Suche Betroffene die mir helfen können

solala

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Was tun wenn man heiratet, 2 Kinder bekommt aber schnell merkt daß der Mann den man geheiratet hat einfach nicht die große Liebe ist? Die Kinder sind noch ganz klein und die Ehe erst 2 Jahre alt. Die Gefühle sind nicht mehr da, allerdings für einen anderen. Wem ging es so?

26.08.2004 22:52 • #1


Ehemaliger User


Hallo solala,

vielleicht einen Thread von mir, entstanden aus einem anderen Thread...

http://web18.h1430.serverkompetenz.net/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?board=Neuanfang;action=display;num=1058443508;start=0

Etwas harte Lektüre, aber lies es mal durch. Hier geht es um den Konflikt zwischen Partnerschaft und Leidenschaft.

Ansonsten... meine EX hat auch - so mein Eindruck - die Kinder als Teilziel "abgearbeitet". So fühle ich mich zu diesem Thema heute. Aber ich merke, daß sie schon langsam erkennt, was sie geopfert hat, um mal den Schmetterlingen hinterher zu rennen.

Oder ich träume mal wieder... aber aktuell sind ihre Reaktionen in diese Richtung deutend.

Überlege Dir, was Du opferst und wer alles den Preis zahlen muß. Dann entscheide nach Abwägung. Gruß, Gerd

27.08.2004 01:05 • #2



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Ehemaliger User


Hallo solala,

Sorry, aber so etwas regt mich unendlich auf. Vielleicht sollte man sich vorher genauer überlegen, ob man mit dem Mann zusammen ist, mit dem man wirklich eine Familie gründen will. Aber was solls: es wird halt geheiratet, und wenn man dies schon mal ist, muss man ja auch gleich Kinder bekommen - wie der Lauf des Lebens eben so ist. Tja, und wenn man dann merkt, der Vater oder die Mutter des Kindes ist halt doch nicht der/die Richtige - ist nicht weiter schlimm: es wird sich schon einen besseren Partner finden lassen.
Auch wenn ich deine Geschichte nicht kenne, möchte ich dir Folgendes zu bedenken geben: wer ein Kind in die Welt setzt, sollte sich vorher im Klaren darüber sein, welch grosse Verantwortung er übernommen hat, und zwar nicht für sich, sondern für das Leben eines anderen Menschen!!!
 >:( >:( >:(

taka  

27.08.2004 10:47 • #3


Rainman


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Hallo Solala, hallo Taka,

ich kann die Reaktion von taka gut nachvollziehen. Auch bei mir war es so, dass meine Frau unbedingt ein Kind wollte - alles dafür getan, hat, obwohl unsere Beziehung wahrscheinlich schon damals gescheitert war (niemand wollte es sich eingestehen). Und dann hat sich meine Frau getrennt.

Jetzt stehen wir kurz vor der Scheidung - und meine Tochter hat einen WE-Papa, ist halt so.

Gleichzeitig kann ich aber auch Deine Gefühle nachempfinden, und vielleicht hast Du einen "Fehler" gemacht. Eigentlich kann man das aber gar nicht als Fehler bezeichnen, da es immer wieder Verstrickungen und Wirrungen im Leben gibt. Vielleicht hat es damals für Dich gepasst.

Aber so ist halt das Leben, wenn Du Dir sicher bist, dann wirst Du Deine Weg gehen, wirst aber auch die Konsequenzen tragen müssen.

Ich wünsche Dir eine weise abwägende Entscheidung.

