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LK1991
Gast
Hallo alle zusammen
Gerade schreibe ich zum ersten Mal in meinem Leben (23 Jahre) auf einem Forum, um nach Ratschlägen zu fragen, denn noch nie war ich emotional so mitgenommen wie derzeit...
Zu meiner Situation:
Vor drei Jahren habe ich meine Ex-Freundin in Frankreich kennengelernt. Nach einem Jahr wunderbarer Beziehung folgte sie mir nach Deutschland (Berlin), da ich hier ein Studium begann. So teilten wir uns hier eine kleine Wohnung, was zu einer sehr intensiven Beziehung führte, da wir wirklich ständig in einem Zimmer zusammen waren. Trotzdem lief es gut, wenig Streit, intensive Gespräche, guter Sex etc... Und doch spürte ich, dass Berlin nicht wirklich das richtige für sie war (Dazu muss angemerkt werden, dass der Plan von Anfang an lautete: Ich mache hier meinen Bachelor, sie ihren Master und dann emegrieren wir dahin, wo die Sonne scheint).
Meine Exfreundin konnte dann aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse keinen Master beginnen, fand nur wenige Freunde, verbrachte fast all ihre Zeit mit mir und ich so gut wie all meine Freizeit mit ihr...
Wir lebten in einer kleinen Liebesblase, nur für uns beide, mit all den Vorzügen (absolutes Vertrauen, Geborgenheit...) wie Aufopferungen (Vernächlässigung von Freunden und eigenen Interessen), die damit einhergehen.
So ging das dann ein Jahr lang und es zeichnete sich immer mehr ab, dass es nicht ewig so weitergehen könne.
Berlin war einfach nicht der richtige Ort für sie, sie wollte in die Sonne, ans Meer und ich wusste das von Anfang an.
Die Entscheidung, dass sie nach Australien emigrieren würde und ich mit abgeschlossenem Bachelor nachkäme. Natürlich war ich traurig darüber, aber auf der anderen Seite, war mir die Notwendigkeit dieses Schrittes bewusst, da die Beziehung sonst wohl zerbrochen wäre und ich am Ende natürlich wollte, dass SIE glücklich ist!
Die folgenden drei Monate waren sehr schwer: Wir liebten uns noch sehr und doch hing die bevorstehende Trennung für mindestens 1,5 Jahre wie ein grauer Schleier über allem. Im Glück der Zweisamkeit war die Trauer der Trennung allgegenwärtig. Diese Sitiuation war für mich ein Ansporn, das vorläufige Ende der Beziehung so perfekt wie möglich zu gestalten, um die (nach 1,5 Jahren Seperation wohl nie ganz sichere) Fortfühung so wahrscheinlich wie möglich zu machen! Und ich habe wirklich alles getan, was ich konnte, um ihr noch eine glückliche Zeit in Berlin zu bereiten, Ausflüge, Geschenke, einen Kurzurlaub und all meine Liebe und Zuwendung.
Und so haben wir uns eine Woche vor ihrer Abreise noch unsere innige Liebe beschworen, ein Bett geteilt und den Fortbestand der Beziehung in Sicherheit gewägt (zumindest ich).
Und dann der Supergau, der Tag an dem die Welt für mich zusammenbrach:
Vier Tage vor dem Ende dieser beinahe perfekten Zeit, betrügt sie mich!
Und behauptet noch dazu, es nichteinmal zu bereuen. So verlässt sie mich!
Das ist inzwischen über fünf Monate her und doch ist der Schmerz noch allgegenwärtig und ich weine fast jede Nacht in mein Kissen, obwohl das sonst nie meine Art war. Ich war nie ein "Sensibelchen", habe fast nie geweint in den Jahren zuvor, aber ich glaube, sie hätte mir das Herz nicht schlimmer brechen können, als so, wie sie es tat.
Seither bin ich damit beschäftigt, mich selbst und das geschehene zu reflektieren.
--Warum tut es so weh, warum komme ich nicht darüber hinweg?
Ersteinmal liebte ich dieses Mädchen und kann einfach nicht begreifen, wie sie mir das antun konnte.
Außerdem sollte diese, bis dahin egtl. perfekte Beziehung mir immer Kraft geben, als rundum positives Ereignis in meinem Leben, ganz unabhängig davon, ob es ein weiteres Kapitel gegeben hätte oder nicht. Jetzt ist das genaue Gegenteil der Fall, die Beziehung und alle einst positiven Erinnerungen daran erfüllen mich nur mir Schmerz und Verzweifelung.
