für dich.


Mein Umfeld ist nicht so extrem wie du es beschreibst, aber ja, ich bemerke schon dass inzwischen "erwartet" wird dass ich mich wieder fange und es langsam besser wird. Das setzt mir sehr zu...
Meine Therapeutin hat versucht mich damit zu trösten dass das in den Köpfen der Gesellschaft leider so verankert ist. Und wäre es ein Verlust durch Tod gewesen würde keiner von mir erwarten mich zu fangen, dabei kann ein Verlust durch Trennung emotional manchmal genau so schlimm oder sogar noch schlimmer sein.

Was mich selbst betrifft hast du aber Recht. Ich stelle viel zu hohe Ansprüche an mich selbst....ich kann ja auch nicht akzeptieren dass ich "krank" bin, ich nehme mich nicht an sondern kämpfe gegen mich selber....

Zitat:
Dazu würde deine Befürchtung passen, sich nie mehr in einer Beziehung zu finden.


Die Befürchtung habe ich ja garnicht. Das zweifel ich garnicht an dass da sicherlich irgendwann wieder jemand kommen wird.

Meine Panik und Ängste kommen durch die Vorstellung dass mein Leben ohne meinen Ex-Freund sein wird (es geht also ganz gezielt um ihn als Person, und nicht darum generell allein zu sein).

06.04.2021 15:24 • x 1 #34


Karili


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Also scheint es um das Thema Öffnen zu gehen und denen, die dir helfen können deinen wirklichen Zustand mitzuteilen. Das ist nicht untypisch. Wir sind im öffentlichen Raum, und eine therapeutische Praxis ist das trotz allem, in der Regel gefasster als Zuhause nachts um 2 Uhr. Hast du begonnen ein Tagebuch zu führen, um dort deine dunklen Stunden festzuhalten? Einem Therapeuten kann es extrem helfen, so etwas zu lesen wenn der Patient sich nicht öffnen kann. Das zweite Thema scheint mir zu sein, dass du deine Fassade aufrechterhältst, dein Inneres aber nicht mehr. Geht zu viel Kraft in die Fassade?

06.04.2021 15:29 • #35


Aurora17


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Roselin, ich hab gestern & heute deine 5 Threads durchgelesen und irgendwo hattest du davon geschrieben. Ich meinte den Nervenzusammenbruch nach eurem ersten 6. Du hast es jedenfalls Nervenzusammenbruch genannt, was auch immer es war, und dass er dich da auffangen musste, und dass es für ihn wohl doch sehr belastend war. Da er Monate später bei der Trennung von dieser Situation gesprochen hat.

Weißt du, um schuld geht es nicht. Jeder von euch beiden hatte Anteile dass diese Beziehung auseinander ging. Ich hab halt stark das Gefühl, dass dir die Trennungen ganz extrem zusetzen, und das hattest du auch in einem deiner Threads geschrieben. Dass deine psychischen Probleme durch Trennungen verschlimmert wurden bzw. ausgelöst. Ich kann jetzt aber nicht alles nochmal durchgehen und das zitieren..

Für eine Liebesbeziehung muss man bereit sein, und eine gewisse Stabilität gehört dazu. Nach Trennungen ist jeder schlecht beinander.. aber wenn man eh schon auf psychisch wackligen Beinen steht, dann erst recht. Es ist eine Extremsituation und für dich gefährlich, in eine Abwärtsspirale zu geraten.

06.04.2021 15:33 • x 1 #36


Aurora17


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Das größte Problem ist mMn deine Realitätsverweigerung.

Er hat sich getrennt und du wirst dein Leben ohne ihn leben. Natürlich willst du nicht, das will keiner der verlassen wird! Aber du musst. Ihr hattet eure Chance und die Beziehung hat eben nicht geklappt. Das passiert jeden Tag 1000x in Deutschland. Der eine will nicht mehr, der andere schon. Manchmal sind sich beide einig.

Wenn man das mal akzeptiert hat bzw anfängt zu akzeptieren, dann kommt auch Trauer, weil man es sich eben anders gewünscht hat. Weil es ein besonderer Mensch war in deinem leben. Es kommt vielleicht Wut, Enttäuschung usw.

Man muss anfangen den Ex vom Podest zu holen. Es nutzt dir nix wenn ich dir hier sage, dass du bestimmt deinen einzig möglichen Seelenverwandten durch böse äußere Umstände wie Lockdown und Jobstress verloren hast. Dann fühlst du dich heute besser und morgen gehts dir wieder schlecht. Und vor allem stimmt es eben nicht. Ganz und gar nicht!

