Meredith81
Gast
ich stöbere seit einigen Tagen hier in diesem Forum um mich abzulenken und habe mich nun entschieden auch meine Geschichte zu teilen.
Mein Ex Freund hat sich Anfang Januar von mir getrennt. Wir waren knapp über 3 Jahre zusammen. Als wir damals zueinander fanden waren wir beide in (unglücklichen) Beziehungen und haben uns beide getrennt nachdem uns bewusst wurde dass wir uns eine Chance geben wollen. Ich hatte mich ca 4 Wochen vor ihm getrennt und er sich im Okt 2016.
Im Dezember 2016 sind wir zusammen gekommen. Er kam aus einer 5 jährigen Beziehung mit Partnerin+ ihrem Kind. Die beiden haben 4 Jahre zusammen gelebt. Das ganze war Anfangs nicht gerade einfach für uns. er war irgendwie im Nachhinein betrachtet überfordert mit der Situation. Seine damalige Partnerin arbeitet (bis heute) in seiner Firma. war natürlich für mich nicht gerade einfach war/ ist. Er hat mir von Anfang klar gemacht, dass ich damit zurecht kommen muss und im Grunde wollte ich auch nicht, dass sie, nachdem sie ihrem Partner verloren hat auch noch ihren Job verliert.
Die ersten Monate waren perfekt. wir waren einfach total verliebt.
Nach 4 Monaten ging es irgendwie mit seinem psychischen Zustand bergab. es gab privat Stress, da sie nun wusste dass er eine neue hat (sie kennt mich flüchtig) und es gab in der Firma finanzielle Probleme. Für mich war irgendwann klar, dass er sich in Behandlung begeben muss.
Es war ein Kampf. der Zustand wurde immer schlimmer. Er war einfach nicht mehr der Alte und war nur noch unmotiviert und nicht mehr in der Lage Nähe zu zeigen.
Im Nov 2017 kam es dann seinerseits zu einem Betrug mit seiner damaligen Ex. er kam total fertig zu mir und erzählte mir direkt was passiert war. Er stand nur noch neben sich und wusste nicht wie das passieren konnte. wir trennten uns für 2 Tage. Es tat ihm alles so Leid und er versprach mir sich um einer Therapie zu kümmern. Ich lies mich also noch mal darauf ein.
Anfang 2018 begann er eine Therapie. die Diagnose lautete Burnout (war mir schon seit Monaten klar war und ihm immer wieder vorgebetet habe).
Die Therapie zeigte Erfolg und wurde nach einem Jahr abgeschlossen. Er wurde wieder aktiver aber es wurde nicht mehr so wie es Anfangs zwischen uns war. Ihm ging es nicht sehr gut aber es ging langsam etwas bergauf. Seit Ende letzten Jahres ging es ihm anscheinend wieder geistig so gut, dass er anfing sich Gedanken um seine bisher zu wenigen Gefühle zu mir zu machen und wie es mit uns weitergehen soll. Er war nicht glücklich und hatte keinen Einfluss auf seine Gefühle.
Ich hatte immer gehofft und gehofft, dass diese nach dem Burnout wiederkommen würden. und er auch. Nun sitze ich hier und hoffe irgendwie immer noch. wir haben jetzt seit 2 Wochen keinen Kontakt und er fehlt mir.
Ich habe so viel investiert und zurück gesteckt (kaum gemeinsame Nächte verbracht um Freiraum zu geben) in der Hoffnung dass ich richtig liege und die Krankheit einfach nur Schuld an fehlenden Gefühlen sind.
Jetzt ist der Text tatsächlich doch länger geworden als geplant. Vielleicht liest ihn trotzdem jemand durch und schreibt mir einfach seine Meinung.