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Bettina63
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Ich weiß gar nicht, ob ich mit 51 Jahren hier überhaupt richtig bin. Ich habe die Beiträge gelesen und dachte, okay, probiers halt.
Meine Geschichte ist länger.
Vor 4 1/2 Jahren habe ich mich von meinem Mann getrennt (nach 19 Jahren), und habe meine drei Kinder ( 21,22 und 27 heute) bei ihrem Vater gelassen auf eigenen Wunsch.
Der Grund: Ich hatte mich verliebt und zwar so richtig. In einen Menschen, der ebenfalls über 20 Jahre verheiratet war, inzwischen auch geschieden ist und seit 4 1/2 Jahren mein Lebensgefährte ist. Auch er hat zwei Töchter in diesem Alter.
Wir haben uns damals gesehen und es war binnen kürzester Zeit eigentlich alles klar. Wir verstehen uns wundervoll, sind uns in vielen Dingen ähnlich, denken in vielen Dingen gleich - naja.
Ich verließ damals meine Stadt, meine Kinder, meinen Job, meine Freunde und zog zu ihm in sein Haus. Er hatte seine Exfrau ausgezahlt. Ich hatte bis dahin beim Radio gearbeitet, hatte eine gute Position da in Westfalen und einen furchtbar großen Freundes- und Bekanntenkreis.
Seine großen Kinder sind mir gegenüber nett, laden mich auch mit ein, aber dennoch - klar - bin ich diejenige welche und das verstehe ich auch absolut. Ich kann mich nicht beschweren, wir haben sogar schon drei Enkelkinder von seiner Jüngsten Tochter - soweit so gut.
Ich habe ein Problem mit mir selbst, glaube ich. Mir fehlt irgendwie eine gewisse Sicherheit -- ich kann das einfach nicht erklären. Ständig habe ich das Gefühl, wenn es gut läuft und wir richtig glücklich sind, sitzt in meinem Kopf etwas drin und sät blöde Gedanken wie z.B.; Hier hat er mit seiner Ex die Kinder gezeugt, hier war er mit ihr glücklich usw usw -
Immer wieder- dabei tut uns die Ex gar nichts, echt nicht. Genauso bin ich eifersüchtig, weil er täglich mit seinen Töchtern mindestens einmal telefoniert. Ich habe immer den Eindruck, da sind zwei Konkurentinnen, zwei Mitpartnerinnen" - obwohl sich das bescheuert anhört. Die zwei haben schon immer eine so enge Bindung zum Vater gehabt, wie sie ja eigentlich bilderbuchlike ist, oder? Mir gibt das das Gefühl, er hat nicht losgelassen. Wiie auch immer - seine Große ist ein halbes Jahr in Österreich, danach macht sie Urlaub und zwischendurch ist sie immer mal eine Zeit bei uns. Es ist dann - obwohl sie wirklich nett ist - aber wir keine abgeschlossene Wohnung haben - dann schon sehr beklemment.
Es tut mir keiner was - aber wenn ich das Thema anspreche und beispielsweise sage, dass wir darüber mal offen mit ihr sprechen sollten, weil das auch für mich jedesmal komisch ist, wenn ich mich in meiner Privatsphäre einschränken soll, dann gibts Theater. Ich verstehe es ja sogar ein bisschen - aber ich würde es mit meinen Kindern genauso halten. Hier ist natürlich jeder Willkommen, aber man kann doch fragen. Mein Freund denkt, ich will ihm den Umgang verbieten mit den Seinen und alles mögliche. Das will ich doch gar nicht, das kann ich doch auch gar nicht und ich weiß auch, dass er meinen Kids gegenüber genauso offen wäre. Warum ist das also so schwierig für mich? Das sind nicht die beiden Mädels. das ist irgendwie er. Und dann kriegen wir uns in die Haare, aber so heftig! Er reagiert dann stets so, dass er tagelang mit mir nicht spricht, mich vollkommen ignoriert. Ein erster Schritt ist für ihn schlichtweg unmöglich. Und ich sitze hier mit Bauchschmerzen, weil ich wieder etwas falsches gesagt habe, fühle mich schei. und einfach nur furchtbar allein. Ich habe bei jedem Zoff Angst, dass jetzt alles aus ist. Ich fühle irgendwie keine Sicherheit in mir drin und das macht mich echt fertig. Ich weiß, dass er mich sehr liebt - und er den Eindruck hat, er könne mir nix recht machen. Vielleicht komme ich ja auch so rüber. Ich weiß es einfach nicht. Meine Gefühle für diesen Menschen sind so tief und ehrlich. Er ist mit Sicherheit der zuverlässigste, liebste aufmerksamste Mensch, den ich kenne.
Ich möchte ihn nicht verlieren, mich selbst aber auch nicht. Sobald die Situation ist wie jetzt, fühl ich mich wie ein Gastarbeiter - geduldet - bloß keine engere Bindung eingehen wie z.B. eine Heirat - das beispielsweise wäre für mich wirklich wichtig. Gerade in unserer Situation. Für ihn nicht. Aber das ist ein anderes Thema.
Danke fürs Zuhören und wascht mir ruhig den Kopf - im Moment habe ich hier niemanden am Niederrhein, mit dem man auf einem guten Niveau einfach mal gut sprechen kann. Das fehlt mir ganz besonders.
