leilani1801
Gast
Ich finde dessen Verhalten ziemlich grenzwertig, mal schauen, was ihr dazu sagt.
Keine Ahnung wie ihr das handelt, aber ich habe Respekt davor, wenn ich das Leben eines anderen "betrete". Sprich: es dauert schon ziemlich lange bis ich überhaupt mal eine Zahnbürste beim neuen Freund in dessen Wohnung postiere oder darum bitte etwas Platz in seinem Kleiderschrank zu bekommen.
Der noch recht neue Partner meiner Kumpelin hatte von Anfang an Ansprüche: sie kaufte für ihn einen eigenen Nachttisch mit Lampe, eine neue Matraze für´s Bett, weil ihm die alte nicht genehm war, dann wollte er größere Tassen, weil ihm die, die sie hatte zu klein waren. Dann bestimmte Getränke, Essen, das er brauchte um sich wohl zu fühlen etc.
Ständig hat er irgendwelche Ansprüche, was sie in ihrer Wohnung verändern soll, damit er sich dort "wohl fühlen kann".
Sie hat mir gegenüber dann auch mal gesagt, dass sie es zu Beginn ja noch ganz ok fand, macht man ja auch gerne, aber wenn das immer weiter geht, dann kommt irgendwann der Punkt, wo es schon in Richtung "Unverschämtheit" geht.
Seine Argumentation ist, dass er ja so viel für sie tut und er quasi als "Wiedergutmachung" ein Recht darauf hat.
Schon dieses Denken finde ich total grenzwertig, denn entweder mache ich Dinge für jemand anderen - er hat sie ihr ja auch freiwillig angeboten, ohne im Hinterkopf klar zu haben, dass er dann auch etwas einfordern kann oder lässt es.
Nun will sie sich ein neues Auto kaufen, er hat sich angeboten ihr dabei zu helfen - ist ja nett. Aber auch hier fängt er immer wieder davon an, wie das Auto zu sein hat, damit auch er sich darin wohlfühlt.
Groß genug, es darf kein Raucher-Auto gewesen sein.
Meine Kumpelin ist mittlerweile schwer genervt und es gab deswegen einen Riesenkrach, wo sie ihm endlich mal sagte, dass sie es ziemlich anmassend findet, dass es ihm bei ihrem Autokauf, wohl auch um sich selber geht und er das bitte lassen soll.
Er hat sich dann wiederum extrem darüber aufgeregt, dass sowas in einer Beziehung normal sei, er würde das auch für sie tun usw.
Nach der Riesendiskussion, die ich live mitbekommen habe, machte er am nächsten Tag gleich weiter und versuchte ihr ein Auto auszureden, dass sie sehr gerne gekauft hätte, weil es eben ein Raucher-Auto war.
Ergo: man kann mit ihm nicht darüber reden - er hat Ansprüche und geht davon aus, dass sie diese zu erfüllen hat.
Dann kommen von seiner Seite Aussagen wie, dass sie nur an ihm rummotzt und ihn gar nicht in sein Leben lassen will etc.
Dabei ist das wirklich nicht der Fall. Es geht schlichtweg darum, dass seine selbstverständliche Anspruchshaltung unglaublich übergriffig ist und ich sie verstehen kann, dass man dann dicht macht. Jeder Versuch ihrerseits mit ihm neutral die Sache zu klären führt dazu, dass er explodiert, das Gespräch abbricht und sich beleidigt zurück zieht. Für ihn sind das alles "Lappalien":
Wie seht ihr das?