Hallo ihr Beiden,
ich habe verlassen und bin verlassen worden. Und habe das natürlich in meinem Umfeld auch viel zu oft mitbekommen.
Ich glaube, da gibt es keinen Unterschied zwischen euch und uns Männern. Wenn man sich trennt, dann hat man sich schon getrennt. Man akzeptiert das nur noch nicht, möchte es nicht glauben und denkt, das wird wieder. Bis es den Auslöser gibt, und wenn es auch nur eine ganz kleine Sache ist, die es einen dann letztendlich tun lässt. Wenn es eine Trennung aus Vernunftgründen oder weil die Gefühle fehlen ist, dann denkt man sicher oft zurück, auch weil man irgendwie ein schlechtes Gewissen und dem Anderen weh getan hat. Aber wenn man es realistisch sieht, ich bin ja auch ein Verlassener zur Zeit, warum soll der Verlasser zurück kommen (hatte ich am Anfang, wie fast jeder auch, innigst gehofft)? Die Entscheidung zur Trennung war keine Kurzschlussreaktion, sondern schon länger in einem drin, wenn auch noch nicht bewusst.
Na ja, wenn jemand Drittes mit im Spiel ist, dann ist der Verlasser sowieso in aller Regel mit seinen Gedanken nur noch bei der/dem Neuen.
Einen Unterschied habe ich aber immer bei mir und anderen Männern erlebt - da werdet ihr mir sicher widersprechen
Männer kapseln sich in Vortrennungsphasen ab, suchen Distanz, Komplimenten und Liebesschwüren der Partnerin gegenüber wird ausgewichen und auch der körperlichen Nähe.
Frauen schaffen es bis zuletzt einem zu sagen, wie lieb sie einen haben und wie toll es ist, dass es einen gibt und wie glücklich man mit uns ist. Um einem dann 2 Stunden später mitzuteilen, man wäre sich seiner Gefühle schon länger nicht mehr sicher, bräuchte jetzt erst einmal Zeit für sich, um mit sich selbst ins Reine zu kommen und zu überlegen was man möchte und überhaupt, man hätte gemerkt, dass der arme Kerl doch etwas viel Besseres als einen selbst verdient hätte. Das Übliche eben an den weiblichen Blah-Blah-Blah-Sätzen, die fast jeder Mann sich schon einmal ganz erstaunt, überrascht und zutiefst geschockt und unerwartet anhören musste. Und nein, auch wenn, wie sie sagt, man noch so ein entsetzlich wichtiger Mensch für die Frau ist und auf keinen Fall so aus ihrem Leben endgültig verschwinden darf, egal wie jetzt die bedauerliche Situation auch sein mag - das Freundschaftsangebot lehnen wir dann aber lieber dankend ab.