Und zu guter Letzt macht es mich verrückt, dass es für sie so einfach war: Dadurch, dass sie mich betrog, hat sie die Trennung für sich selbst einfach gemacht (davon bin ich überzeugt, es ist die einzig halbwegs logische Erklärung) und ist dann einfach um den halben Erdball geflogen, um all dem Leid und Schmerz, den sie verursacht hat, zu entfliehen!
Ja, sie hat den für sie selbst einfachsten Weg gewählt und mich in den Ruinen zurückgelassen!
--Wie konnte das passieren?
Nun, inzwischen musste ich mir natürlich eingestehen, dass die Beziehung am Ende für sie wohl weniger wichtig war, als für mich. Und trotzdem, ich war immer gut zu ihr und wenn sie mich am Ende nicht mehr liebte, so gibt ihr das doch kein Recht mich derart wie Dreck zu behandeln. Es wären schließlich nur noch vier Tage gewesen, um alles in Perfektion zu Ende zu bringen. (Versprechung bezüglich des Fortbestandes der Beziehung gab es sowieso von keiner Seite, wenn sie in Australien etwas anderes angefangen hätte, wäre das absolut in Ordnung für mich gewesen).
So, ich hoffe einige fleißige Leser sind bis hierher vorgedrungen, ohne einzuschlafen.
Vielleicht ließt sich mein Beitrag fälschlicherweise so, als ob ich eh schon die notwendigen Antworten gefunden hätte, aber dann würde es nichtmehr jeden Tag so weh tun...
Wie soll ich dazu stehen, wie soll ich das Erlebte integrieren?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Zur Zeit geht es mir so, dass ich einfach nur depressiv bin, wenn ich an all das denke und in meinem Alltag laufe ich einfach so gut wie möglich vor diesen Gedanken davon, indem ich Sport mache, mich viel mit Freunden treffe, Serien glotze oder meine Zeit sonst vor dem Computer verdaddele...
Hauptsache nicht ohne Beschäftigung, Hauptsache kein Leerlauf, Hauptsache abgelenkt...
Aber so kann das nicht weitergehen, früher liebte ich mich und mein Leben immer und ich ließ meine Gedanken liebend gerne treiben.
Ich will nichtmehr unglücklich sein, aber was soll ich tun?
Vielen dank fürs Lesen und hoffentlich hat der ein oder andere einen guten Ratschlag für mich
Gruß Ludwig
Gerade schreibe ich zum ersten Mal in meinem Leben (23 Jahre) auf einem Forum, um nach Ratschlägen zu fragen, denn noch nie war ich emotional so mitgenommen wie derzeit...
Zu meiner Situation:
Vor drei Jahren habe ich meine Ex-Freundin in Frankreich kennengelernt. Nach einem Jahr wunderbarer Beziehung folgte sie mir nach Deutschland (Berlin), da ich hier ein Studium begann. So teilten wir uns hier eine kleine Wohnung, was zu einer sehr intensiven Beziehung führte, da wir wirklich ständig in einem Zimmer zusammen waren. Trotzdem lief es gut, wenig Streit, intensive Gespräche, guter Sex etc... Und doch spürte ich, dass Berlin nicht wirklich das richtige für sie war (Dazu muss angemerkt werden, dass der Plan von Anfang an lautete: Ich mache hier meinen Bachelor, sie ihren Master und dann emegrieren wir dahin, wo die Sonne scheint).
Meine Exfreundin konnte dann aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse keinen Master beginnen, fand nur wenige Freunde, verbrachte fast all ihre Zeit mit mir und ich so gut wie all meine Freizeit mit ihr...
Wir lebten in einer kleinen Liebesblase, nur für uns beide, mit all den Vorzügen (absolutes Vertrauen, Geborgenheit...) wie Aufopferungen (Vernächlässigung von Freunden und eigenen Interessen), die damit einhergehen.
So ging das dann ein Jahr lang und es zeichnete sich immer mehr ab, dass es nicht ewig so weitergehen könne.
Berlin war einfach nicht der richtige Ort für sie, sie wollte in die Sonne, ans Meer und ich wusste das von Anfang an.
Die Entscheidung, dass sie nach Australien emigrieren würde und ich mit abgeschlossenem Bachelor nachkäme. Natürlich war ich traurig darüber, aber auf der anderen Seite, war mir die Notwendigkeit dieses Schrittes bewusst, da die Beziehung sonst wohl zerbrochen wäre und ich am Ende natürlich wollte, dass SIE glücklich ist!