LG Rainman

27.08.2004 11:02 • #4


solala


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@taka
Ich kann schon verstehen daß du dich aufregst aber es ist wirklich egal wie lange man mit einem Partner vor der Hochzeit zusammen war oder nicht. Eine Garantie gibt es nie. Für keine Beziehung. Und wenn man das so sieht dürfte niemand Kinder bekommen. Ich bin selbst auch ein Scheidungskind.
Unsere Kinder haben eben unser Leben verändert. Aber leider zum negativen was so absolut nicht absehbar war. Und nochdazu gehen unsere Gemeinsamkeiten einfach immer mehr in unterschiedliche Richtungen. Er weiß, daß ich unter seinem Hobby leide, weil es uns einfach die eh fast nicht vorhande Zeit für uns allein auf vielleicht noch 3 Std. in der Woche ohne Kinder reduziert. Und nach Stress und Dauergebrüll der Kinder ist es für mich dann einfach schön einfach mal Ruhe zu haben. Und da geht es schon wieder los. Jetzt da wir ja Ruhe haben will er S.. Aber ich bin am Ende, kaputt und soll jetzt auch noch die leidenschaftliche Ehefrau spielen. Und jetzt frage ich mich wirklich welchen Gefallen ich mir damit tue mit ihm zu schlafen, ohne Lust und dabei nur zu denken sei endlich fertig.
Wir kennen uns jetzt seit 6 1/2 Jahren, und zum Zeitpunkt der Hochzeit hat eben noch alles gepasst. Klar, grad wenn Kinder da sind ist eine Trennung sehr sehr gut zu überlegen. Und ich hab auch nicht vor mich jetzt von einem Tag auf den anderen von ihm zu trennen. Es ist auch nicht so daß ich mit dem eben anderen Mann eine Beziehung führen will. Aber soll ich es so machen wie meine Mutter und  15 Jahre lang so tun vor den Kindern als ob alles passt, dabei hinter der Fassade körperlich und phsychisch kaputt zu gehen.  
Trennungen sind ein heikles Thema, klar, und genau deshalb denke ich kann man das Thema nicht allgemein behandeln weil einfach jedes Paar seinen eigenen Hintergrund hat.

27.08.2004 14:48 • #5


Ehemaliger User


Hallo solala,

Ich denke dein erster Beitrag liess nicht unbedingt eine andere Reaktion zu, weil du die Umstände nicht beschrieben hast und es so rüberkam, als seien Heirat und Kinderwunsch total überstürzt gewesen.
Natürlich frisst einen der Alltag auf, besonders wenn man kleine Kinder hat, die einem alles abverlangen. Trotzdem denke ich, dass eine gut funktionnierende Partnerschaft dies zu meistern imstande ist. Aber hier setzt ja das Problem ein, das du selber beschrieben hast: du hast keine Gefühle mehr für ihn. Und wenn er dann auch noch mehr seinem Hobby nachgeht, als für die Familie da zu sein wird's natürlich noch schwieriger. Ich weiss ja auch nicht, ob und wieviel ihr miteinander redet, ob er bereit wäre, etwas daran zu ändern, usw.

Was den S. anbelangt: ich denke nicht, dass du mit ihm schlafen solltest, wenn dir nicht danach ist. Das solltest du euch beiden nicht an tun: dir selbst nicht, weil es dein Körper ist und du dich ausserdem damit letztendlich gefühlsmässig noch weiter von ihm weg entfernst, und auch ihm nicht, weil euer Zusammensein in dieser Form nur noch eine Farce ist.
Vielleicht findet ihr ja noch einen Weg, an eurer Beziehung zu arbeiten, aber ob das noch jahrelang gut geht, ist eine andere Frage.
Und eine Ehe nur der Kinder wegen aufrecht zu erhalten ist wohl auch keine dauerhafte Lösung.

