Isnogud
Gast
Beim Philosophen im Bücherregal habe ich so ein Reclam-Buch gefunden über eine soziologische Studie, in denen Paare untersucht wurden bei denen die Frau den Hauptanteil der Familienfinanzierung übernimmt.
Erstaunlicherweise (?) war es so, dass besonders bei Paaren, die eher zum Bildungsbürgertum gehörten, die Männer oft bewusst weniger verdienten - also sich künstlerischen Berufen hingaben, sich irgendwie selbstverwirklichten (z.B. erfolglos eine Selbstständigkeit versuchten) und/oder Geld einfach nicht so wichtig wahrnahmen, sich die "Unausgeglichenheit der Macht" vor allem auch sexuell niederschlug.
Die Frauen waren also teilweise gewollt (Karriere), teilweise erzwungenermaßen (weil der Mann andere Prior hatte) die Hauptverdienerinnen.
Dies führt bei fast allen Paaren zu einer gewissen "Unausgeglichenheit" - besonders die Frauen fühlten sich "zu wenig als Frauen" und erwarteten z.B. beim Sex dann mehr Dominanz vom Mann.
Witzigerweise spielten die Männer dann aber ihrerseits die "Macht" aus, ihre Frauen nicht mehr wirklich zu begehren, ihnen also diese Dominanz zu entziehen und damit die Wahrnehmung/Bestätigung ihrer Weiblichkeit.
War wirklich interessant. Zumal ich das durchaus so bestätigen kann, dass das der einzige Bereich in meinem Leben ist, indem ich gerne Kontrolle abgebe und mich fallen lassen können will. In allen anderen Lebensbereichen bin ich schon ziemlich rechthaberisch (weil ich meistens auch Recht habe 😜 )