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Trennung akzeptieren trotz Schmerz

BiancaMilo1210
Es sind so einfache Dinge. Ich wünsche mir ein Weihnachtsfest mit meinem Freund genauso wie Silvester. Das hat Bedeutung für mich.
Und er sagt ihm ist es wichtiger diese Tage mit seiner Mutter zu verbringen weil wir im besten Falle ja noch 50 Jahre zusammen haben und seine Mutter vielleicht nur noch ein paar Jahre.
Er hat vor knapp 2 Jahren seinen Vater verloren und seitdem lebt er danach das seine Mutter Vorrang hat. Er meldet sich auch jeden Tag 3-4 mal und fragt ob alles gut ist und fährt alle 2-3 Tage für 12-14 Stunden zu ihr. Macht dort Homeoffice und verbringt so viel Zeit mit ihr weil er Angst hat das sie bald auch stirbt.
Die Beziehung kommt dabei immer zu kurz denn wenn er zuhause ist braucht er auch Zeit für sich und hat die Abende am PC verbracht.
Seine Antwort war meist naja du hast mich doch 2-3 Stunden jetzt gesehen das muss reichen. Nur wenn er Lust hatte was mit mir zu machen musste ich alles stehen und liegen lassen weil ich ihm ja sonst nicht genug Liebe zeigen würde.
Das war alles sehr mühsam und verletzend.

• #16


D
@BiancaMilo1210

Zitat von BiancaMilo1210:
Nur wenn er Lust hatte was mit mir zu machen musste ich alles stehen und liegen lassen weil ich ihm ja sonst nicht genug Liebe zeigen würde.

Das ist für mich ein Zeichen, dass er nicht verstanden hat, dass die Gefühle und Bedürfnisse seiner Partnerin, mindestens genau so wichtig sind, wie seine eigene!

Zitat von BiancaMilo1210:
Das war alles sehr mühsam und verletzend.

Das glaube ich sofort!
Man fühlt sich wahrscheinlich wie das fünfte Rad am Wagen, in solchen bitteren Momenten!🙏

Zitat von BiancaMilo1210:
Und er sagt ihm ist es wichtiger diese Tage mit seiner Mutter zu verbringen weil wir im besten Falle ja noch 50 Jahre zusammen haben und seine Mutter vielleicht nur noch ein paar Jahre.

Das ist eine unüberlegte Aussage. Kein Fingerspitzengefühl vorhanden.

Zitat von BiancaMilo1210:
Die Beziehung kommt dabei immer zu kurz denn wenn er zuhause ist braucht er auch Zeit für sich und hat die Abende am PC verbracht.


Meiner Meinung nach, urteilend aufgrund einer Sichtweise:

Hier ist keine Selbstreflexion vorhanden.
Das nötige Fingerspitzengefühl fehlt hier auch. Sich mal in deine Lage zu versetzen, ist ihm nicht möglich.

Das ist eine einseitig Liebe gebende Beziehung.

Auf der anderen Seite hat er natürlich sehr viel Angst um seine Mutter. Diese Angst scheint ihm die andere Energie zu nehmen, die er sonst für dich/euch aufwenden würde?

Es scheint so, als hätte er ein sehr inniges Verhältnis zu seinen Eltern.

Jetzt, wo der Vater nicht mehr am Leben ist, hat wahrscheinlich die Paranoia bei ihm die Oberhand gewonnen.

• #17


A


Trennung akzeptieren trotz Schmerz

x 3


BiancaMilo1210
Ja natürlich sein Leben besteht aus Ängsten.
Das Problem ist er versucht sie nicht zu verstehen oder zu verarbeiten sondern lässt die Angst sein Leben leiten.
Ich habe ihn vor 2 Jahren mit einer Aussage verletzt die ich nicht böswillig meinte und er wirft mir das jetzt noch vor. Er kann schlecht mit Dingen umgehen die vergangen sind.
Und Probleme werden weg geschoben und man läuft davon weg.
Der Grund seinen Auszug war, das er nicht mehr über Probleme reden konnte.
Er möchte ein Leben wo er jeden Tag lachen kann und sobald eine schwierige Situation entsteht, läuft er davon weg und versucht sie zu ignorieren.

