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Soll ich auf den Vorschlag der Ex eingehen?

Lalalele

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Sie (25) und ich auch weiblich (25) waren vier Monate zusammen bis sie Schluss gemacht hat.
Der Grund war, dass sie sich der Beziehung nicht mehr gewachsen fühlt aufgrund ihrer komplexen Posttraumatischen Belastungsstörung.

Ich konnte anfangs mit ihrer Krankheit nicht umgehen, da sie mir nicht richtig sagte was sie hat. Ich hab dann oft Stress gemacht, wenn sie sich nicht die Zeit für mich genommen hatte, die ich brauchte. Wir hatten also viele Diskussionen und sie hat sich danach immer zurück gezogen (wegen ihrer Psyche), wohingegen ich es immer direkt klären wollte.

Es war also alles ziemlich kräftezehrend und sie hat dann den Schlussstrich gezogen.

Jetzt folgendes: wir hatten, nachdem die Trennung endgültig war, nach Überredungsversuchen meinerseits, ein Telefonat.

Sie meinte sie kann mir nicht sagen, dass die Entscheidung goldrichtig sei, aber sie glaubt einfach dass sie mit ihren psychischen Problemen erst mal alleine klar kommen muss und an sich arbeiten muss. Dass in der Beziehung Dinge hoch kamen, von denen sie dachte, sie hätte sie schon verarbeitet.

Sie will also momentan keine Beziehung. Ihr Vorschlag war sich ab und zu zu treffen, um zu gucken ob es gut für uns ist Kontakt zu haben. Ich meinte dass, wenn das Ziel ist, Freunde zu sein, ich es nicht möchte.
Sie sagte: Ich meinte eher, dass wir uns dann mal RICHTIG kennen lernen, ohne einen Hintergedanken und somit ohne Druck

Findet ihr ich soll mich darauf einlassen? In der Hoffnung dass wir uns langsam wieder nähern und sie merkt dass ich ihr wirklich den Raum gebe, den sie braucht?

24.07.2019 12:20 • #1


Ayaka

Ayaka


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naja - wenn du es mit der Absicht einer erneuten Annäherung machst startest du ja das Ganze schon mit einem Hintergedanken und es ist damit nicht das was sie sich wünscht

24.07.2019 12:22 • x 3 #2


Lalalele


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@Ayaka das stimmt. Ich würde halt lügen, wenn ich sagen würde ich könnte die Hoffnung komplett abstellen.
Ich will ja auch für mich gucken, ob das für mich so funktioniert.
Der Vorteil ist, dass ich trotzdem gezwungen bin mein Leben ohne sie zu führen und ich war in der Beziehung sehr abhängig, was mir selbst nicht gefallen hat.

24.07.2019 12:25 • #3


Plentysweat

Plentysweat


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Wie lange seid Ihr denn schon auseinander?
Meist klappt eine Freundschaft unmittelbar nach einer Trennung nicht. Die Beziehung muss erstmal verarbeitet und das Paarband durchtrennt sein. Sonst quält sich mindestens einer von Beiden noch mit der Hoffnung auf einen Neustart herum und das Zusammensein ist dadurch sehr belastet bis sogar unmöglich.

24.07.2019 12:35 • #4


Lalalele


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@Plentysweat
Erst seit 6 Tagen..
Ich glaube du hast sogar meinen anderen Beitrag vor paar Tagen kommentiert, vielleicht erinnerst du dich.

Das Ding ist, sie liebt mich. Sie hatte mit der Entscheidung sehr zu kämpfen aber denkt halt dass es das beste ist um erstmal an sich zu arbeiten.
Und als ich fragte ob das Ziel sei, Freunde zu werden, hat sie das ja auch nicht bestätigt. Also ich denke wir wissen beide nicht wo das hinführt.

24.07.2019 12:55 • #5


Plentysweat

Plentysweat


1916
2651
Zitat:
Ich glaube du hast sogar meinen anderen Beitrag vor paar Tagen kommentiert, vielleicht erinnerst du dich.

Stimmt !

24.07.2019 12:56 • #6


E-Claire

E-Claire


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Hallo @Lalalele

Zitat von Lalalele:
Wir hatten also viele Diskussionen und sie hat sich danach immer zurück gezogen (wegen ihrer Psyche), wohingegen ich es immer direkt klären wollte.

Das klingt ein bißchen so, als könntest Du Konflikte nicht besonders gut aushalten und bräuchtest da immer direkt jemanden, der Dir besteht, daß eh alles ok ist. Weißt Du vielleicht, warum das bei dir so ist?
Im Grundsatz ist es nämlich schon so, daß viele Streitereien, durchaus davon profitieren, daß die Beteiligten sich jeder mal ein bißchen Zeit nehmen und gegenseitig geben, um danach in Ruhe schauen zu können, welche Lösung angemessen ist.

