tesa
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Zu ihm: 55, seit 4-5 Monaten Witwer nach ca. 40 Beziehungsjahren/Ehe, Trauer merkt man nach außen nicht, innerlich toben die Gefühle.
Zu mir: 55, Dauersingle und habe die letzten 5 Jahre aufgegeben, keine Dates, keine Versuche, irgendwo anzudocken. Ich bin eindeutig nicht gemacht für diese höchst seltsamen Mann/Frau Geschichten.
Aktuell: wir hatten ein unfassbar schönes Date, dass sich über 11 Stunden zog (wir kennen einander seit 30 Jahren sehr flüchtig) und wir dabei über Gott und die Welt geredet haben. Die letzten Stunden nach einem schönen Abend im Restaurant fanden bei ihm zu Hause statt. Bis zum Schluss gab es keine Körperlichkeit. Erst beim Gehen küsste er mich.
Soweit so gut. Seit 9 Tagen hänge ich in der Warteschleife und haue mir stündlich, wenn nicht minütlich auf die Finger, um nur ja keine Nachricht zu schreiben.
Wovon ihr ausgehen könnt: es passt alles. Wir passen extrem gut zueinander, ziehen uns optisch und geistig an. Liegen in ganz vielen Dingen auf einer Wellenlänge.
Normalerweise würde ich - so wenig ich es auch verstehen würde, weil ich diese Männerdynamik niemals begreifen werde - die Sache abschreiben, weil ich davon ausgehen würde, dass er doch kein Interesse hat.
ABER: die Situation ist eine sehr spezielle, weil er in extremer Trauer ist. Ist hier jemand, vorzugsweise männlich, der mir erzählen kann, welche Gefühlsstürmen man ausgesetzt ist? Wie es sich anfühlt, seine Frau erst kürzlich verloren zu haben und zu wissen, dass es eine potentielle neue Partnerin gibt.