Jetzt wollt ich noch auf die letzten Beiträge eingehen:
Zitat von Landlady_bb:Bist du auch seit damals schon in "Therapie"?
Wenn ja, dann siehst du jetzt deren Nutzen: Er liegt bei Null. Hätte die "Therapie" nämlich was genützt, dann kämst du mit der Situation besser klar.
Ja ich bin seit ich 17 bin immer mal wieder in Therapie gewesen. Die Erfolgsquote war aber nicht gut, was nicht unbedingt an den Therapeuten lag, sondern auch sehr an mir, da ich vermutlich noch nicht wirklich soweit war, wirklich aktiv mitzuarbeiten und mich auch mit Dingen auseinander zu setzten denen ich lieber ausweichen würde.
Soweit bin ich jetzt eigentlich erst seit Anfang letzten Jahres, und mit der neuen Therapeutin bei der ich jetzt 1 Jahr bin denk ich kann ich auch Fortschritte machen (bzw. hatte ich ja vor der Trennung sogar schon kleine Fortschritte mit ihrer Hilfe gemacht).
Von deiner schlechten Meinung im Bezug auf Therapien möcht ich aber ganz klar Abstand nehmen, da bin ich voll bei @Karili
Zitat von E-Claire:Ich denke, daß es extrem wichtig wäre, wenn Du das thematisierst und zwar nicht ein bißchen oder halbherzig, sondern so lange bis Du Dich besser in der Therapiestunde öffnen kannst. Ohne, daß Du mehr und mehr in der Lage bist, die tatsächlich von Dir empfundene Instabilität zumindest in einem geschützten therapeutischen Rahmen zu schildern, bleibt die allgemeine therapeutische Arbeit einfach an der Oberfläche. Der jeweilige Therapeut kann dann zwar kurzfristige Maßnahmen zu einer vorübergehenden Stabilisierung setzen, die dem zugrunde liegende Situation bleibt aber unbearbeitet, so daß alle Maßnahmen eben langfristig noch keine Wirkung entfalten können. Es bleibt ein Fass ohne Boden.
Der erster Schritt ist also zusammen mit der Therapeutin zu klären, was du brauchst, damit Du die von dir gefühlte Instabilität sichtbar machen kannst. Und das nach Möglichkeit kontinuierlich.
Ich thematisiere das ja bereits und natürlich ist das auch der Therapeutin schon lange aufgefallen dass ich mich nicht so richtig öffnen kann (Auch wenn es seit Start der Therapie bei ihr schon besser geworden ist.)
Ich bin leider ein hochfunktionaler Mensch, selbst wenn ich auf dem Zahnfleisch krieche, bekommen das die meisten Leute um mich herum nicht mit.
In den Stunden fehlen mir dann meistens die Trigger um diese hohe Funktionalität zu überwinden.
Es hat nichts damit zu tun dass ich mich nicht öffnen will oder irgendwelche Vorbehalte ggü. der Therapeutin habe, garnicht!
Aber irgendwas hält die äußere Fassade trotzdem immer aufrecht.
Zitat von E-Claire:Das klingt überhaupt nicht verrückt, aber es klingt auch nach jemandem, der eigentlich lieber jemand anders wäre. Das ist eine wirklich nicht schöne Situation.
Ja....wenn ich wählen könnte wäre ich jemand ganz anderes...ich hasse den Menschen der ich (geworden) bin.
Bzw. ich kenne bestimmte Eigenschaften und Verhalten von mir noch von früher und die mag ich auch Tatsache!
Also ich möchte eigentlich kein KOMPLETT anderer Mensch sein, ich möchte nur nicht mehr dieser kranke, traumatisierte, schwache Mensch sein.
Ich wär gern wieder das Mädchen das lustig ist und verspielt, das alle zum Lachen bringt und gerne Blödsinn macht und sich einfach aus vollem Herzen freuen kann...nur ist von dem Mädchen eigentlich nichts mehr übrig.
