Gänseblümlein
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Vor einiger Zeit hat sich mein Freund von mir getrennt. Langsam komme ich damit klar, weil ich weiß dass es so besser ist. Jedoch hat er Dinge zu mir gesagt, die mich sehr verletzt haben und die ich einfach nicht vergesse.
Dazu meine Geschichte:
Für mich war er (mit 21 recht spät) der erste Freund. Er dagegen hatte schon einige Beziehungen. Wie es eben immer so ist, fing alles schön an. Wir waren beide verliebt und glücklich und er gab sich sehr viel Mühe. Nach und nach wurde aber alles schwierig. Er war an den Wochenenden oft wegen Hobbys unterwegs und wir sahen uns häufig nur unter der Woche. Ich habe mich nie über seine vielen Hobbys beschwert, da ich wusste, dass sie ihm wichtig sind. Doch irgendwann nahm er sich nur noch wenig Zeit für mich, sodass wir kaum etwas zusammen unternahmen. Manchmal sagte er auch, er sei gestresst von mir und beschwerte sich über Kleinigkeiten. Doch so richtig erklären, was ich ändern solle, konnte er nicht.
Dann wiederum war er wieder unglaublich glücklich, mich bei sich zu haben, nachdem wir uns ein paar Tage nicht gesehen hatten.
Irgendwann enttäuschte er mich immer öfter, weil im ständig alles andere wichtiger war, als sich Zeit für mich zu nehmen. Als er aus einem längeren Urlaub zurück kam, verbracht wir einen schönen Abend am Wochenende, das nächste hatte er wieder verplant für andere Dinge. Das enttäuschte mich, und ich bat ihn, unter der Woche was mit mir zu unternehmen. Erst versprach er es mir auch, dann wurde aus dem Abend doch nur ein gemeinsames Kochen und Film gucken.
Wie so oft kuschelten wir beim Film und hatten Sex.
Danach verletzte er mich jedoch sehr. Denn plötzlich sagte er in genervtem Ton, dass ihm der Sex mit mir nicht gefiele und dass ich doch mal P. schauen solle. Ich hätte keine Leidenschaft und ich käme ihm vor, wie ein Kind. Es käme ihm immer vor, als sei es mein erstes Mal und ich hätte Angst. Seine vorherigen Partnerinnen wären alle nicht so gewesen, sowas kenne er nicht.
Diese Worte trafen mich sehr. Natürlich wusste ich, dass ich hätte aktiver sein können. Doch in unserem halben Jahr Beziehung hatte er nie etwas gesagt, sich nie beschwert, oder einen Wunsch in die Richtung geäußert. Und es war definitiv nicht so, dass ich einfach stocksteif da lag und ihn machen ließ. Wir hatten z.B. auch oft im Hündchen style oder 69er Stellung Sex, auch wenn ich mir Zeit gelassen habe, bis ich mich traute ihm einen zu *beep*. Trotzdem überlies ich ihm gerne die Führung, und ließ mir von ihm neues zeigen. Wenn eraber nichts tat und mich machen ließ, war ich aber immer unsicher und überfordert. Auch Reiterstellung gelang mir nicht auf anhieb, ohne Erfahrung wusste ich nunmal nicht wie ich es am besten mache und mich bewege. Nach ein paar unbeholfenen Versuchen verlor mein Freund auch Geduld und ich traute mich nicht mehr, es von mir aus zu versuchen.
Nach seinen harten Worten war ich also am Boden zerstört. Er tröstete mich schließlich, hielt mich die ganze Nacht fest im Arm und war sehr besorgt. Auch schrieb mir auch am nächsten Tag, ob alles okay sei und ob es mir besser ginge. Eine Entschuldigung kam, wahrscheinlich aus Stolz, nicht von ihm.
Die nächsten Tage sahen wir uns nicht, er war wieder unterwegs. Eine Chance, etwas zu ändern, mehr zu versuchen oder mit ihm darüber zu reden bekam ich nicht mehr. Denn in der nächsten Woche machte er Schluss. Seine Gründe waren zwar nicht der Sex, sondern dass er mich nicht mehr liebt wie am Anfang und oft genervt und gestresst ist und wir einfach nicht zusammenpassen.
Zwar bin ich nun letztlich irgendwie froh, dass er sich getrennt hat, da er mich ja nur weiter enttäuscht und verletzt hätte. Doch ich bekomme diese kränkenden Worte einfach nicht mehr aus meinem Kopf, "guck mal P.!" "wie ein Kind..." "die anderen..." schreit immer wieder eine Stimme in meinem Kopf.
Und nun weiß ich nicht, wie ich damit umgehen soll. Denn natürlich hoffe ich, mich nochmal irgendwann verlieben zu können und einen passenderen Partner zu finden. Doch ich will nicht, dass es wieder so läuft und derjenige irgendwann von meinen schlecht ausgereiften Sex-Fähigkeiten enttäuscht oder genervt ist. Und wie soll man denn jemandem erklären, dass man trotz einer Beziehung quasi kaum was gelernt hat?!
Lass dich bitte nicht davon unterkriegen! Ich kann es verstehen, aber es wäre viel zu schade.
Er hat ein Feingefühl wie ne Dampfwalze...