Schau dir ehrlich an, was du für Lasten mitschleppst. Ob so eine Beziehung überhaupt derzeit gute Chancen hat.
Schau dir ehrlich an, welche Probleme ihr hattet, sechsuell, Streit usw. Und wische diese Probleme nicht weg mit "Aber er musste nur so und so gucken und dann war wieder alles gut." Es waren Probleme und die sollte man sich nicht schön reden. Schon gar nicht nach der Trennung.
Schau dir ehrlich an, wie er dich behandelt hat. Du hast mehrmals geschrieben "Sicher wollte ich ihm auch mal an die Gurgel", dass er auch ein Arsc* sein konnte, dass er kein Engel war usw

Wenn du ehrlich bist, dann findest du genug Gründe, warum diese Beziehung beendet ist und warum es auch für dich gut so ist. Das denkt nach 2 Monaten kaum jemand, der verlassen wurde, aber man muss einfach mal anfangen und realistisch sein. Und nach einem Jahr denken aber die meisten Verlassenen so: mir gehts besser ohne ihn/ohne sie.

06.04.2021 15:50 • x 1 #37


Roselin95


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@Aurora17

Dafür werde ich mir jetzt bestimmt jeglichen Unmut des Forums zuziehen aber: Kannst du bitte einfach aufhören diese ganzen Dinge zu schreiben? BITTE?

Glaubst du denn nicht dass die gesunden, erwachsenen Anteile in mir das nicht alles auch ganz genau wissen?
Und dass ich mir nicht wünschen würde ich könnte sie Trennung so sehen wie die meisten erwachsenen Menschen (z.b. du) auch? Und dann danach handeln?
Das ich nicht gerne genau so denken könne würde wie du?
Oder denkst du echt dass ich für diese Realitätsverweigerung bewusst und gewollt sorge?

Aber ich KANN nicht? Ok? ICH KANN NICHT!
Alleine deine Beiträge zu lesen, Sätze zu lesen wie "Er hat sich getrennt und du wirst dein Leben ohne ihn leben." oder "Du solltest anfangen zu akzeptieren, dass das nichts wird mit euch beiden." oder "Das ist pure emotionale Abhängigkeit" stürzt mich gerade in einen so destabilisierenden Zustand, dass ich gerade sämtliche Willenskraft aufbringen muss um hier ruhig auf meinem Stuhl sitzen zu bleiben und dir zu antworten, statt hier vor den Augen meiner Arbeitskollegen in Tränen auszubrechen und zusammen zu klappen und mich in die nächste Panikattacke reinzusteigern.

Und ich hasse es dass fast Alle die meine Geschichte hören, meine gesamte Zeit und Beziehung zu F. NUR als emotionale Abhängigkeit darstellen!
Natürlich bin ich emotional abhängig und glaubt mir ich hab ALLES versucht nachdem ich F. letzten Sommer kennengelernt hab, um nicht wieder in dieses Muster zu rutschen! ALLES! Weil ich genau wusste dass es wieder alles kaputt machen würde und ich wollte das nicht mehr! Ich wollte endlich raus aus dem alten Sumpf und vorallem wollte ich nicht die Beziehung zu dem Menschen riskieren, von dem ich zum ersten Mal gemerkt hab dass es mit ihm wirklich was für immer sein könnte!
Hinter der verdammten emotionalen Abhängigkeit steckt auch noch eine normale junge Frau die F. einfach ehrlich liebt, seht ihr die denn nicht? Warum sieht die immer niemand?
Alles was ich über ihn sage oder mache und empfinde wird immer nur der emotionalen Abhängigkeit zugeschrieben, aber das stimmt verdammt nochmal einfach nicht!
Warum sieht niemand dass ich auch einfach den Menschen verloren hab den ich wirklich liebe und durch den ich zum ersten Mal überhaupt eine Zukunft gesehen hab die ich leben wollte?!
Warum wird immer alles was ich empfinde als unnormal und krankhaft abhängig dargestellt, warum glaubt mir niemand dass ich auch abseits meiner Krankheit einfach völlig verzweifelt und traurig bin diesen Menschen verloren zu haben und ich mir einfach nicht vorstellen kann mein Leben mir jemand anderem verbringen zu wollen?