Zitat von E-Claire:Es wäre vielleicht ratsam, wenn Du regelmäßig Deine Hormon- und Schilddrüsenwerte untersuchen lässt, da gibt es zu Depressionen deutliche Korrelationen. Daß das Zusammenkommen mit Deinem Ex Dir mehr Zuversicht und letztlich eine bessere Lebensqualität verschafft hat, würde mich zudem den Dopamin-Spiegel checken lassen.
Das ist alles schon gecheckt, mehrfach und sehr regelmäßig alle 1-2 Jahre, daran liegt das alles leider nicht...
Zitat von E-Claire:Sie müssen nicht erschaffen werden, sie sind bereits in Dir, Du musst "nur" für Dich Wege finden, diese für Dich selbst auszulösen.
Es ist toll, wenn ein anderer Mensch unseren Serotonin und Dopamin-Haushalt pusht. Das fühlt sich großartig an und ist nun wirklich eine der netten Dinge an der Liebe. Aber es ist genauso wichtig, daß Du oder ich in der Lage sind, dies für uns selbst zu tun.
Und das eben nicht auf eine "perfekte" Art und Weise, sondern immer gerade auf die, die uns möglich ist.
Ich weiß dass es wichtig ist sich selbst genug zu sein, sich selbst glücklich zu machen und sich selbst auch gern zu haben und zu akzeptieren.
Ich glaub bis zu einem gewissen Maß bin ich dazu sogar fähig (mit viel, viel Arbeit), wenn auch vielleicht nicht so gut wie andere Menschen.
Aber ich glaube wirklich GLÜCKLICH werde ich alleine/single nie sein....
Meine Vorstellung vom Glück ist Liebe.
Haus/Wohnung, zusammen reisen und sich die Welt ansehen, evtl. sogar Kinder weil ich sie mir mit dieser Person vorstellen kann (obwohl ich eigentlich keine möchte)
Jemanden lieben und geliebt werden, ein gemeinsames Leben haben,
einfach zusammen gehören.
Ich glaub dass ist mein tiefster Herzenswunsch...
Und deswegen komm ich nicht zurecht mit dem Gedanken dass der Mensch der zum ersten Mal (denn vorheriger Partner haben das nicht "geschafft") diesen Herzenswunsch zu einer möglichen Realität hat werden lassen, weg ist. Und da mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit für immer.
Zitat von E-Claire:Und hier ist noch ein kleiner Perspektivwechsel: Als ich zwischen 17 und 25 war, gingen die wenigstens von uns in eine Klinik, sondern auf Reisen. Und so ein Tapetenwechsel und die vielen neuen Eindrücke, haben mir echt geholfen. Man lernt auf sich selbst aufzupassen und erlebt halt was.
Mir ist schon klar, daß des im Moment nicht geht, aber damals ging das und es wird auch wieder gehen. Und es ist nicht so, daß ich kein Fan von Therapie bin.
Denn ich bin nächstes Jahr zehn Jahre in Therapie, davon hattest Du ja geschrieben, daß Du Dir das eigentlich für Dich nicht vorstellen magst .
Ich möchte nicht reisen, weil das schon immer etwas war was ich mit dem Menschen den ich liebe machen wollte. Ich möchte die Erfahrungen und Erinnerungen die man bei Reisen sammelt mit diesem Menschen teilen.
Alleine Reisen würde mich traurig machen, es würde sich für mich falsch anfühlen....
Ich bin ja auch schon bald 10 Jahre in Therapie...und es ist ja garnichts so dass ich die Therapie nicht mehr will.
Ich seh nur einfach meine "besten" Jahre vorbei gehen, die Zwanziger, die ich nie wieder bekomme....weil ich ein Mensch bin der ich nicht sein will und es nicht schaffe diese Jahre so zu leben wie ich es eigentlich wollen würde.