Zitat von Lalalele:
Der Vorteil ist, dass ich trotzdem gezwungen bin mein Leben ohne sie zu führen und ich war in der Beziehung sehr abhängig, was mir selbst nicht gefallen hat.

Weißt Du, Abhängigkeiten sind nie besonders gut, wobei aber Abhängigkeit ein ganz schön großes Wort ist. Manchmal haben Menschen einfach sehr, sehr unterschiedliche Bedürfnisse und wenn ein Mensch mit einem sehr großen Bedürfnis nach Freiraum auf einen trifft, der ein ganz großes Bedürfnis nach Nähe hat, dann geht so etwas meistens ziemlich schief, weil einer immer recht schnell das Gefühl bekommt, sich verbiegen zu müssen.

Was nun ihr Angebot angeht: Trennungen sind ein bißchen wie offene Wunden, es braucht Zeit bis sie wieder verheilt sind. Wenn man sich im Heilungsprozeß immer wieder und wieder seiht, kann das dazu führen, daß es sich so anfühlt, als würde man immer wieder den Schorf der Wunde abkratzen, so daß es wieder blutet.

Manchmal will man das halt auch nicht immer so wahrhaben und natürlich ist da ja auch die Sehnsucht nach dem anderen und vielleicht auch ein bißchen die Hoffnung, dem anderen zeigen zu können, was dieser verloren hat. Dann dauert es halt auch mal, bevor man einsieht, daß sich zu treffen, während man selbst noch heilen muß, nicht unbedingt die schlauste aller Ideen ist.

Überleg Dir genau, was Du eigentlich möchtest und auch, was Du für Dich brauchst.
Denn eins ist in jedem Fall sicher: Du wirst immer gezwungen sein, jedenfalls Dein eigenes Leben zu leben.

Alles Gute.

24.07.2019 13:03 • x 1 #7


Lalalele


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@E-Claire

Es ist tatsächlich so, dass ich immer schnellst möglich hören will, dass alles gut ist. Ich denke in mir drin sitzt einfach die Angst vor Zurückweisung. Ich bin im Leben oft zurück gewiesen worden und hab deshalb sehr lange gebraucht mich selbst zu lieben. Aber es reicht wohl noch nicht, weil ich eben immer wieder von ihr hören und spüren wollte dass sie mich liebt. Da hätte sie sich auch mehr Vertrauen von mir gewünscht..


Also so ein krass unterschiedliches Nähebedürfnis hatten wir nicht. Sie wollte mich auch mehrmals die Woche sehen, aber ich wollte halt jede Minute nutzen, die wir haben und sie hat halt dann auch mal andere Dinge noch rein geschoben. Was ja auch völlig okay ist. Aber in dem Moment war es schlimm für mich. Und das meine ich mit Abhängigkeit.

Ich hab nur was mit Freunden gemacht, wenn sie eh keine Zeit hatte. Ich hab extrem viel Aufmerksamkeit von ihr gebraucht und so will ich eben selbst nicht mehr sein. Ich will mit mir selbst glücklich sein können ohne dauernd von einer anderen Person abhängig zu sein

24.07.2019 13:12 • #8


regenbogen05


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Zitat von Lalalele:
Ich konnte anfangs mit ihrer Krankheit nicht umgehen, da sie mir nicht richtig sagte was sie hat. Ich hab dann oft Stress gemacht, wenn sie sich nicht die Zeit für mich genommen hatte, die ich brauchte. Wir hatten also viele Diskussionen und sie hat sich danach immer zurück gezogen (wegen ihrer Psyche), wohingegen ich es immer direkt klären wollte.

Es war also alles ziemlich kräftezehrend und sie hat dann den Schlussstrich gezogen.

Jetzt folgendes: wir hatten, nachdem die Trennung endgültig war, nach Überredungsversuchen meinerseits, ein Telefonat.

Sie meinte sie kann mir nicht sagen, dass die Entscheidung goldrichtig sei, aber sie glaubt einfach dass sie mit ihren psychischen Problemen erst mal alleine klar kommen muss und an sich arbeiten muss. Dass in der Beziehung Dinge hoch kamen, von denen sie dachte, sie hätte sie schon verarbeitet.

Sie will also momentan keine Beziehung. Ihr Vorschlag war sich ab und zu zu treffen, um zu gucken ob es gut für uns ist Kontakt zu haben. Ich meinte dass, wenn das Ziel ist, Freunde zu sein, ich es nicht möchte.
Sie sagte: Ich meinte eher, dass wir uns dann mal RICHTIG kennen lernen, ohne einen Hintergedanken und somit ohne Druck

Schon mal vorweg: sorry, für meine harten Worte.
Ich lese nur Du, Du und nochmal Du.
Sie hat Dir erklärt, was mit ihr los ist. Du warst diejenige, die unzufrieden war, wenn sie Zeit für sich brauchte. Du fühltest Dich da im Hintertreffen. Du hast nie verstanden, was in ihr vorging/wie es ihr ging. Du warst zu sehr mit Dir beschäftigt.
Jetzt sagt sie klar, dass sie für sich erstmal ihre Probleme lösen muss; dass sie derzeit keine Beziehung führen kann.
Und was kommt von Dir: entweder Beziehung oder gar nichts.
Du bist in meinen Augen unselbständig und sehr egoistisch.
Nochmal Entschuldigung. Ich möchte Dich in keinster Weise beleidigen. Ich möchte nur, dass Du mal einen Blick aus einem anderen Winkel auf das Ganze wirfst.

