countach
Mitglied
- Beiträge:
- 9
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 2
- Mitglied seit:
ich habe ein Riesenproblem, das scheinbar nicht lösbar ist und ich überlege nun mich zu trennen. Vor gut 10 Jahren habe ich meine heutige Ehefrau kennengelernt. Wir haben uns sehr ineinander verliebt und vor gut 8 Jahren geheiratet. Wir hatten beide eine gescheiterte Ehe hinter uns. Vor 9 Jahren sind wir in eine ganz tolle gemeinsame Wohnung gezogen und waren extrem glücklich. Nachdem wir vor 7 Jahren zwei Kinder bekommen haben, haben wir meinen Schwager ausbezahlt und sind in das elterliche Haus meiner Frau eingezogen und haben dieses "übernommen". Meine Schwiegereltern wohnten unten und wir mit den Kindern in Etage 1 und 2. Am Anfang war alles OK, aber schon nach einem halben Jahr ging es mit Kleinigkeiten los. Die Kleinigkeiten häuften sich auf, sodass ich immer genervter wurde. Über Jahre wurden für uns als Familie notwendige Veränderungen am Grundstück von meinem Schwiegervater blockiert, obwohl immer suggeriert wurde, dass wir freie Hand hätten. Meine Schwiegermutter ist vor zwei Jahren schwer erkrankt und seitdem im Altenheim. Er führte sich über die ganzen Jahre aber immer noch als der Herr im Haus auf. Meine Frau geht jeden Morgen in die Wohnung meiner Schwiegereltern und abends erfolgt i. d. R. nach dem zu Bett gehen der Kinder nochmals ein Besuch im Erdgeschoss. Mich nervt das alles ganz extrem, da ich immer im Hintergrund bin und überhaupt keine Lust habe täglich bei meinen Schwiegereltern reinzuschauen, zumal ich meinen Schwiegervater überhaupt nicht leiden kann. Er ist besserwisserisch, spießig bis zum geht nicht mehr und rechtsradikal. Darüber hinaus kümmert er sich extrem wenig um seine Enkel. Das kotzt mich einfach an. Ich habe das schon mehrfach bei meiner Frau angesprochen, aber sie ändert nur wenig bis gar nichts an ihrem Verhalten. Ich habe immer das Gefühl, dass sie zu 50 % bei Papi lebt und fortwährend an ihn denkt und ihn bemuttert. Obwohl er noch sehr fit ist. Vor 1,5 Jahren hat er uns avisiert, dass er in eine Wohnung für betreutes Wohnung zieht. Meine Frau hat daraufhin bitterlich geweint und seit dieser Zeit habe ich nie wieder etwas vom Auszug gehört. Ich fühle mich seit Jahren in der Situation komplett unwohl und der Einzug dort war so ziemlich der größte Fehler meines Lebens. Ich erkenne, dass meine Frau sicherlich zwischen den Stühlen steht. Aber nach allen erfolglosen Gesprächen sehne ich fast schon dem Zeitpunkt entgegen die Sache zu beenden. Ich war deshalb sogar schon in psychologischer Behandlung. Mir täte es nur um unsere Kinder total leid.
Gebe ich zu schnell auf? Habt Ihr Tipps für mich?
Danke und liebe Grüße
Michael