LG

taka

27.08.2004 17:17 • #6


einsam


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Liebe Solala,
ich habe 25 !!! Jahre mit einer Frau gelebt, die mir nichts gegeben hat. Keine Liebe, keine Nähe, kein Verständnis, keine Zärtlichkeit.
Alles wegen meiner 4 Kinder. Es hat nur weh getan. Immer wieder dachte ich es würde noch mal besser.
Eine Frau, wir beide haben uns sehr geliebt, habe ich nach kurzer Zeit gehen lassen, nur wegen der Kinder. Und ich war einsam ohne Ende.
Letztendlich ging die Ehe trotzdem in die Brüche und den Kindern geht es deshalb nicht besser. Im Gegenteil, sie sagen heute " das war die Hölle für uns, hättet ihr euch nur vorher getrennt". Ihr tut den Kindern keinen Gefallen damit, zusammen zu bleiben, wenn ihr Euch nicht mehr liebt.
Allerdings solltest Du vorsichtig sein, diese Ehe nur wegen einem Anderen zu verlassen.
Auch das kann schief gehen.
Prüfe genau ob Du das wegen der neuen Liebe tust oder wegen Dir.
Ich bin nun, nach 25 Jahren mieser Ehe wieder in einer neuen Beziehung und ich sage Dir, das ist nicht einfach. Mit ziemlicher Sicherheit werde ich mich wieder trennen (tut verdammt weh - wieder mal), weil ich auch hier keine Nähe und Liebe bekommen kann. Man sucht sich einfach zu leicht wieder ähnliche Partner. Am Anfang geht das dann gut, aber dann macht man oft die gleichen Fehler.
Ich weis, das ist meine Geschichte und ich will Dir nur sagen : Schau genau hin. Werde Dir erst klar, was Du wirlich willst.
Ich wünsche Dir ganz viel Kraft dafür.
Liebe Grüße
Klaus

28.08.2004 01:42 • #7


Jazz


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Hallo solana,

... auch auf die Gefahr hin, irgendwann demnächst mal von irgendjemand aus dem Forum/Chat einen "auf den Hut" zu kriegen, weil es mir grad ein Bedürfnis ist, zu vielem etwas zu sagen (und ich mich manchmal auch frage,  w a r u m  das im Moment so ist ... ), möchte ich Dir gern meine Gedanken aufschreiben:

Als Du so Euren "Tages-/Wochenablauf" grob beschrieben hast, habe ich mich gefragt, ob Du diejenige bist, die (fast zu 100%) für die Kinder zuständig ist und wie viel er von dem "Kindergebrüll" mitkriegt. Denn Eure Bedürfnislagen scheinen ja in der restlichen gemeinsamen verbleibenden Zeit sehr auseinander zu gehen. Vielleicht ginge es Deinem Mann ähnlich, wenn er in Deiner Lage wäre und er hätte dann auch keine Lust mehr auf S., weil er ausgepowert wäre.

Ich habe früher immer viel den Männern die Schuld in die Schuhe geschoben: Sie kümmern sich zu wenig zu Hause, sind zu egoistisch etc.. Heute kriege ich immer mehr Wut auf diese traditionellen Rollenverteilungen, genauer gesagt darauf, dass die ganzen äußeren Umstände es den Paaren immer noch so schwer machen, alles unter einen Hut zu bekommen, dass auch Frauen (erwerbsmäßig) arbeiten gehen können, ohne dass das in der totalen Überbelastung endet ... und dass Familien so wenig entlastet werden (Kita-Plätze etc.). Ich habe selbst keine Kinder. Aber ich kriege das zum Beispiel hautnah bei meiner Freundin mit. Wenn beide in völlig unterschiedlichen Welten leben, der Mann vielleicht 10-14 Stunden täglich arbeiten geht während die Frau den Haushalt und die Kindererziehung nahezu allein managt, dann fällt es beiden irgendwann total schwer, gegenseitig noch Verständnis für die jeweilige Situation des anderen zu entwickeln, weil er sich einfach gar nicht VORSTELLEN kann, wie das ist. Das bringt viele Paare auseinander und danach klingt es für mich auch, was Du schreibst. Ist das so?

Ich halte auch nix davon, "wegen der Kinder" auf Biegen oder Brechen an einer Beziehung festzuhalten. So habe ich das damals bei meinen Eltern erlebt und das hat dazu geführt, dass ich NIE - und bis heute nicht ! - heiraten wollte und lieber alleine lebe, bevor ich irgendwelche "faulen Kompromisse" mache. Aber bei Dir klingt es für mich nicht so, als ob "das Kind schon ganz in den Brunnen gefallen" sei.