Die folgenden drei Monate waren sehr schwer: Wir liebten uns noch sehr und doch hing die bevorstehende Trennung für mindestens 1,5 Jahre wie ein grauer Schleier über allem. Im Glück der Zweisamkeit war die Trauer der Trennung allgegenwärtig. Diese Sitiuation war für mich ein Ansporn, das vorläufige Ende der Beziehung so perfekt wie möglich zu gestalten, um die (nach 1,5 Jahren Seperation wohl nie ganz sichere) Fortfühung so wahrscheinlich wie möglich zu machen! Und ich habe wirklich alles getan, was ich konnte, um ihr noch eine glückliche Zeit in Berlin zu bereiten, Ausflüge, Geschenke, einen Kurzurlaub und all meine Liebe und Zuwendung.
Und so haben wir uns eine Woche vor ihrer Abreise noch unsere innige Liebe beschworen, ein Bett geteilt und den Fortbestand der Beziehung in Sicherheit gewägt (zumindest ich).
Und dann der Supergau, der Tag an dem die Welt für mich zusammenbrach:
Vier Tage vor dem Ende dieser beinahe perfekten Zeit, betrügt sie mich!
Und behauptet noch dazu, es nichteinmal zu bereuen. So verlässt sie mich!
Das ist inzwischen über fünf Monate her und doch ist der Schmerz noch allgegenwärtig und ich weine fast jede Nacht in mein Kissen, obwohl das sonst nie meine Art war. Ich war nie ein "Sensibelchen", habe fast nie geweint in den Jahren zuvor, aber ich glaube, sie hätte mir das Herz nicht schlimmer brechen können, als so, wie sie es tat.
Seither bin ich damit beschäftigt, mich selbst und das geschehene zu reflektieren.
--Warum tut es so weh, warum komme ich nicht darüber hinweg?
Ersteinmal liebte ich dieses Mädchen und kann einfach nicht begreifen, wie sie mir das antun konnte.
Außerdem sollte diese, bis dahin egtl. perfekte Beziehung mir immer Kraft geben, als rundum positives Ereignis in meinem Leben, ganz unabhängig davon, ob es ein weiteres Kapitel gegeben hätte oder nicht. Jetzt ist das genaue Gegenteil der Fall, die Beziehung und alle einst positiven Erinnerungen daran erfüllen mich nur mir Schmerz und Verzweifelung.
Und zu guter Letzt macht es mich verrückt, dass es für sie so einfach war: Dadurch, dass sie mich betrog, hat sie die Trennung für sich selbst einfach gemacht (davon bin ich überzeugt, es ist die einzig halbwegs logische Erklärung) und ist dann einfach um den halben Erdball geflogen, um all dem Leid und Schmerz, den sie verursacht hat, zu entfliehen!
Ja, sie hat den für sie selbst einfachsten Weg gewählt und mich in den Ruinen zurückgelassen!
--Wie konnte das passieren?
Nun, inzwischen musste ich mir natürlich eingestehen, dass die Beziehung am Ende für sie wohl weniger wichtig war, als für mich. Und trotzdem, ich war immer gut zu ihr und wenn sie mich am Ende nicht mehr liebte, so gibt ihr das doch kein Recht mich derart wie Dreck zu behandeln. Es wären schließlich nur noch vier Tage gewesen, um alles in Perfektion zu Ende zu bringen. (Versprechung bezüglich des Fortbestandes der Beziehung gab es sowieso von keiner Seite, wenn sie in Australien etwas anderes angefangen hätte, wäre das absolut in Ordnung für mich gewesen).
So, ich hoffe einige fleißige Leser sind bis hierher vorgedrungen, ohne einzuschlafen.
Vielleicht ließt sich mein Beitrag fälschlicherweise so, als ob ich eh schon die notwendigen Antworten gefunden hätte, aber dann würde es nichtmehr jeden Tag so weh tun...
Wie soll ich dazu stehen, wie soll ich das Erlebte integrieren?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Zur Zeit geht es mir so, dass ich einfach nur depressiv bin, wenn ich an all das denke und in meinem Alltag laufe ich einfach so gut wie möglich vor diesen Gedanken davon, indem ich Sport mache, mich viel mit Freunden treffe, Serien glotze oder meine Zeit sonst vor dem Computer verdaddele...
Hauptsache nicht ohne Beschäftigung, Hauptsache kein Leerlauf, Hauptsache abgelenkt...
Aber so kann das nicht weitergehen, früher liebte ich mich und mein Leben immer und ich ließ meine Gedanken liebend gerne treiben.
Ich will nichtmehr unglücklich sein, aber was soll ich tun?
Vielen dank fürs Lesen und hoffentlich hat der ein oder andere einen guten Ratschlag für mich
Gruß Ludwig