Aufgehts-joly
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Kurz zu mir, ich bin 56 Jahre alt, habe 3 Kinder so gut wie alleine groß gezogen, war/ bin immer berufstätig und bin trotzdem in eine seltsame Situation geraten. Liebe war schon auf beiden Seiten bis auf die letzten 3,4 Jahre vorhanden. Ein bisschen mag ich ihn immer noch aber ganz klar will ich ihn nicht zurück.
Ich möchte wissen, ob ich in dieser Beziehung emotional abhängig wurde oder ob die einfach krank war. Sie hat auf jeden Fall mich soweit gebracht, dass ich oft an mir selbst gezweifelt habe. Nun ist er gegangen und mit einer anderen unter ein Dach gezogen.
Das hat mir zuerst den Boden unter den Füßen weg gezogen obwohl die Geschichte schon länger eher einer WG glich. Dazu muss ich sagen, dass er am Anfang der Beziehung sofort bei mir eingezogen ist (1. Fehler). Nun ja, ist Geschichte. Lief bis corona eigentlich ganz gut alles. ja und da fing es an . seltsame Einstellungen bzgl. Impfen, rechtsradikale Gedankengut etc. , etc. Nichts konnte ich ihm mehr Recht machen.
Er "arbeitet" viel, zuviel denke ich, von 6 bis sonstwann, vor 22 Uhr definitiv nie daheim, Samstag ebenfalls. Und viel getrunken hat er auch . Eigentlich fast täglich ( ist aber heute nicht mehr wahr) Also war es ganz klar, dass ich mich um komplett alles gekümmert habe, Haus, Garten eben um alles einfach. Verstehe bis heute nicht, wie ich das so lange ausgehalten habe, denn irgendwas unternehmen am WE lag auch nicht drin. Hab dann mit anderen was unternommen. Nichts konnte man planen, weil die Arbeit immer Vorrang hatte. Ich arbeite selbst Vollzeit aber irgendwann ist es auch mal gut. Gespräche wurden darüber geführt aber im Nachhinein denke ich, dass er nur um sich selbst kreist und es ihm völlig egal war. Auch seinen Sohn konnte er dadurch nicht regelmäßig sehen. Was ich ziemlich schade fand.
Nun ist er weg ( wahrscheinlich das Beste, was mir passieren konnte) und trotzdem hat die Trennung mir unsagbar zugesetzt. Vielleicht ist es nur die Enttäuschung, einfach so ausgewechselt worden zu sein, ich weiß es nicht. Ich hatte ziemlich mit Weinkrämpfen und Angst zu kämpfen. Es war richtig schlimm.
Am Samstag hat er die letzten Sachen geholt. Will mit mir befreundet bleiben, kann ich aber nicht. Kontaktsperre gemacht. Ich glaube der Schmerz, den ich gefühlt habe und raus musste, war die Erkenntnis, mindestens 4 Jahre vergeudet zu haben.
Kontaktsperre ist doch richtig, oder? Was mir noch passiert ist, was auch nicht sehr erwachsen war, ist, dass ich ihm gründlich dich Meinung gesagt habe. Es musste einfach raus, nachdem er mir mitteilen musste, dass er mit ner neuen zusammen zieht. Verstehe mich selbst grad nicht, merke aber, dass ich täglich freier werde.
Danke für lesen