Zitat von Marlena:Es war einfach alles so perfekt
Zitat von Marlena:Er hat sich sicherlich schon länger mit dem Thema befasst, nur halt nie drüber gesprochen
Beziehung lebt von Kommunikation. Du schreibst, es sei
alles so perfekt gewesen... daß er buchstäblich nie mit Dir über seine Bedenken sprechen konnte, wollte oder beides passt aber - zumindest nachträglich gesehen -
nicht in dieses Bild. Offenbar hat ihr an der Stelle vielmehr etwas ganz Entscheidendes gefehlt, aus welchem Grund auch immer.
Zitat von OxfordGirl:Vielleicht dachte er anfangs, "er wächst da rein", wenn er keine Kinder hat, wusste er ja nicht wirklich, was ihn erwartet.
Danke - genau dieser Gedanke ging mir auch durch den Kopf.
Zitat von Marlena:Mich nervt nur dieser Gedanke, dass ich Angst habe nie wieder so jemanden wie ihn zu finden.
Du willst ernsthaft nochmal jemand finden, der Probleme in der Partnerschaft (offenbar) völlig mit sich selbst ausmacht, bis es zu spät für eine Lösung ist? Nee, ne?
Es tut mir leid, daß es Dir schlecht geht mit diesem plötzlichen Beziehungsabbruch seinerseits. Da wirst Du jetzt ebenso nochmal durch müssen, wie bei den von Dir erwähnten früheren Trennungen. Daß Du das schaffen kannst, weißt Du aber ja bereits, also Augen zu und durch...
18 Monate ist jetzt auch nicht so sonderlich lang. Biologisch betrachtet ist die Verliebtheitsphase bei vielen Menschen erst nach ca. 2 Jahren vorüber; bis dahin sind Paare in der Findung. Nachdem es bei Euch offenbar auch jede Menge äußeren Stress gab, habt Ihr unterm Strich vielleicht auch nur ein Bruchteil dieser 18 Monate tatsächlich konkret miteinander verbracht?
Als Außenstehende wirkt es auf mich wie eine Beziehung, die leider nicht in eine tiefe Liebe hinübergereift ist - ein Rohrkrepierer sozusagen, also auf seiner Seite halt. Immerhin hat er einen klaren Abbruch vollzogen, sonst wärst Du Dir nicht so sicher, daß er definitiv weg ist und bleibt. Daß die Kinder sein Hauptgrund waren, nehme ich ihm nicht so recht ab - IMO ist der eher in Eurer Gesprächslosigkeit zu suchen, was partnerschaftliche Bedürfnisse und Gefühle betrifft.
Kannst Du Dich an Situationen erinnern, die man im Nachhinein eben doch als frühe Anzeichen einer Verstimmung seinerseits hätte deuten können? Ich frage nicht, damit Du Dir jetzt Vorwürfe deswegen machst - es wäre schließlich seine eigene Verantwortung gewesen, Dir das zu sagen. Aber vielleicht hilft es Dir, künftig mehr auf solche Anzeichen zu achten (so es sie erkennbar gab) und dann zumindest mal vorsichtig nachzufragen, ob es dem anderen gerade gut geht. Dann wäre auch dieser plötzliche Abgang im Nachhinein zumindest noch für etwas "gut" gewesen...