Ich mein das wirklich alles nicht böse, ehrlich....
Ich halt diese Aussagen aber auch einfach nicht aus, ich kann das nicht lesen, mich nicht damit beschäftigen, es geht einfach nicht

Ich bin nicht nur ein emotional abhängiges, dummes, psychisch krankes Mädchen!
Dahinter gibt es auch noch einen Menschen der einfach ehrlich liebt und mit dem Verlust nicht zurecht kommt ok?

06.04.2021 16:28 • x 3 #38


Moonshadow0

Moonshadow0


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Jeder kann. So du auch. Du musst dich nur dafür entscheiden. Entweder entscheidest du dich dafür den Hintern hoch zu kriegen oder du entscheidest dich dafür weiter zu jammern. Keiner sitzt mit gezogener Waffe vor dir und zwingt dich dich selbst klein zu halten. Also entscheide sich für die wunderbaren Seiten die das Leben noch zu bieten hat.

06.04.2021 16:35 • x 1 #39


Johannes_


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Hi Rosalin95,

Ich habe mir das durchgelesen von Aurora17 und ich glaube nicht, dass sie es böse meinte. Viele in diesem Forum sind eben schon deutlich weiter in ihrem Schmerz...sie sehen eben das große Ganze. Trotzdem meinen Sie es gut mit dir:)

Jeder der wirklich geliebt hat, ist emotional Abhängig. Es gibt nur unterschiedliche Abhängigkeitsgrade.

Ob du jetzt stark emotional Abhängig warst oder ihn einfach geliebt hast, kann dir hier keiner beantworten, sondern nur du selbst. Es kann dir auch keiner sagen, was du tun musst, damit es dir besser geht, weil jedem Menschen etwas anderes gut tut. Die einen sind dann gerne unter Leuten und die anderen gehen lieber alleine raus in die Natur. Trauer ist ein Prozess, welcher zum großen Teil von deinem Gehirn selbst passiert, also ein großer Teil wird auch einfach durch die Zeit besser. Du musst doch nur mal schaun, seit wann diese Besserwisser hier schon angemeldet sind;) gruß Johannes

06.04.2021 16:54 • x 3 #40


Roselin95


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Zitat von Johannes_:
Hi Rosalin95, Ich habe mir das durchgelesen von Aurora17 und ich glaube nicht, dass sie es böse meinte. Viele in diesem Forum sind eben ...


Ich hab @Aurora17 Worte auch nie böse aufgenommen und ich mein auch nichts von dem was ich geantwortet hab böse, wirklich nicht

06.04.2021 17:04 • #41


Roselin95


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Zitat von Karili:
Hast du begonnen ein Tagebuch zu führen, um dort deine dunklen Stunden festzuhalten? Einem Therapeuten kann es extrem helfen, so etwas zu lesen wenn der Patient sich nicht öffnen kann.


Ich führe so ein Emotionstagebuch (das klappt ganz gut) und versuch auch immer wieder die Momente in denen ich total zusammenbreche dann im Nachhinein schriftlich festzuhalten, aber das gelingt mir nicht richtig, ich finde nie die richtigen Worte und es kommt überhaupt nicht rüber was da wirklich in mir vorgeht.
Ich halte mich ja auch nicht bewusst verschlossen in den Gesprächen, aber irgendwie brechen die Dämme einfach nicht, als wäre es irgendein unterbewusster Selbstschutz, ich hoffe du verstehst was ich meine...

Zitat:
Das zweite Thema scheint mir zu sein, dass du deine Fassade aufrechterhältst, dein Inneres aber nicht mehr. Geht zu viel Kraft in die Fassade?


Auch was, was ich wenn dann nicht bewusst mache
Eigentlich würde ich mir ja sogar wünschen dass mich mal jemand in meinen kompletten Zusammenbrüchen erleben würde, damit mal irgendwer sieht was wirklich in mir vorgeht.
Aber die Zusammenbrüche kommen immer nur wenn ich alleine bin bzw. maximal noch bei meinem besten Freund (und da auch nur in abgeschwächter Form)....Sprachnachrichten oder telefonieren sind ok, aber sobald jemand anderes persönlich anwesend ist und mich sehen kann, passiert alles nur noch in mir drinnen und nur ganz minimal nach außen