• #18


D
@BiancaMilo1210
Zitat von BiancaMilo1210:
Er möchte ein Leben wo er jeden Tag lachen kann und sobald eine schwierige Situation entsteht, läuft er davon weg und versucht sie zu ignorieren.

Das wünscht sich jeder.
Aber das Leben verläuft leider nicht immer so.
Wen er das nicht realisiert hat, dann ist Wahrscheinlichkeit groß, dass er eventuell professionelle Unterstützung benötigt?

Zitat von BiancaMilo1210:
Der Grund seinen Auszug war, das er nicht mehr über Probleme reden konnte

Probleme müssen meiner Meinung nach immer angesprochen werden. Sonst führen die genau zu dem, was man nicht haben möchte.
In diesem Fall; das Ende einer Beziehung.

• #19


J
@BiancaMilo1210
Jetzt ist es deutlich klarer geworden.
Ihr habt euch auseinander "gelebt". Das wurde wegen einem Schicksal (Tod des Vaters) ausgelöst, dennoch hat sich eure Situation verändert.
Da er nicht bereit ist etwas zu verändern, egal mit welchen Hilfsmittel, Psychologe oder...
Bleibt euch leider nur die Trennung - tut mir Leid.
Wollte er schon immer lieber vor Problemen davon laufen statt darüber zu sprechen?
Man muss natürlich nicht alles zu Tode diskutieren, aber über jedes Thema muss man sprechen können und seine Ansicht und Meinung darüber kund tun. Der/Die andere muss nicht die gleiche Ansicht oder Meinung bekommen, aber verstehen wie es gemeint wird.

• x 1 #20


BiancaMilo1210
Ja am Anfang der Beziehung wollte ich es nicht wahrhaben und habe es mir schön geredet. Aber im Verlauf auch mit seiner Mutter habe ich gesehen dass es so vorgelebt worden ist.
Man läuft in schwierigen Situationen weg, knallt die Türe zu und nach ein paar Stunden tut man so als wäre nichts gewesen und möchte wieder lachen.
Da ich seit längerem in Therapie bin, hab ich es erst verstanden.
Ich konnte die letzten Monate beeinflussen wie unsere Beziehung lief.
Hab ich einen schönen Tag gehabt und war glücklich, lief auch die Beziehung.
Hab ich Probleme gehabt oder ein Problem angesprochen, lief die Beziehung schrecklich.
Egal was ich sagte, dass erste war immer was er sagte: Ja ich bin der schlimmste Mensch auf Erden und ich mache immer alles falsch. Und das in einem aggressiven und angegriffen Ton.

• #21


Luto
Zitat von BiancaMilo1210:
Egal was ich sagte, dass erste war immer was er sagte: Ja ich bin der schlimmste Mensch auf Erden und ich mache immer alles falsch. Und das in einem aggressiven und angegriffen Ton.

Das klingt nicht nach Liebe bei ihm, egal, was er sagt.

• #22


J
Zitat von BiancaMilo1210:
Ja am Anfang der Beziehung wollte ich es nicht wahrhaben und habe es mir schön geredet. Aber im Verlauf auch mit seiner Mutter habe ich gesehen dass es so vorgelebt worden ist. Man läuft in schwierigen Situationen weg, knallt die Türe zu und nach ein paar Stunden tut man so als wäre nichts gewesen und möchte ...

Das tut mir sehr Leid, dass du das solange ausgehalten hast. Wiederum aber auch bewundernswert. Mach es nur nicht zum Standard. Denn das ist es absolut nicht. Mach dir niemals Vorwürfe, sondern reflektiere und lerne. Lass dir Zeit und komme zu dir. Achte auf dein Inneres und deine Werte. Natürlich muss man in einer Beziehung zu einander finden und Kompromisse finden, aber immer von beiden Seiten in gleichem Maß. Das verstehe ich auf Augenhöhe - Gleichberechtigung in allem.
Daher ist es gut, dass ihr jetzt den Schritt der Trennung gegangen seid.

• x 2 #23