Trennung - Glaube und Hoffnung verloren?!

Bip

Hallo Ihr,

ich wende mich an euch, da ich gerade sehr tief in meinen Gedanken feststecke und vielleicht der ein oder andere hier ein paar hilfreiche Ansichten haben...

Ich wurde vor ca. 2 1/2 Monaten von meiner Freundin nach über 2 Jahren Beziehung verlassen. Es war eine Trennung trotz Liebe von beiden Seiten, da wir uns vor allem in der letzten Zeit sehr häufig gestritten hatten und sie sagte, dass wir zu unterschiedlich seien und auch sehr verschiedene Grundbedürfnisse hätten (S./Nähe und Distanz). Dadurch kam es zumindestens bei diesen Punkten schon während der gesamten Beziehung zu Auseinandersetzungen. Für mich ist diese Trennung trotzdem nur sehr schwer nachvollziehbar, da von uns beiden aus noch sehr viel Liebe und Zuneigung vorhanden ist. Ihre Entscheidung war also, so wie sie selbst sagt, absolut rational und nicht durch ihr Herz getroffen.

Wir hatten bis vor 1 Woche auch noch Kontakt (schriftlich) und ich hatte ihr noch eine lange Nachricht geschrieben, dass ich sie sehr liebe und nicht genau verstehe wovor sie so große Angst hat und das Streieterein und Auseinandersetzung überwindbar sind und man darüber reden kann und zusammen etwas ändern könnte... aber ich es akzeptiere, wie sie gerade handelt. Ich habe ihr aber auch gesagt, dass ich denke, dass es ein Fehler ist, die Beziehung jetzt endgültig aufzugeben und ich bereit bin viel zu ändern und in den Wochen der Trennung auch viel eingesehen habe und vieles ändern möchte und muss. Ich sagte ihr aber auch, dass wenn es ihr Wunsch ist mit uns abzuschließen, wir dies tun sollten, weil es keinen Sinn macht, wenn nur ich um die Beziehung kämpfe. Ich habe dann noch viele emotionale Erinnerungen und Erlebnisse an unsere Beziehung erwähnt in einem langen Abschnitt und das diese Momente (also die positiven Dinge) für mich überwiegen.

Als Hintergrund sollte vielleicht noch gesagt werden, dass ich bis 8 Wochen nach der Trennung mich noch sehr intensiv um sie bemüht habe und ihr vielfach gezeigt habe wie sehr ich sie liebe und mir diese Beziehung bedeutet, ich habe sehr gekämpft (wir hatten uns auch noch 2 Mal danach gesehen).

Sie sagte mir, dass ich ihr unglaublich fehle und sie mich unendlich vermisst. Sie sagte mir auch, dass sie mich liebt. Gleichzeitig sagte sie jedoch auch in der selben Nachricht, dass sie denkt, dass Glaube und Hoffnung aber nicht wiederkommen werden.

Es ist also alles absolut ambivalent, was von ihr da kommt... ich weiß nicht, was ich jetzt tun soll? Sie hatte auf meine letzte lange und emotionale Nachricht ja nicht geantwortet aber ich habe mich auch seit 1 Woche nicht mehr gemeldet (wir haben offiziell keine Kontaktsperre ausgemacht)... wäre es am besten jetzt einfach zu warten? Meint ihr sie schreibt zurück?

Wir sehen uns in einer Woche auf einer Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes...

Danke euch...

Bip

03.02.2013 12:07 • #1


Bip


Irgendwer eine Idee?!

03.02.2013 16:02 • #2



Hallo Bip,

Trennung - Glaube und Hoffnung verloren?!

x 3#3


Chiara2000


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Doch wer edine Idee, nur Geduld
Auf eine Frage, die ich gestellt habe bezüglich noch vorhandener Liebe bekam ich die Anregung, daß gerade diese Frage oder auch das Gefühl der Liebe oft auftauchen, um die Angst vor einer Ebntscheidung zu "ummanteln", damit die Entscheidung vielleicht auch nicht so hart wirkt.
Sie vermißt dich- kann ich mir vorstellen ihr wart eine ganze Weile zusammen und habt euch nicht im bösen getrennt. Klar sind ihr dann auch die schönen Momente im Kopf. Aaaaber: Sie hat die entscheidung getroffen, vieelleicht weil sie keine Zukunft sah, auch im Hinblick auf eure unterschiedlichen Bedürfnisse.
Sei ehrlich zu Dir selbst: Wie könnte ein Kompromiß gerade in Bezug auf Nähe _& Co aussehen? Der, der weniger braucht läßt es "über sich ergehen" und der andere bekommt trotzdem zu wenig? Bei meiner Beziehung sieht´s ähnlich aus und es funktioniert nicht, es ist keiner zufrieden.

04.02.2013 11:32 • #3


Sorele


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Hi!

Das Problem "Nähe / Distanz" ist meiner Meinung nach ein ziemlich großes Problem und nicht nur mal eben schnell vom Tisch zu wischen.

Chiara hat es richtig beschrieben ...... .

Beim Einen ist es ein ewiges "Zurückhalten", begleitet vl sogar mit dem Gefühl des vernachlässigt Werdens und beim Anderen ist es eine ewige "Duldung", begleitet vl. mit dem Gefühl, gefangen zu sein, aus dem Käfig nicht herauszukommen.

Ganz objektiv und "trocken" gesehen kann ich mir - so leid mir das für dich auch tut - eine harmonische Beziehung bei euch nicht vorstellen.