Beste Grüße
Bettina
Meine Geschichte ist länger.
Vor 4 1/2 Jahren habe ich mich von meinem Mann getrennt (nach 19 Jahren), und habe meine drei Kinder ( 21,22 und 27 heute) bei ihrem Vater gelassen auf eigenen Wunsch.
Der Grund: Ich hatte mich verliebt und zwar so richtig. In einen Menschen, der ebenfalls über 20 Jahre verheiratet war, inzwischen auch geschieden ist und seit 4 1/2 Jahren mein Lebensgefährte ist. Auch er hat zwei Töchter in diesem Alter.
Wir haben uns damals gesehen und es war binnen kürzester Zeit eigentlich alles klar. Wir verstehen uns wundervoll, sind uns in vielen Dingen ähnlich, denken in vielen Dingen gleich - naja.
Ich verließ damals meine Stadt, meine Kinder, meinen Job, meine Freunde und zog zu ihm in sein Haus. Er hatte seine Exfrau ausgezahlt. Ich hatte bis dahin beim Radio gearbeitet, hatte eine gute Position da in Westfalen und einen furchtbar großen Freundes- und Bekanntenkreis.
Seine großen Kinder sind mir gegenüber nett, laden mich auch mit ein, aber dennoch - klar - bin ich diejenige welche und das verstehe ich auch absolut. Ich kann mich nicht beschweren, wir haben sogar schon drei Enkelkinder von seiner Jüngsten Tochter - soweit so gut.
Ich habe ein Problem mit mir selbst, glaube ich. Mir fehlt irgendwie eine gewisse Sicherheit -- ich kann das einfach nicht erklären. Ständig habe ich das Gefühl, wenn es gut läuft und wir richtig glücklich sind, sitzt in meinem Kopf etwas drin und sät blöde Gedanken wie z.B.; Hier hat er mit seiner Ex die Kinder gezeugt, hier war er mit ihr glücklich usw usw -
Immer wieder- dabei tut uns die Ex gar nichts, echt nicht. Genauso bin ich eifersüchtig, weil er täglich mit seinen Töchtern mindestens einmal telefoniert. Ich habe immer den Eindruck, da sind zwei Konkurentinnen, zwei Mitpartnerinnen" - obwohl sich das bescheuert anhört. Die zwei haben schon immer eine so enge Bindung zum Vater gehabt, wie sie ja eigentlich bilderbuchlike ist, oder? Mir gibt das das Gefühl, er hat nicht losgelassen. Wiie auch immer - seine Große ist ein halbes Jahr in Österreich, danach macht sie Urlaub und zwischendurch ist sie immer mal eine Zeit bei uns. Es ist dann - obwohl sie wirklich nett ist - aber wir keine abgeschlossene Wohnung haben - dann schon sehr beklemment.
Es tut mir keiner was - aber wenn ich das Thema anspreche und beispielsweise sage, dass wir darüber mal offen mit ihr sprechen sollten, weil das auch für mich jedesmal komisch ist, wenn ich mich in meiner Privatsphäre einschränken soll, dann gibts Theater. Ich verstehe es ja sogar ein bisschen - aber ich würde es mit meinen Kindern genauso halten. Hier ist natürlich jeder Willkommen, aber man kann doch fragen. Mein Freund denkt, ich will ihm den Umgang verbieten mit den Seinen und alles mögliche. Das will ich doch gar nicht, das kann ich doch auch gar nicht und ich weiß auch, dass er meinen Kids gegenüber genauso offen wäre. Warum ist das also so schwierig für mich? Das sind nicht die beiden Mädels. das ist irgendwie er. Und dann kriegen wir uns in die Haare, aber so heftig! Er reagiert dann stets so, dass er tagelang mit mir nicht spricht, mich vollkommen ignoriert. Ein erster Schritt ist für ihn schlichtweg unmöglich. Und ich sitze hier mit Bauchschmerzen, weil ich wieder etwas falsches gesagt habe, fühle mich schei. und einfach nur furchtbar allein. Ich habe bei jedem Zoff Angst, dass jetzt alles aus ist. Ich fühle irgendwie keine Sicherheit in mir drin und das macht mich echt fertig. Ich weiß, dass er mich sehr liebt - und er den Eindruck hat, er könne mir nix recht machen. Vielleicht komme ich ja auch so rüber. Ich weiß es einfach nicht. Meine Gefühle für diesen Menschen sind so tief und ehrlich. Er ist mit Sicherheit der zuverlässigste, liebste aufmerksamste Mensch, den ich kenne.
Ich möchte ihn nicht verlieren, mich selbst aber auch nicht. Sobald die Situation ist wie jetzt, fühl ich mich wie ein Gastarbeiter - geduldet - bloß keine engere Bindung eingehen wie z.B. eine Heirat - das beispielsweise wäre für mich wirklich wichtig. Gerade in unserer Situation. Für ihn nicht. Aber das ist ein anderes Thema.
Danke fürs Zuhören und wascht mir ruhig den Kopf - im Moment habe ich hier niemanden am Niederrhein, mit dem man auf einem guten Niveau einfach mal gut sprechen kann. Das fehlt mir ganz besonders.
Beste Grüße
Bettina