24.07.2019 13:38 • x 1 #9


Sway82

Sway82


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Warum bleibst du nicht in deinem ersten Thread? Da würden sich dann alle Infos bündeln.
Nun gut.
Mein Rat: lass sie gehen. So viel Sress in den ersten Monaten ist kein guter Start. Sie hat da ihre Baustellen und wie es mir scheint, du auch. Freunde könnt/wollt ihr nicht sein. Eine Beziehung geht auch nicht. Also muss erst mal jeder für sich klar kommen.

24.07.2019 13:54 • #10


E-Claire

E-Claire


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Zitat von Lalalele:
Also so ein krass unterschiedliches Nähebedürfnis hatten wir nicht.

Zitat von Lalalele:
Sie wollte mich auch mehrmals die Woche sehen, aber ich wollte halt jede Minute nutzen,

Naja, das ist schon ein sehr unterschiedliches Bedürfnis und weißt Du, ich hätte mich da sehr, sehr schnell extrem eingeengt gefühlt. Denn schau mal, ich schiebe nicht einfach nur ab und zu andere Verabredungen ein, sondern habe eben auch das Bedürfnis für meine Freunde und Familie da zu sein, völlig davon abgesehen, daß ich auch gern mal keinen um mich herum habe.

Zitat von Lalalele:
Ich hab nur was mit Freunden gemacht, wenn sie eh keine Zeit hatte.

Weißt Du, bei der nächsten Beziehung würde ich diesen Ansatz echt überdenken. Freunde sind nicht einfach der Trostpreis, wenn der Partner mal keine Zeit hat. Freundschaften brauchen auch Pflege.

Zitat von Lalalele:
Ich will mit mir selbst glücklich sein können ohne dauernd von einer anderen Person abhängig zu sein

Das ist ein wirklich schöner Ansatz. Bedenke aber auch, daß Veränderungen nicht von heute auf morgen passieren, an Veränderungen muß man arbeiten und sie brauchen sehr, sehr viel Zeit.

24.07.2019 13:56 • #11


Lalalele


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@E-Claire
Nein das hast du bisschen falsch verstanden.
Ich hatte kein Problem damit, wenn sie auch mal an anderen Tagen was mit Freunden gemacht hat. Aber an den Tagen an denen wir uns dann gesehen haben, hat sie halt auch manchmal dann noch was anderes gemacht. Oder ist doch ne Stunde früher als geplant gegangen usw. sowas hat mich in dem Moment halt verletzt, weil ich dachte sie genießt es gerade auch so wie ich. Im Nachhinein weiß ich dass ich übertrieben habe!Deswegen sagte ich ja dass ich so nicht mehr sein will und es auch als Chance sehe da jetzt dran zu arbeiten weil ich ja gezwungen bin

@regenbogen05
Ja das sehe ich doch alles ein. Ich weiß ja jetzt, dass ich mehr hätte versuchen sollen sie zu verstehen. Ich verstehe es ja jetzt auch weil ich ihre Krankheit und deren Symptome jetzt kenne.

Und ich hab ihr ja eben nicht gesagt, ganz oder gar nicht. Ich hab ihr gesagt ich bin bereit zu sagen dass wir jetzt keine Beziehung führen aber ich auch nicht die Treffen möchte, wenn das einzige Ziel ist, Freunde zu werden

24.07.2019 16:14 • #12


ttttt


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Sie braucht sicher Zeit für sich, um mit ihren Problemen klar zu kommen. Das geht auch in Beziehungen, wenn man nicht eingeengt wird. Beziehungstechnisch hast du eventuell die grösseren Baustellen. Ist fraglich ob du so einen losen Kontakt aushälst, wenn du bisher sehr viel Liebesbeweise gebraucht hast. Vielleicht müsst ihr beide mal ohne Kontakt an euch arbeiten.

24.07.2019 19:11 • #13


Verzaubert


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Psycho'partner' - nein danke.

24.07.2019 19:34 • #14


Lalalele


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@ttttt
Ja klar habe ich auch Baustellen. Aber ich denke, dass ich daran am besten arbeiten kann, wenn ich in einer Beziehung bin. Dann bin ich nämlich damit konfrontiert und gezwungen es auszuhalten und zu verbessern. Wenn ich alleine bin, habe ich ja keine Motivation dazu. Verstehst du was ich meine?

@Verzaubert wie meinst du das?

26.07.2019 08:53 • #15




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