06.04.2021 17:11 • x 1 #42


Aurora17


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Wahrscheinlich ist es besser, du beschäftigst dich tagsüber gar nicht bzw so wenig wie möglich mit dem Thema. In der Arbeit bist du hochfunktional, hast du geschrieben. Dann nimm diese Ablenkung an, und ich finde es auch sehr tapfer und mutig, dass du um diese Arbeitsstelle "kämpfst"! Die Arbeit tut dir gut und ist wichtig in deinem Leben, ich finde es richtig, dass du dafür die Kraft aufbringst, auch wenn es hart ist, und ein Klinikaufenthalt oder längerer Krankenstand nun erstmal nicht in Frage kommt.
Das ist eine Sache, bei der du dich gut um dich und dein Leben kümmerst.
Und ich finde, wie auch andere Leute das schon im anderen Thread angemerkt haben, dass du auch vieles anderes gut machst und schaffst. Du solltest nicht nur schauen, was du nicht kannst oder noch nicht kannst, sondern auch stolz darauf sein, was du zur Zeit sehr wohl auf die Reihe kriegst.

Am Abend kannst du ja dann eine gewisse Zeit reservieren für die Gedanken an F und die Beziehung. Grübelzeit. Traurig sein, weinen, schreien, in die Kissen schlagen. Es muss eben schon gelebt und gespürt werden, dieser Gefühlssturm, aber die Zeit und Dosierung musst du selbst austesten.
Völlig im Schmerz versinken ist nichts, total verdrängen aber eben auch nicht. Kleine Schritte können dich unfassbar weit bringen über die Zeit.

Vielleicht hilft es dir so zu denken:
Ich kann. Aber in meinem Tempo und in kleinen Schritten.

Irgendwo hattest du mal über Traumata geschrieben. Ich bin auch durch jahrelange Gesprächstherapie gegangen und danach Traumatherapie. Wo ich jetzt bin, was ich alles geschafft habe, das hätte ich vor 10 Jahren nicht für möglich gehalten, und ich bin nicht die einzige. Ich kenne so viele, die sich aus schlimmen Zuständen in ein gutes Leben durchgekämpft haben. Ich möchte dir damit Mut machen, deinen Therapie Weg weiterzugehen! Es lohnt sich!

06.04.2021 17:11 • x 3 #43


Aurora17


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Das was @Johannes_ schreibt stimmt schon.. Dass jeder, der liebt auch "emotional abhängig" ist! Ich bin sicher nicht emotional abgekoppelt von meinem Partner, das wär ja auch total extrem. Oder von meinen Kindern. Aber niemand von denen ist dafür zuständig, dass es mir gut geht und niemand muss für mein Glück oder meinen Lebenswillen sorgen. Das ist vor allem meine eigene Aufgabe! Ich hab ein Leben nur für mich alleine, und die Menschen die ich liebe sind eine wundervolle Bereicherung. Aber nicht der gesamte Inhalt meines Lebens. Oder die Retter, die ich brauche, um nicht zu leiden.

Ich denke nicht, dass du F nicht lieben würdest, Roselin! Liebe und Abhängigkeit schließen sich nicht aus. Und eine gewisse Abhängigkeit ist normal. Sein Lebensglück und den Sinn des Lebens in einem anderen Menschen zu sehen, geht halt viel zu weit.

Wobei man halt schon realistisch sagen muss, nach 5 Monaten ist das eine Liebe ganz am Anfang. Aber der Liebeskummer kann trotzdem höllisch weh tun, glaub mir, das weiß ich - der Schmerz hat mit der Liebe nicht unbedingt so direkt zu tun.. da spielt vieles mit rein. Zukunftspläne sind kaputt, vertrauen ist weg, man zweifelt auch an den guten Zeiten, usw All das spürt man als Liebeskummer. Es bedeutet nicht, dass heftiger Liebeskummer nur davon kommt, dass man die größte Liebe seines Lebens verliert. Richtig besch*ssene Beziehungen zu verlassen tut auch total weh!

06.04.2021 17:46 • x 5 #44


Roselin95


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@Aurora17 Danke dir erstmal dass du nicht genervt oder wütend auf meine Antworten reagierst, wirklich, dankeschön!

Zitat von Aurora17:
Am Abend kannst du ja dann eine gewisse Zeit reservieren für die Gedanken an F und die Beziehung. Grübelzeit. Traurig sein, weinen, schreien, in die Kissen schlagen. Es muss eben schon gelebt und gespürt werden, dieser Gefühlssturm, aber die Zeit und Dosierung musst du selbst austesten.
Völlig im Schmerz versinken ist nichts, total verdrängen aber eben auch nicht. Kleine Schritte können dich unfassbar weit bringen über die Zeit.

Vielleicht hilft es dir so zu denken:
Ich kann. Aber in meinem Tempo und in kleinen Schritten.


