Zitat von Plentysweet:'N bisschen Witz und Charme sollte man schon haben. Und ein gesundes Draufgängertum. Sonst wirds fad.
Ganz genau. Gibt´s aber kaum noch bzw. solche Männer lerne ich nur selten kennen. Auf jeden Fall in Deutschland.
Das habe ich ja gerade wieder bei meinem letzten Date gesehen. In den meisten Fällen wird versucht der Frau alles aufzudrücken...
"Kennst du ein nettes Café in...", "Was willst denn machen...", "Sollen wir uns noch ein zweites Mal treffen..."
Vielleicht stößt mir das auch deswegen so sauer auf, weil ich es in Lateinamerika und den Staaten ganz anders kenne. Kann mich nicht erinnern, dass ich beim Ausgehen falls ich mit einem Dating-Partner oder gar mit Kumpels und Freundinnen unterwegs war jemals hätte was bezahlen müssen. Für die ist es der totale Affront wenn die Frau bezahlt. Und hierzulande wird beim Kaffee rumgeknausert
Was ich auch nicht begreife: in Deutschland gilt es als höflich, wenn der Herr der Dame beim Eintritt in ein Café, Restaurant den Vortritt lässt. Ich frage mich immer weshalb... bedeutet ja schon wieder, dass ich alles regeln muss. Also entweder in das Gespräch mit dem Kellner gehe, wo man sitzen kann bzw. den Tisch aussuche.
Zitat von YsaTyto:Meine Erfahrung ist, dass beide all das automatisch richtig machen, wenn sie zueinander gehören. Bzw dass es dennoch einfach läuft und dass beide das sehr schnell genau wissen. Man sieht sich und weiß einfach.
Klar... wenn beide ähnlich ticken, dann gibt es einfach genug Gemeinsamkeiten, man findet ungefähr das gleiche wichtig/unwichtig.
Passiert halt nur super selten, vor allem wieder in Deutschland. Empfinde die Leute hier oft sehr verbohrt (jetzt nix gegen Deutschland an sich. Das Land hat sehr viel positives. Aber im Zwischenmenschlichen finde ich es hierzulande super anstrengend).
Viele haben so mega wichtige Grundsätze und weichen keinen Millimeter ab. Beispiele: Veganer. Finde ich erstmal super. Aber wenn die Partnersuche so hart läuft, dass dann tatsächlich nur andere Veganer als Partner infrage kommen, finde ich übertrieben. Gibt ja auch ne Grauzone, aber Grauzone können viele Deutsche nicht.
Oder ich habe einen guten Freund, der AFD wählt. Nebenbei bemerkt war er viele Jahre bei der Linken aktiv. Mit dem bin ich seit 40 Jahren eng befreundet. Der ist weder ein Rassist (einige seiner besten Freunden stammen aus Afrika bzw. sind Muslime) noch sonstwie ein gemeiner Typ. Vielleicht ist er ein bisschen spinnert.
Aber sicherlich werfe ich 40 Jahre Freundschaft nicht über Bord nur weil mir seine aktuelle politische Meinung nicht passt.
Ist aber für einige durchaus ein No-Go bei der Partnersuche.
Zitat von Zugaste:Was ich auch glaube ist, dass zwei Menschen das Selbe machen können und es trotzdem anders ankommt. Bei dem Einen empfindet man es als Manko, Nogo oder Fehler und bei dem Anderen eventuell sogar liebenswert, niedlich oder gar nicht so schlimm.
Ganz genau. Wobei ich trotzdem finde, dass es ein paar harte No-Gos gibt, wo der Liebreiz ansonsten wenig hilft. Vielleicht bin ich bei einem Mann der mir seeehr gut gefällt bereit ein einmaliges Zuspätkommen zu tolerieren. Beim zweiten Mal war es das dann aber auch.
Zitat von Zugaste:Ich bin was das Kennen lernen betrifft wirklich sehr tolerant. Aber wenn der Andere seine Probleme auf mich projiziert, dann werde ich ungemütlich.
Das kann ich nämlich überhaupt nicht leiden.
Eben. Erinnere mich an ein Date wo der Mann mich als "Partygirl" bezeichnete. Habe ich auch nicht wirklich begriffen. Ich gehe gelegentlich auf Konzerte, Lesungen usw. und treffe natürlich häufig meine Freunde. Was soll ich denn sonst tun? Meine Tochter ist seit 10 Jahren aus dem Haus.
Oder ein Herr, der mich eines promisken Lebensstils bezichtigte

Das war der beste Witz. Zumal er in unserer Dating-Phase täglich auf Partnerbörsen unterwegs war. Ich nicht. Nur wusste er nicht, dass ich das wusste. Pure Projektion.
Zitat von Zugaste:Ich falle lieber mal auf die Nase, als jedem Menschen, der mir begegnet zu mißtrauen oder gar zu kontrollieren oder in seiner Freiheit einzuschränken.
Ich begegne den Leuten auch erstmal positiv. Misstrauen entsteht nicht unbedingt einfach so, sondern man stellt ja bestimmte Sache so nebenher fest. An der Stelle dann die Augen zu verschließen hat in meinem Fall nie genützt. Da verlasse ich mich inzwischen auf mein Bauchgefühl, Beweise brauche ich nicht mehr.
Was durchaus zu diskutieren wäre: wie viel Ehrlichkeit muss am Anfang sein? Da erwarte ich auch keine 100%. Allerdings schon bei den harten Fakten wie Alter, Familienstand etc.