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Selbstzweifel, Einsamkeit, Lebenssinn, Kraftlos hilflos

meliodas

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Heey.
ich wollte hier mal etwas über mich schreiben, wie ich mich fühle, schon immer gefühlt habe, schon immer gedacht habe.
Nicht einmal meine engste beste Freundin weiß all diese Gedanken, zumindest einige davon. Vielleicht schreib ich das hier, weil ich unbekannt bleibe, vielleicht damit ich nicht so schwach nach außen scheine, ich weiß es nicht. :(
Ich weiß nicht ob es Depression sind, ich weiß nicht ob es Phasen sind, ich weiß nicht ob es überhaupt etwas ist.
Alles fing an, als ich noch 5-6 war, durch den großen Erdbeben in der Türkei verloren wir unser Haus und meinen Vater.
Meine früheste Erinnerung, meine erste Erinnerung, die weiteste die ich habe ist die, dass meine Mutter mich alleine in einem großen Saal gelassen hatte wo die Menschen Massen versammelt waren, als ich sah wie sie fortging lief ich ihr hinterher, als Sie das sah drehte Sie sich um und schlug mich zusammen, zog an meinen Haare, vor all den Menschen, weil ich bei meiner Mutter sein wollte und nicht alleine. Seit diesem Augenblick, obwohl das meine erste Erinnerung ist wusste ich, dass ich keine Familie habe. Von der selben Frau habe ich so oft hören müssen, dass Sie sich wünscht, dass ich mit meinem Vater sterben sollte, dass sie sich wünscht, dass ich nicht Lebe, dass Sie mich bereut. Ich habe auch ein großen Bruder, der mich immer dann zusammen schlug, wenn etwas nicht gepasst hat, ob es ein Regenschirm ist den ich nicht in der Wohnung gefunden hatte, ob es ein kleines teil ist was kaputt ging, ob es ein Glas war was umgeschüttet ist. So begann ich Zuflucht immer draußen zu finden, bei "Freunden".
Mein bester Freund, wo ich 12 Jahre lang dachte, er sei mein bester Freund spannte mir meine erste richtige Freundin aus und bekam ein Kind mit ihr. Das hatte ich ihn sogar verziehen gehabt, weil ich niemanden hatte. Der selbe "beste Freund" hat mich hinter mein rücken bei der Polizei angezeigt, weil er sein Geld verspielt hatte und seiner Frau zu hause nicht getraut hat es zu beichten und beschuldigte mich, dass ich es war und ebenso die Spardose von seiner Tochter beklaut hätte. In diesem Augenblick wusste ich, dass auf niemanden mehr verlass ist. Jedes mal, wenn es mir so dreckig ging, ich meine schwäche nicht mehr einstecken konnte, nur ein Freund gebraucht hatte der mich in den Arm nimmt musste ich mir stets anhören, dass ich aufhören soll zu weinen, weil ich die Menschen um mich her rum runterziehen würde. Nun steh ich hier und merke, dass ich keine *echten* Freunde außer vielleicht eine, keine Familie habe. Mein Bruder stehe ich wohl im Weg, im Leben weiter zu kommen weil ich nichts erreiche und zu Hause wohne, meine Mutter, die Frau die mich auf die Welt gebracht hat, bin ich eine Last im Leben, ich ziehe Menschen um mich herum runter. Seit Jahren schon verspüre ich diese Gedanken, sie halten nur für einen kurzen Augenblick, einfach alles zu beenden. Es ist nicht so, dass ich mir das Leben nehmen will, es ist so, dass dieses leben für mich schon immer nicht Lebenswert war. Selbst, wenn ich "glücklich" in einer Beziehung war verspürte ich diese Gedanken. Doch eines Tages lernte ich diese eine besondere Frau kennen. Zwischen uns ist soviel passiert, dass man meinen könnte wir kennen uns schon unser ganzes Leben lang wobei es nur 2 Jahre sind. Ich wusste, dass Sie mich aufrichtig Liebt so aufrichtig wie ich Sie liebe. doch stets brachen wir für ihre Familie den Kontakt ab und nun sind ihre Gefühle verflogen aber trotzdem kommen wir uns immer und immer und immer wieder nah, sehr nahe. Wir beide brauchen den anderen in unseren Leben, doch ich Sie mehr als Sie mich. Sie will mich einfach nur noch als einen guten Freund im Leben, der wenn Sie mal einen neuen Typen kennen lernt und Sie Probleme haben ihr helfe. Immer wieder macht Sie mir das deutlich, immer wieder doch ich kann Sie nicht los lassen, weil ich für mich weiß, dass keine andere Frau besser zu mir passt. In all der Zeit wo ich bei Ihr war, hat es sich nach "Leben" angefühlt, hat es sich nach "Glück" angefühlt, es war alles Sorglos, ich habe mich angekommen gefühlt. Doch jetzt sagte Sie mir, dass wir sowohl Menschlich als auch Charrackterlich absolut nicht zusammen passen könnten, niemals und ich fühle mich wieder in diesem Loch. Diese Gedanken verstärken sich immer mehr in mein Kopf, aus Sekunden werden Minuten die sich mein Kopf darüber zerbricht. Meine Familie sind Menschen, in die ich hinein geboren wurde, aber bestimmt keine Familie, meine Freunde sind Menschen mit dem ich was unternehmen kann aber keine "Freunde", die Frau, die mir als einzige auf dieser Welt bisher dieses Gefühl des ankommens gab, bin ich es nicht Wert genug gewesen und ich weiß nicht. Es ist nicht so, dass ich nicht lachen kann wenn ich draußen bin aber innerlich würde ich am liebsten einfach nicht da sein. Nicht hier, nicht dort. Ich hab schon soviel Probiert, nächtelang spazieren, den Kopf frei machen, mit Freunden raus gehen und Spaß haben. aber ich fühle mich immer noch in diesem Loch und meine Gedanken verschärfen sich immer stärker. :'(

01.01.2019 14:56 • #1


Benita

Benita

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Du wurdest schon ganz früh in deinem Leben traumatisiert durch Verlassensein, Verlust, Existenzängste sowie dem Gefühl allein, einsam, nicht gewünscht und lebens- und liebenswert zu sein, ich vermute mit diesem verinnerlichten Gefühl gehst du durch diese Welt, kein Wunder, dass da kaum Lebensfreude aufkommen kann.
Ein anderes Problem ist andere spüren deine innere Einstellung und zeigen sie dir im aussen indem sie dich schlecht behandeln, so schlecht wie du dich selbst fühlst. Sie spiegeln dich.

Ich würde dir empfehlen dir therapeutische Hilfe zu suchen, jemanden, der sich auf Traumta spezialisiert hat, Du kannst über deine Krankenkasse Adressen bekommen.

Viel Glück und alles Gute !

01.01.2019 16:26 • x 3 #2




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