Mir ist dieselbe Frage gekommen wie taka: Wie gut könnt Ihr miteinander reden? Habt Ihr über all das gesprochen (unterschiedliche Bedürfnislagen, Überbelastung etc.) ?

UND ich habe gedacht: Wenn Ihr das selbst mit Reden nicht hinkriegt - habt Ihr schon mal überlegt, eine Paarberatung aufzusuchen? Meistens kommen die Paare erst, wenn es schon zu spät ist und eh nix mehr zu retten ist. Aber vielleicht ist es bei Euch noch nicht zu spät. Du sagst ja, Eure Beziehung war okay ... bis die Kinder kamen. Nun ist alles durch die Überbelastung den Bach runtergegangen. Ich kann mir gut vorstellen, dass das mit der Zeit auch das Gefühl tötet. Aber kann das Gefühl nicht auch wiederkommen, wenn beide etwas dafür tun, die Situation zu verändern, so dass auch wieder mehr Zeit als Paar zur Verfügung steht? Ich weiß, das klingt nach grauer Theorie und ist schwer in die Praxis umzusetzen. Das sehe ich bei meiner Freundin.

Es würde mich freuen, noch mal von Dir zu lesen.

LG
Jazz

28.08.2004 19:57 • #8


Ehemaliger User


Hallo solala,
ich finde, man kann es nicht an der Dauer des "Sich-Kennens" fest mache, ob man nun heiraten und Kinder will. Ich kannte meinen Mann 1 Jahr, dann wurde ich schwanger, ein Wunschkind. Als sie ein halbes Jahr war, haben wir geheiratet. 2 Jahre später kam die Zweite. Das ist mein Leben, das stand für mich fest. Und nun? Wir sind jetzt 19 Jahre zusammen, 17 verheiratet und nichts ist mehr wie früher. Wir werden uns trennen. Jeder hat sich verändert. Und die Mädchen sind selbständig, so sehe ich das, für meinen Mann sind sie doch "noch so klein". Wir haben sie gemeinsam groß gezogen, können aber nicht gemeinsam loslassen. Ach, und noch viel mehr, was anders geworden ist. Hab ich mir damals Gedanken gemacht, wie das mal wird, später. Manches hätte ich wissen können, dass es mal schwierig werden kann. Hät ich deshalb nicht den Weg gehen sollen, wir haben uns geliebt?!
Und dann hab ich mich auch noch verliebt, vor 2 Jahren. ER hat meine Veränderungen registriert, ER hat mir bei Problemen geholfen, hat zugehört. Es gibt halt nicht nur die heile Welt. Ich habe und ich liebe IHN, auch wenn er sich langsam aus unserer Beziehung löst. Ist aber ein anderes Thema, großer Herzschmerz. In die Zukunft schauen kann niemand. Das HIER und JETZT ist doch wichtig. Und an sich denken, nicht nur für den anderen funktionieren. Vielleicht habe ich auch zuviel "funktioniert". Jetzt wo plötzlich das eigen Leben vor einem steht und sagt: "Leb mich", verändert man sich. Und leider auch mal entgegengesetzt. Alles Gute für dich!

30.08.2004 14:16 • #9


solala


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Hallo, erstmal recht herzlichen Dank für eure Antworten. Es hat mir schon geholfen einfach mal mit jemanden zu reden. Klar, eine Entscheidung muss ich selber für mich treffen. Ich werde jetzt auch bestimmt nichts überstürzen und unüberlegt einen Schlussstrich ziehen.
Als erstes werde ich mal versuchen den Punkt zu finden wo das ganze bergab ging. Vielleicht liegt da ja auch des Rätsels Lösung.
Ich werde mir jedenfalls sehr gut überlegen was ich mache.

Gruss Solala

02.09.2004 19:22 • #10



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