Hallo Tim, darf ich bitte auch noch meinen Senf dazu geben

erstmal finde ich es wichtig, zwischen einer Religion und einem Glauben zu unterscheiden. Eine Religion ist ein von Menschen erfundenes Konstrukt. Man sammelt Rituale und Gesetze, um dann Menschen aufzubürden, um sie zu knechten und zu unterdrücken. Religiöse Menschen gehen sonntags in den Gottesdienst und geben sich anschließend die Kante beim Frühschoppen. Religiöse Menschen sind voll verschleiert... und rauchen eine Marlboro auf der Restaurant-Terrasse (so gesehen letzten Samstag), religiöse Menschen reiten auf Wasserschläuchen am Schabbat, weil dann eigentlich Reisen verboten ist, außer auf Wasser, usw.
Wenn Du konvertierst, weil deine Hormone verrückt spielen, wirst das scheitern. Konvertieren heißt ja hier, sich ALLEN diesen Ritualen und Gesetzen unterzuordnen. Das funktioniert ja überhaupt nur dann vielleicht, wenn man an den Glaubensstifter (hier Mohammed) glaubt. Wenn Du dir aber nicht mal beim Fundament sicher bist, wie willst Du da ein paar Stockwerke drauf bauen? Wenn da mal im Hauptstudium plötzlich die Blondine aus Deutschland deinen Weg kreuzt und die richtigen Knöpfe drückt?
Außerdem, bitte in aller Fairness...wenn Du dich schon mit dem Islam intensiv auseinander setzt, dann solltest Du dich auch mit den anderen Religionen beschäftigen, aus Fairness eben, damit deine finale Entscheidung ein gutes Fundament aus Überlegungen hat, nicht weil deine Schmetterline Saltos machen.
Wenn Du magst, schicke ich Dir ein paar Büchertipps via PN wo solche Sachen verglichen werden Wichtig ist immer, nicht die Gläubigen zu vergleichen (z.B. Kreuzritter mit Dschihadisten), sondern die Glaubensstifter (z.B. Jesus mit Mohammed). Denn die Gläubigen aller Glaubensrichtungen und Religionen machten und machen Fehler und folgen falschen Interpretationen. Beschäftigt man sich mit dem Glaubensstifter, wird man sehen, mit wem und wessen Lehre man sich eher identifizieren kann. Viel Erfolg bei deiner Entscheidungsfindung.