Bist du derjenige, der "klammert", hast du ihr wahrscheinlich in der Zeit, in der ihr nun getrennt seit, nur bestätigt, dass ihre Schritte nicht unbedingt falsch waren....... .

04.02.2013 12:18 • #4


Bip


Ich stimme euch beiden grundsätzlich zu, so ehrlich muss ich schon zu mir selbst sein.
Ich denke es haut mich einfach nur so sehr um, weil sie diejenige war, die bis vor ein paar Monaten vor der Trennung immer sagte: "Wenn du mit der Beziehung unglücklich bist, musst du schlussmachen" und sie gab mir immer zu verstehen, dass sie sich nicht trennen möchte. Und wir hatten zwar ein paar Krisengespräche vor der Trennung, weil der Oktober und November generell recht stressig waren, aber ihr Entschluss hat mich einfach nur umgehauen. Und die Beständigkeit in ihrer Entscheidung tut einfach nur weh... ich fühle mich auch so klein, weil ich echt 8 Wochen soviel investiert und offenbart habe...

Ihren Freunden sagte sie, dass sie es nicht ertrage, mich immer so unglücklich zu sehen. Ich empfinde das aber auch als Ausrede irgendwo, weil sie es sich damit sehr leicht macht zu sagen, dass sie in meinem "besten Interesse" handeln würde. Natürlich gab es Dinge, mit denen ich nicht zufrieden war, aber doch nicht so umgreifend. Gleichzeitig war sie aber auch nicht wirklich bereit bei vielen Dingen Kompromisse einzugehen. Wir haben viel darüber gesprochen, aber beide irgendwie nie richtig gehandelt, immer wieder in das alte Muster zurück... natürlich hat sie Vorschläge gemacht, aber die erschienen mir damals so unbefriedigend. Sie sagte z.B., als ich mich über den wenigen S. beschwerte, dass wir sozusagen feste Tage ausmachen können, wo wir uns genau dafür treffen können, damit sie sich "darauf einstellen kann"... damals war mir das zu geplant und unromantisch und ich fasste das eher als negativ und verletztend auf. Heute sehe ich sowas auch anders...vielleicht aber auch, weil sie mich verlassen hat .

Komischerweise merke ich einfach, dass ich trotz allem immernoch bereit wäre mit Arbeit an der Beziehung und Kompromissbereitschaft, die Beziehung zurück wollen würde... ich weiß aber auch, dass dafür zwei dazugehören. Ich verstehe einfach nicht, wie man so sehr auf seinen Kopf hören kann, trotz elendigem Vermissen und sie ihre Gefühle derart zurückdrückt. Aber vielleicht ist das auch der Unterschied zwischen uns... sie ist mehr Ratio und ich mehr Herz und Bauch.

Wie würdet ihr das mit der Geburtstagsfeier demnächst handhaben? Ich bin mir nicht sicher... einerseits möchte ich ihr nicht das Feld (unseren Freundeskreis) komplett überlassen und auch zeigen, dass ich noch da bin und andererseits habe ich natürlich Bammel, wie ich mich verhalten werde und soll...

04.02.2013 13:03 • #5


Chiara2000


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Tja, mit der Geburtstagsfeier... . Wie viele Menschen werde dort sein, hast du die Möglichkeit, ihr dort etwas aus dem Weg zu gehen? Dann würde ich hingehen ansonsten wäre ich auch unsicher.

04.02.2013 13:09 • #6


Bip


Hm...ich schätze so zwischen 20 und 30 Gäste werden dort schon sein...viele kenne ich auch, da sie aus unserem gemeinsamen Freundeskreis sind...

04.02.2013 13:10 • #7


Sorele


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Zitat von Bip:
Sie hatte auf meine letzte lange und emotionale Nachricht ja nicht geantwortet aber ich habe mich auch seit 1 Woche nicht mehr gemeldet (wir haben offiziell keine Kontaktsperre ausgemacht)... wäre es am besten jetzt einfach zu warten? Meint ihr sie schreibt zurück?

Nachdem von ihr eigentlich nichts mehr kommt, würde ich es auch bleiben lassen. Möglicherweise gehst du ihr mit einem "Nachhaken" noch mehr auf den "Sender",

was nicht unwichtig ist, weil du ja schreibst,
Zitat von Bip:
Wir sehen uns in einer Woche auf einer Geburtstagsfeier eines gemeinsamen Freundes...

dass ihr euch auf einer Geburtstagsfete wieder treffen werdet und du ihr nicht all die Freunde überlassen möchtest, was ich verstehe und auch nicht schlecht finde.

Auf der Fete selbst würde ich sie höflich begrüßen, mit ihr vielleicht ein paar oberflächliche Worte wechseln und es dann gut sein lassen.
Dies jedoch nicht mit der Absicht, ihr eines "auszuwischen" oder so, sondern, um eigentlich dich selbst zu schützen. So lernst du schon mal den Vorgeschmack kennen, wie es in Zukunft vielleicht sein wird, wenn wieder irgendwelche Meetings anstehen, wo ihr aufeinander trefft.

Generell gesehen allerdings würde ich dir raten, dich von ihr zurückziehen. Da es ihrerseits irgendwie feststeht und sie keine Beziehung mehr führen will, wäre ein Verarbeiten nur so möglich ......

05.02.2013 12:17 • #8




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