Musikmann
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Also mit "Zeit zum Aufraffen" meine ich das verletztende Gefühl, was man in sich trägt. Ich meine nicht Antriebslosigkeit.
Nach teilweise langen Arbeitstagen ist es in der Tat so gewesen, dass ich wohl ihr mehr Energie genommen als ihr gegeben habe. Aktuell habe ich auch schon vor 4 Wochen ein Hobby bei Seite geräumt und bin von einem Ehrenamtsposten zurück getreten.
Den BurnOut hatte sie ja damals in unserer Kennenlernphase. Um wieder ins Leben und in einen Job zu starten, habe ich sie deutlich unterstützt und ihr geholfen. Bis heute hat sie selbst keine Therapie oder ähnliches in Anspruch genommen. Ich habe vor 1 1/2 Jahren eine Therapie gemacht, da wir zu dem Zeitpunkt einen heftigen Streit hatten. Als ich mich dann in Behandlung gab (10 Sitzungen) war es für sie und mich deutlich besser.
Was die Familie betrifft, so ist aber auch so, dass ihren Sohn aus erster Ehe nun seit über 7 Jahren mit groß gezogen habe. Sie möchte zwar nicht, dass ich mich in erziehungstechnische Sachen einmische, aber zu Bespaßung und Freizeitgestaltung hat sie es gerne angenommen. Erziehen will sie ich (den Großen) alleine.
Aufmerksamkeiten habe ich auch gegeben. Mal Blumen, mal Parfüm, Brötchen am Sonntag, mal Schoki, Sekt, Essen gehen usw.
Was ist gerne möchte, ist diese Frau nicht aus Gewohnheit oder so zurück, sondern weil ich mit ihr alt werden möchte. Wir ergänzen uns in vielen Situationen und täglichen Dingen. Haben viel zusammen gelacht. Haben immer gesagt, dass wir ein super Team sind.
Ich denke aber auch, dass sie mich in den letzten Wochen als egoistisch und kräftezehrend erlebt hat. Ich habe ihr da nicht viel zurück geben können.
Im letzten halben Jahr habe ich allerdings nicht wirklich viel in die Familie und den Alltag eingebracht, da ich zu viel Stress und Arbeit hatte. Für die Arbeit hatte sie allerdings immer Verständnis, so war sie es ja auch, dass ich damals meinen jetzigen Job überhaupt angenommen habe.
Also komme ich nach Hause, kurz runterfahren wenn möglich, kurz was essen, mit den Kindern spielen, zu Bett bringen, und dann min. 3 x pro Woche wieder los. So war der Alltag....
Wertschätzung, liebevolles Miteinander, Respekt.....alles auf der Strecke geblieben.
Vorgestern meinte sie auch, ich soll zu sehen, dass ich eine Wohnung finde und endlich ausziehe. Ihre Worten waren, dass wir endlich Ruhe und Zeit zum durchatmen brauchen.