Aktuell schaffe ich leider nur das eine oder andere Extrem, entweder komplett versinken oder komplett verdrängen, einen Mittelweg finde ich nicht

Und Tatsache ist der einzige Gedanke der manchmal zumindest ein bisschen helfen kann: "F. ist für jetzt weg und du musst nur JETZT erstmal damit zurecht kommen. Niemand sagt es ist für immer!"
Allerdings kann ich diesen Gedanken auch kaum aufrecht halten, weil mein Pessimismus zu stark ist und dann sofort Gedanken wie "Das ist doch Schwachsinn, natürlich ist es für immer!" oder "So viel Glück dass ihr nochmal zusammen findet wenn es besser passt und funktioniert hast du eh nicht!"

Zitat:
Ich bin auch durch jahrelange Gesprächstherapie gegangen und danach Traumatherapie. Wo ich jetzt bin, was ich alles geschafft habe, das hätte ich vor 10 Jahren nicht für möglich gehalten, und ich bin nicht die einzige. Ich kenne so viele, die sich aus schlimmen Zuständen in ein gutes Leben durchgekämpft haben. Ich möchte dir damit Mut machen, deinen Therapie Weg weiterzugehen! Es lohnt sich!


Ich find das ganz toll und unfassbar stark von dir dass du das geschafft hast!

Mir macht leider alles was über die nächsten Wochen/Monate hinaus geht Angst
Klingt vielleicht total verrückt, aber ich bin jetzt eben 25 Jahre, seitdem ich 17 bin schlepp ich mich mit diesen psychischen Schwierigkeiten durch die Jahre und komme auf keinen grünen Zweig (zumindest im Zwischenmenschlichen nicht und was meinen psychischen Zustand betrifft)....und dann lese ich sowas und denke mir immer sofort "Ich möchte aber nicht erst halbwegs "fertig" und stabil sein wenn ich 35 oder älter bin ... ich bin doch jetzt jung, das darf doch nicht noch Jahre lang so weiter gehen, die Jahre bekomm ich doch nie zurück!"

Und da sollte man ja meinen sowas treibt einen an und motiviert, aber eigentlich passiert das Gegenteil, ich bin dadurch wie gelähmt und fühl mich total hilflos und machtlos, weil ich garnicht weiß WIE ich das erreichen soll ohen dass es 10 Jahre oder länger dauern wird.....

Und so geht es mir mit der Beziehung zu F. ja auch, in meinem Kopf müsste es JETZT wieder gut werden oder zumindest in näherer Zukunft. Wenn mir jemand sagt "Es kann doch sein dass ihr in 1-2 Jahren nochmal zueinander findet, das weiß doch niemand und warum sollte das nicht passieren?", dann weiß ich ja auch dass das stimmt, aber anstatt mich zu trösten macht es mich noch fertiger und verzweifelter weil dieses "mehrere Jahre" in meinem Kopf so wiederhalt...

Anscheinen hab ich ja irgendein extremes Problem bzw. extreme Angst vor der Zukunft bzw. davor irgendwas zu verschwenden und Zeit zu verlieren?

Ich hoffe du verstehst was ich meine, ich glaub ich schreib schon wieder ziemliches WirrWarr

Zitat:
Wobei man halt schon realistisch sagen muss, nach 5 Monaten ist das eine Liebe ganz am Anfang.....

.....Es bedeutet nicht, dass heftiger Liebeskummer nur davon kommt, dass man die größte Liebe seines Lebens verliert.


Ich weiß, ich fühl mich ja auch selber schon total verrückt, aber ich FÜHL das einfach dass es mit F. was besonderes ist....
Ich will ja garnicht behaupten es wäre DIE LIEBE des Lebens, weil ich nicht weiß ob es sowas wirklich gibt, aber das mit ihm ist auch nicht "nur" eine normale Liebe/Beziehung, ich hab sowas noch nie erlebt, es ist irgendwie mehr
Ich spür das einfach und ich hab das auch schon nach den ersten paar Wochen gespürt....
Ich hab ja sogar schon bei der ersten Begegnung gemerkt dass da irgendwas "anders" ist Zwischen ihm und mir, irgendwas besonderes (und da war an Gefühle füreinander noch nicht mal im Ansatz zu denken, da war keiner von uns beiden überhaupt irgendwie bei dem Gedanken an Interesse oder eine Beziehung), irgendwas hat einfach Klick gemacht....

Ach man ich weiß nicht wie ich das in Worte fassen soll

06.04.2021 17:56 • x 1 #45



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