Laurin
Mitglied
- Beiträge:
- 21
- Themen:
- 7
- Danke erhalten:
- 12
- Mitglied seit:
kurz zu meiner hier in einem Thread schon dargelegten Story: Herbst 2018: Sie stellt die Vertrauensfrage ("Weiß nicht wie es weitergehen soll"), WG bis Winter 2019 mit Urlaub, Trennung Winter 2019.
Wir waren Ende letzter Woche beim Notar und haben eine Trennungsvereinbarung aufgesetzt, die für sie wirtschaftlich schon gut ist, da sie bei Durchführung des klassischen Zugewinnausgleichs mir einen mittleren fünfstelligen Betrag schulden würde.
Gestern führten wir ein Telefonat, das wegen Kleinigkeiten eskaliert ist. Es ging darum, dass ihre Autoversicherung noch von dem bisherigen gemeinsamen Konto abgebucht wurde. Im Rahmen dieses Gesprächs warf sie mir zwischen den Zeilen vor, geizig zu sein und wegen Kleinigkeiten einen Aufstand zu machen. Egal. Wenigstens fühlte ich mich irgendwann so provoziert, dass ich davon sprach, dass die Ehe mit ihr das dunkelste Kapitel meines Lebens gewesen sei, sie mir Lebensjahre gestohlen habe, sie sich nun endgültig aus meinen Leben verpissen und einen anderen Mann unglücklich machen solle. Außerdem habe ich gesagt, dass ich mich schon eher von hier getrennt hätte, wenn ich gewusst hätte, dass es mir danach so gut gehe (dass es mir gut geht stimmt).
Nunja, sie fing am Telefon an zu weinen, meinte, sie wüsste, dass sie mir nicht mehr wichtig sei. Umgekehrt sei dies halt nicht der Fall und sie habe auf normalen Umgang gehofft.
Wie soll ich sagen, ich bin jetzt aufgewühlt. Die ganze letzte Zeit sorgte ich mich um sie. Nicht im Sinne: "Ich will sie zurück". Sondern im Sinne, dass sie mir leid tut. Ein großer Teil ihres soziales Umfeldes bricht mit der Trennung weg. Sie hat außer ihren fünf, sechs Arbeitskollegen und ihrer Mutter kaum jemanden. Sie ist psychisch nicht die labilste. Aber dieses Gefühl der Sorge ist im Laufe der Woche bei mir immer weiter weggegangen. Nur: Jetzt nach dem Telefonat ist es wieder da und es tut mir leid, dass ich es in dieser Schärfe gesagt habe. Meine NF hat unglaubliche Probleme damit, wenn sie gesagt bekommt, dass sie einem anderen nicht gut getan hat etc. Und das ist bei ihr ja nun wieder sehr stark der Fall. Sie hat halt Probleme mit ihrem Selbstbewusstsein.
Soll ich mich entschuldigen?