42er
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ich habe bereits schon einige Trennungen verarbeiten müssen, teils auch langjährige Beziehungen.
So ein intensiven und andauernden Kummer habe ich aber noch nicht erlebt:
Wir lernten uns vor 3 Monaten über OD kennen. Wir verstanden uns auf Anhieb und haben uns 1-2 mal die Woche getroffen. Sie betonte, dass sie jemanden brauch, der sich in ihren Alltag einfügt und dass sie ihren Freiraum brauch.
Es fühlte sich nach kurzer Zeit alles sehr vertraut an. Die Zeit zu zweit war sehr schön. Wir haben einander Freunde vorgestellt, sind zusammen mit Freunden übers Wochenende weggefahren und sie hatte Pläne gemacht, dass wir bald mal nur zu zweit zusammen Urlaub machen können. Sie sagte, ich sei ihr Traummann, "kein Mann hat mich so abgeholt wie du", "ich hab das Gefühl, dich schickt der Himmel". Für mich absolute Indikatoren, dass jemand ernstes Interesse hat, erwähnte jedoch, dass sie nicht immer allem gleich ein Label aufdrücken möchte. Für mich fühlte sich das schon sehr nach einer Beziehung an.
Manchmal war sie aber beim Schreiben ziemlich unterkühlt: Kurz angebunden, anderer Stil. Als ich fragte, ob alles okay ist, kamen häufig Sachen auf, die ihr nicht gefallen bzw. das sie sich Sachen so oder so gewünscht hätte. War für mich nicht ungewöhnlich, dass man sich in einer Kennenlernphase neu auf eine andere Person einstellen muss.
Plötzlich jedoch, hat sie nach einer gemeinsamem Nacht am nächsten Tag geschrieben, dass sie nicht das Gefühl hat, mir geben zu können was ich brauche und das ihr der Funke und die Leidenschaft fehlt. Das hat mich total vor den Kopf gestoßen, zwei Tage vorher war alles gut und plötzlich ist keine Funke mehr da.
Nach einer letzten Aussprache hat sie um Bedenkzeit gebeten und 9 Tage später mir mitgeteilt, dass sie keine Beziehung möchte wir aber Freunde bleiben können. Ich hab abgelehnt und sofort alles gelöscht.
Das ist jetzt 4 Wochen her und leider gehts mir damit gar nicht gut. Ich denke fast ununterbrochen daran, was schiefgelaufen ist. Ich hab das echt nicht kommen sehen. Ich klammere mich fest an die guten Momente, weil es im Grunde keine schlechten gab, die mir das Loslassen erleichtern könnten.
Wieso beschäftigt einen so eine kurze Geschichte ewig lang und bereitet Schmerzen wie als wenn man eine langjährige Beziehung beendet?