Jens-1988
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ich würde gerne eure Meinung zu diesem Problem hören: Ich sehe in meiner Ex-Freundin einen der intelligentesten Menschen, die ich bislang kennenlernen durfte. Sie holt gerade ihr Abitur nach. Ich habe zwar mehrere Studiengänge abgeschlossen - sie aber immer auf Augenhöhe behandelt. Außerdem bin ich der Ansicht, dass ein Studienabschluss kein alleiniger Indikator für vorhandene Intelligenz ist. Zudem will sie nach dem Abitur ebenfalls studieren. Sie hat mir nach dem Ende unserer ersten Beziehung einmal geschrieben: Ich fühle mich neben Dir stets unterbemittelt. Ein paar Monate später sind wir eine zweite Beziehung eingegangen - und sind zwischenzeitlich wieder getrennt: Sie hatte jemanden kennengelernt, mit dem sie inzwischen eine Beziehung eingegangen ist.
Als wir uns in den letzten Monaten wieder langsam angenähert haben, gestand sie mir in einem persönlichen Gespräch und zwei Telefonaten, dass sie neben mir Minderwertigkeitskomplexe empfinden würde. Bei ihm hingegen könne sie so sein, wie sie ist. Zu seiner Person: Er hat die Realschule und zwei Berufsausbildungen abgeschlossen und hat während seiner folgenden fast dreijährigen Langzeitarbeitslosigkeit zu Hause bei seinen Eltern gewohnt. Meiner Ex-Freundin hat er diese Phase der Erwerbslosigkeit vermutlich als "Selbständigkeit" präsentiert - was sie ihm wohl geglaubt hat. Berufliche Ziele hat er nicht, er würde ihr überall hinterziehen. Er hat auch kein Interesse an ihren Aufgaben im Rahmen ihres Schulabschluss: So liest er weder ihre Haus- und Seminararbeiten, noch hat er Verständnis für die Erstellung einer Lernkonzeption. Bei fachlichen Fragen kontaktiert sie regelmäßig mich. Ich habe ihr dann vor einer Wochen vorgeworfen, dass sie sich jemanden gesucht hätte, dem sie sich in jeder Hinsicht überlegen fühlen würde - was sie verärgerte und abstritt.
Ich hingegen bin aber nicht grundlos zu dieser Einschätzung gelangt:
- Als sie mich damals ihren Eltern vorstellte, bat sie mich, mit ihrer Mutter keine intelligenten Diskussionen zu führen. Ihre Mutter würde es aggressiv machen, wenn ein Mann intelligenter wäre als sie.
- Sie selbst schrieb mir nach unserer ersten Beziehung: Ich fühle mich neben Dir stets unterbemittelt und wiederholte in mehreren Gesprächen nach unserer zweiten Beziehung, dass sie neben mir regelmäßig Minderwertigkeitskomplexe empfunden hätte und würde.
- Sie betont auch immer, überall die Beste sein zu müssen.
- Selbst bei Spielen kann sie nicht verlieren. Das geht sogar soweit, dass bei gemeinsamen Spielen Freunde schon absichtlich verlieren, damit sie "gewinnen kann".
Sie schreibt sich gerne eine gute Selbstreflexion zu - faktisch hat sie hier m.E. einen sog. "blinden Fleck".
Meine Frage nun an euch:
Frage 1:
Hat jemand von euch Erfahrungen mit einer Frau,
1.) die immer der Beste sein muss,
2.) Minderwertigkeitskomplexe neben einem intelligenten Mann empfindet und
3.) sich daher sogar einen - ohne despektierlich verstanden zu wollen - extrem ungebildeten und ziellosen Mann sucht?
Frage 2: Was sagt das über die Person aus?
Frage 3: Seht ihr hier ein dauerhaftes Beziehungshinternis?
Vielen Dank für eure Erfahrungen,
Jens