VictoriaSiempre
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Es ist sicher eine Hypothek, in einem Elternhaus aufzuwachsen, in dem man eher VERsorgt als gefördert wird. Ich kann auch durchaus verstehen, dass dadurch in vielen Bereichen die Entwicklung dadurch anders läuft als im Familien, in denen Kinder wahrgenommen, UMsorgt und zur Selbstständigkeit angeleitet werden.
Andererseits wurde hier ja eher zu viel als zu wenig abgenommen, aus welchen Gründen auch immer. Dass eine 32jährige immer noch von ihren Eltern finanziell unterstützt wird, weil sie noch keine Ausbildung/kein Studium absolviert hat, ist in meiner Welt jedoch keine Selbstverständlichkeit und spricht für mich nicht für ein generelles Desinteresse und absolute Lieblosigkeit. Vielleicht konnten die Eltern es einfach nicht besser, aber meinetwegen kann man es auch „toxisch“ nennen.
Zwischen dem Grundschulkind, das nicht weiß, wie man duscht und sich ein Brot schmiert und der 32jährigen ZeldaFan liegen nun aber ja einige Jahre. Jahre, in denen sie auf weiterführende Schulen gegangen ist (und damit soziale Kontakte hatte, an denen sich ein Teenie normalerweise mehr orientiert als an den Eltern), in denen das Internet boomte (und damit zig informationsmöglichkeiten gegeben waren) und Jahre an der Uni, wo eine gewisse Selbstständigkeit und Eigenverantwortung notwendig ist.
Okay, das mag an Fachhochschulen anders aussehen
Aber auch da gibt es Kommilitonen/ Kommilitoninnen, von denen man sich einiges an Sozialverhalten abgucken kann. Wenn denn Interesse besteht.
Sich 14 Jahre lang mehr oder weniger zurückzulehnen (und nöö - dafür, mittlerweile kochen und den Haushalt führen zu können, verleihe ich keine Orden) und den Partner die Lebensplanung und -gestaltung zu überlassen, erklärt sich für mich nicht mehr durch ein „toxisches“ Elternhaus. Da liegt mehr im Argen - und das meine ich ausdrücklich nicht böse oder abwertend!
Das sehe ich übrigens genauso beim gleichaltrigen Partner, der zwar mit 18 bereits anscheinend so taff und selbstständig war, dass er die TE an die Hand nehmen konnte - aber sich damit dermaßen übernommen hat, dass er (so wie ich es hier interpretiere) mittlerweile am Rand eines Burnouts ist. Und mit 32 auch immer noch kein Studium abgeschlossen hat. Nicht, weil er irgendwas ganz spezielles mit drölfzig notwendigen Semestern studiert, sondern weil er mit Beziehungspflege überlastet war.
Das hört sich für mich alles nicht gesund an und ich wünsche Euch beiden, dass Ihr jetzt einen Dreh dran bekommt und Euer Leben, getrennt voneinander, in die Hand nehmt.
Ja, es ist Mist, wenn man keine guten Voraussetzungen aus dem Elternhaus mitbekommt. Ich will es NICHT relativieren, wenn ich sage, dass es leider vielen Menschen so geht und ja, ich weiß (auch aus eigener Erfahrung), dass einen vieles später wieder einholt. All das ist vielleicht ein Grund, aber für mich keine ausreichende Erklärung dafür, wenn sich jemand im Kindchenschema einrichtet und sich dann wundert, dass das nicht dauerhaft funktioniert.
Es mag (m)eine unpopuläre Meinung sein: Irgendwann ist jede/r für sich selbst verantwortlich. Klappt mal mehr, mal weniger gut.
Andererseits wurde hier ja eher zu viel als zu wenig abgenommen, aus welchen Gründen auch immer. Dass eine 32jährige immer noch von ihren Eltern finanziell unterstützt wird, weil sie noch keine Ausbildung/kein Studium absolviert hat, ist in meiner Welt jedoch keine Selbstverständlichkeit und spricht für mich nicht für ein generelles Desinteresse und absolute Lieblosigkeit. Vielleicht konnten die Eltern es einfach nicht besser, aber meinetwegen kann man es auch „toxisch“ nennen.
Zwischen dem Grundschulkind, das nicht weiß, wie man duscht und sich ein Brot schmiert und der 32jährigen ZeldaFan liegen nun aber ja einige Jahre. Jahre, in denen sie auf weiterführende Schulen gegangen ist (und damit soziale Kontakte hatte, an denen sich ein Teenie normalerweise mehr orientiert als an den Eltern), in denen das Internet boomte (und damit zig informationsmöglichkeiten gegeben waren) und Jahre an der Uni, wo eine gewisse Selbstständigkeit und Eigenverantwortung notwendig ist.
Okay, das mag an Fachhochschulen anders aussehen
Aber auch da gibt es Kommilitonen/ Kommilitoninnen, von denen man sich einiges an Sozialverhalten abgucken kann. Wenn denn Interesse besteht.Sich 14 Jahre lang mehr oder weniger zurückzulehnen (und nöö - dafür, mittlerweile kochen und den Haushalt führen zu können, verleihe ich keine Orden) und den Partner die Lebensplanung und -gestaltung zu überlassen, erklärt sich für mich nicht mehr durch ein „toxisches“ Elternhaus. Da liegt mehr im Argen - und das meine ich ausdrücklich nicht böse oder abwertend!
Das sehe ich übrigens genauso beim gleichaltrigen Partner, der zwar mit 18 bereits anscheinend so taff und selbstständig war, dass er die TE an die Hand nehmen konnte - aber sich damit dermaßen übernommen hat, dass er (so wie ich es hier interpretiere) mittlerweile am Rand eines Burnouts ist. Und mit 32 auch immer noch kein Studium abgeschlossen hat. Nicht, weil er irgendwas ganz spezielles mit drölfzig notwendigen Semestern studiert, sondern weil er mit Beziehungspflege überlastet war.
Das hört sich für mich alles nicht gesund an und ich wünsche Euch beiden, dass Ihr jetzt einen Dreh dran bekommt und Euer Leben, getrennt voneinander, in die Hand nehmt.
Ja, es ist Mist, wenn man keine guten Voraussetzungen aus dem Elternhaus mitbekommt. Ich will es NICHT relativieren, wenn ich sage, dass es leider vielen Menschen so geht und ja, ich weiß (auch aus eigener Erfahrung), dass einen vieles später wieder einholt. All das ist vielleicht ein Grund, aber für mich keine ausreichende Erklärung dafür, wenn sich jemand im Kindchenschema einrichtet und sich dann wundert, dass das nicht dauerhaft funktioniert.
Es mag (m)eine unpopuläre Meinung sein: Irgendwann ist jede/r für sich selbst verantwortlich. Klappt mal mehr, mal weniger gut.