annica89
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so wie es momentan aussieht, gibt es keine Zukunft mehr für meinen Mann und mich. Wir waren 5 Jahre zusammen, haben 1 Kind miteinander, ein weiteres habe ich mit in die Ehe gebracht.
Grob zusammengefasst: nachdem unser Tochter (2) ein schreibaby war und ich abschießend in eine depressive Episode abrutsche, bekamen wir immer mehr Streit.
Seit Anfang des Jahres wurde er merkwürdig, distanziert (mir geht es seitdem aber wieder viel besser). Wir haben im März eine Paartherapie begonnen. Hier kam heraus dass er momentan nicht die großen Gefühle habe, er denkt aber sicher dass sich alles wieder einrenkt. Ich konnte den nie wirklich glauben schenken, da er anders gehandelt, als geredet hat. Somit habe ich immer wieder nachgehakt. Deshalb gab es immer mehr Streit (er brauche Zeit und Ruhe). Ich merkte aber dass er nicht ehrlich ist.
Es spitzte sich vor 2 Woche zu, er zog aus. Eigentl nur eine räumliche Trennung. Aber seitdem sind wir wie getrennt. Er hat keinerlei Bedürfnis nach mir, so sagt er. Jetzt, wo es raus ist, kann er endlich so sein, wie er die ganze Zeit schon fühlte.
Nämlich ohne mich, Alleine, denn er hat keine Gefühle mehr und das schon seit Monaten. Hat aber immer noch mit mir gekuschelt, mit mir geschlafen, ich habe mir dadurch Hoffnung gemacht. Immer, wenn ich mein merkwürdiges Gefühl benannt habe, hat er den Spieß umgedreht und mich hingestellt, als wäre ich nicht ganz dicht, was ich mir da wieder einbilde.
Dabei stimmte es die ganze Zeit .
Nun bin ich alleine und es tut einfach nur weh. Am schlimmsten ist es, dass er mir seit Monaten etwas vor gemacht hat. Klar, auch er hatte Angst vor dem, was käme bei einer Trennung. Aber dann hätte er wenigstens ehrlich sagen sollen dass er gerade keinen körperkontakt möchte und erst recht mir nicht meine Wahrnehmung absprechen. Das ist das letzte. Vor 2,3 Wochen lagen wir noch kuschelnd auf dem Sofa. Klar wusste ich dass es gerade nicht alles top läuft. Aber er hat mir ja immer Hoffnung gemacht dass es wieder wird. Und nun dieser krasse Einschnitt. Er fühlte sich die ganze Zeit schon unwohl und wollte lieber alleine sein. Das spürte ich genau! Auf Nachfrage wurde immer alles abgetan oder eben ich als bescheuert dargestellt.
Ich weiß momentan nicht, wie ich damit umgehen soll.
Wie geht ihr mit der Kränkung um? Verlassen zu werden allein an sich ist ja schon schlimm. Aber zu wissen dass die letzten Monate eigentl schon alles durch war, erklärt nun all die Momente und negativen Gefühle, die ich ständig spürte - aber es tut so verdammt weh, ich fühle mich so benutzt, hintergangen, belogen.